Geely baut seine Präsenz in Europa aus – erfreulicherweise auch in der Schweiz. Hierzulande startet der chinesische Konzern, zu dem unter anderem Volvo, Polestar, Lotus und Zeekr gehören, mit den beiden vollelektrischen Modellen E2 und E5 sowie dem Plug-in-Hybrid Starray EM-i. Der kürzlich vorgestellte Monjaro EM-i soll zudem voraussichtlich Anfang 2027 zu einem Preis von unter 50’000 Franken folgen.
Doch Geely hat noch mehr für Europa vor. Erstmals will man 2027 ein Modell vorstellen, das von Beginn an speziell für Europa entwickelt wurde. Der Produktverantwortliche Dennis Weinel hat gegenüber Autocar mitgeteilt, dass das Design dafür am Standort in Mailand (Italien) entsteht. Anschliessend soll das Modell dann auch auf weiteren Märkten angeboten werden.
Um welche Fahrzeugklasse es sich handelt und welcher Antrieb zum Einsatz kommen soll, ist bislang offen. Geely bietet in Europa sowohl Plug-in-Hybride (PHEV) als auch vollelektrische Modelle (BEV) an. Angesichts der hohen Nachfrage nach SUVs wäre es zumindest wenig überraschend, wenn auch das neue Modell in diesem Segment angesiedelt wäre.
Geely will bei der Software europäischen Ansprüchen gerecht werden
Kürzlich bestätigte Geely bereits, künftig Google-Dienste, darunter Google Maps und den Google Play Store, in seine europäischen Modelle zu integrieren. Doch dabei soll es nicht bleiben: Laut Weinel erhält die zweite Generation des Android-basierten Infotainmentsystems Flyme eine verbesserte Multitasking-Unterstützung, geteilte Bildschirmansichten und flexiblere Widgets.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes nerviges Thema sind die Warntöne der Assistenzsysteme. Bestimmte Warnfunktionen sind in der EU vorgeschrieben, bei ihrer Umsetzung haben die Hersteller jedoch einen gewissen Spielraum. Geely will deshalb Lautstärke, Klang und Auslöselogik überarbeiten, ohne die gesetzlichen Vorgaben zu verletzen.