Xpeng hat auf dem Pariser Autosalon angekündigt, den neuen Elektro-SUV L05 mit seiner kombiartigen Silhouette auch nach Europa zu bringen. Ein genauer Termin für den Europastart blieb bislang allerdings offen. Nun berichten chinesische Medien, dass die ersten Fahrzeuge für internationale Märkte bereits verschifft wurden – noch vor dem offiziellen Marktstart in China am 29. Oktober. Ob darunter auch Fahrzeuge für Europa sind, ist bislang nicht bekannt.
Die ersten vermeintlichen Verschiffungen zeigen, dass Xpeng den L05 möglichst rasch international anbieten möchte. Das ist nachvollziehbar: Schon der kleinere L03 stösst in Europa auf grosses Interesse und punktet mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Elektroantrieb und Range Extender zur Wahl
In China bietet Xpeng den L05 sowohl rein elektrisch als auch mit Range Extender an. Bei Letzterem dient ein Benzinmotor als Generator, der Strom für den Elektroantrieb erzeugt. Diese Variante legte kürzlich bei einer Testfahrt knapp 1200 Kilometer ohne Lade- oder Tankstopp zurück. Alle Antriebsvarianten verfügen über einen 183 kW (249 PS) starken Elektromotor an der Hinterachse.
Die vollelektrischen Varianten werden in China wahlweise mit einer 58,2- oder 71,1-kWh-Batterie angeboten. Xpeng nennt eine maximale Reichweite von bis zu 635 Kilometern nach chinesischer CLTC-Norm. Eine WLTP-Angabe liegt bislang nicht vor. Die Variante mit Range Extender kombiniert eine 37,2-kWh-Batterie mit einem 1,5-Liter-Benziner. Damit sind laut Xpeng bis zu 310 Kilometer rein elektrisch und insgesamt bis zu 1310 Kilometer möglich – jeweils nach CLTC-Norm.
Welche Antriebsvarianten des fünfsitzigen L05 in Europa angeboten werden, hat Xpeng bislang nicht bekannt gegeben. Da der kleinere L03 hier bereits mit Range Extender erhältlich ist, wäre eine entsprechende Variante auch beim L05 naheliegend. Bestätigt ist sie allerdings noch nicht.
Xpeng L05 wurde weltweit getestet
Xpeng hat den neuen L05 nach eigenen Angaben mit 660 Testfahrzeugen in 25 Ländern und Regionen auf Herz und Nieren geprüft. Dazu gehörten unter anderem Geräuschmessungen in Deutschland sowie Fahrten unter extremen Temperaturbedingungen: bei bis zu 50 Grad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und bei minus 25 Grad in Norwegen.