Vor rund acht Jahren wurde Cupra als eigenständige Marke neben Seat etabliert. Seither hat sich Cupra zu einer der am schnellsten wachsenden Automarken Europas entwickelt. Beim Mutterkonzern Seat sieht die Zukunft hingegen deutlich ungewisser aus: Je nachdem, welches Szenario zum Tragen kommt, könnte die Automarke bis Ende 2029 vom Markt verschwinden.
Während bei Seat weiterhin kein rein elektrisches Modell geplant ist, sieht es bei Cupra ganz anders aus. Mit dem Born, dem Tavascan und zuletzt dem Raval hat die Marke bereits drei vollelektrische Modelle im Angebot. Hinzu kommen Plug-in-Hybride wie der Leon und dessen Kombiversion Leon Sportstourer. Gerade beim Leon könnte sich künftig ein ähnliches Szenario abzeichnen wie bei Volkswagen mit dem ID.3 und dem Golf.
Volkswagen spricht schon länger über den ID. Golf, der auf der neuen SSP-Plattform basieren soll. Diese soll langfristig die inzwischen in die Jahre gekommene MEB-Plattform ablösen. Zudem deutet VW immer wieder an, dass der ID. Golf in den kommenden Jahren den ID.3 ersetzen soll. Ein ähnlicher Wechsel zeichnete sich bereits beim ID.4 ab, dessen Nachfolger unter dem Namen ID. Tiguan angeboten wird.
Der elektrische Leon könnte den Born ablösen
Die nächste Generation des Leon wird rein elektrisch – das hat Cupra bereits vor knapp zwei Jahren angekündigt. Wie der kommende ID. Golf soll auch der elektrische Leon auf der neuen SSP-Plattform basieren, die eine 800-Volt-Architektur in günstigere Modelle des VW-Konzerns bringen soll. Bislang bleibt diese Technik vor allem den teureren Audi- und Porsche-Modellen auf der PPE-Plattform vorbehalten – und vielleicht künftig auch im ID. Tiguan R.
Mit dem Marktstart des rein elektrischen Cupra Leon wird allerdings frühestens 2029 gerechnet. Die ursprünglich für 2026 angekündigte SSP-Plattform wurde Berichten zufolge erneut verschoben und läge damit mindestens drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Sobald der elektrische Leon auf den Markt kommt, könnte er den Cupra Born ersetzen. Das wäre ein nachvollziehbarer Schritt: Schliesslich möchte der VW-Konzern sein Modellangebot straffen.