Vor ziemlich genau drei Jahren hat sich Oppo aus der Schweiz verabschiedet. Damals hatte sich der Vertriebspartner, Yang Technologies AG, aus dem Schweizer Markt zurückgezogen. Die Gründe sind bis heute unklar. Damals betonte Oppo, dass man weiterhin am Schweizer Markt festhalten möchte.
Doch lange sah es so aus, als würde Oppo dieses Versprechen nicht einhalten. Während die Marke seine Präsenz in vielen europäischen Ländern ausbaute, blieb die Schweiz aussen vor. So mussten Schweizer Oppo-Fans auf Importe aus Schweizer Online-Shops ausweichen.
Online-Shop ab sofort in der Schweiz verfügbar
Das soll sich nun ändern. Wie Oppo in einer Pressemitteilung bekannt gibt, kehrt die Marke nun offiziell in die Schweiz zurück. Erst einmal nur mit einem eigenen Online-Shop, bei dem unter anderem auch die neue Flaggschiffserie, das Oppo Find X10 vorbestellt werden kann. Damit wird die Schweiz am 21. Oktober beim Globalen Launch offiziell dabei sein.
Tatsächlich werden die Smartphones auf der Schweizer Seite inzwischen wieder gelistet und die Preise auch mit Schweizer Franken angezeigt. Allerdings ist die Website noch komplett auf Englisch. Oben erscheint zwar ein Hinweis, ob man nicht zur offiziellen Schweizer Seite (Deutsch oder Französisch) wechseln möchte, wenn man allerdings darauf klickt, passiert nichts.

Um die Schweizer Kundschaft zu locken, bietet Oppo ausserdem eine Aktion an. Wer ein Smartphone aus der Find-X10-Reihe vorbestellt und 49 Franken Anzahlung leistet, kriegt auf ausgewählte Modelle mit 512 GB Speicher 150 Franken Rabatt. Ausserdem legt Oppo noch ein Telephoto-Kit oder wahlweise die Kopfhörer Enco 2 oben drauf.
Weiterer Ausbau soll folgen
Langfristig scheint man aber für die Schweiz weitaus ambitioniertere Pläne als nur einen Online-Shop zu haben. So sagt Jeremy Geng, General-Manager von Oppo Schweiz in der Pressemitteilung:
«Europa ist ein wichtiger Markt für OPPO und ein zentraler Bestandteil unserer langfristigen internationalen Strategie. Auch in der Schweiz haben wir langfristige Pläne und bauen unser Geschäft hier Schritt für Schritt auf. Künftig werden wir unser Produktangebot erweitern und für Schweizer Kund:innen verfügbar machen.»
Wie ernst es Oppo damit meint, muss sich allerdings erst noch zeigen. Bereits 2023 hatte Oppo mehrfach betont, man wolle am Schweizer Markt festhalten, nur, um sich dann komplett zurückzuziehen.
Keine Foldables für die Schweiz
Verzichten müssen Schweizer Fans allerdings auf die faltbaren Handys von Oppo. Und das, obwohl Oppo bei seinem ersten Anlauf auch seine Falt-Smartphones aktiv in der Schweiz vertrieben hatte. 2023 etwa, hatte Oppo noch kurz vor dem Rückzug das Find N2 Flip für die Schweiz vorgestellt. Wir hatten das Gerät damals noch im März in einem Review ausführlich getestet.

Inzwischen hat Oppo seine Falt-Smartphone-Strategie allerdings massgeblich geändert. 2024 gab es sogar Gerüchte, dass der Hersteller sich komplett aus dem Markt für faltbare Smartphones zurückziehen könnte. Diese hatte Oppo aber dementiert.
Seither hat Oppo regelmässig weitere Falt-Smartphones veröffentlicht. Die letzten Modelle sind allerdings nur noch für den asiatischen Markt erschienen. So auch das jüngste Falt-Handy, das Find N6, das Oppo im Frühling vorgestellt hat. Damit hat sich Oppo zumindest aus europäischer Sicht aus dem Smartphone-Markt verabschiedet.
Start hat Vorteile für Schweizer Kunden
Trotzdem hat es für Konsumenten grosse Vorteile, wenn Oppo wieder offiziell in der Schweiz vertreten ist. Zum einen können wir davon ausgehen, dass sich der Service bei allfälligen Reparaturen verbessert. Viel wichtiger ist aber, dass Oppo-Geräte so wieder den sogenannten Provider Approval für die Schweiz erhalten.
Bei diesem passen Smartphone-Hersteller die Software an die jeweiligen Netzwerke der Mobilfunkanbieter an. Das sorgt dafür, dass ein Smartphone perfekt auf ein Netzwerk abgestimmt ist und in diesem einwandfrei läuft.
Zwar funktionieren Handys ohne Provider Approval ebenfalls in Netzwerken mit passender Konnektivität, allerdings kann das unschöne Nebeneffekte haben. Ich selbst hatte einmal ein Nokia-Handy, dass sich strickt geweigert hatte, sich ins 5G-Netz einzuwählen, obwohl es dieses in der Theorie unterstützt hätte.