Damit Tesla sein Fahrassistenzsystem «FSD Supervised» breiter in Europa anbieten kann, wurden zahlreiche Anpassungen gefordert – darunter die Umbenennung in «Tesla Assisted Driving». Tesla hat diese Änderungen inzwischen schrittweise umgesetzt. Die niederländische Zulassungsbehörde RDW hat die überarbeitete Version nun bereits genehmigt.
Eine zentrale Änderung betrifft den Namen: «FSD» steht für «Full Self-Driving» und könnte den Eindruck erwecken, das Fahrzeug fahre vollständig autonom. Tatsächlich bleibt die Person am Steuer jedoch jederzeit für das Fahrzeug verantwortlich und muss das Assistenzsystem durchgehend überwachen. Bei Modellen mit Hardware 4.0 oder neuer führt Tesla deshalb nun die Bezeichnung «Tesla Assisted Driving» ein.
Maximal zehn statt 50 Prozent Geschwindigkeitsmarge
Eine weitere Änderung betrifft die sogenannte Geschwindigkeitsmarge. Sie legt fest, wie weit die vom System gewählte Geschwindigkeit von der geltenden Höchstgeschwindigkeit abweichen kann. Bisher liess sich diese Geschwindigkeitsmarge auf bis zu 50 Prozent einstellen, künftig sind es maximal zehn Prozent.
Bei jedem Fahrzeugstart wird die Geschwindigkeitsmarge automatisch auf null Prozent zurückgesetzt. Weitere geschwindigkeitsbezogene Funktionen sind dann ebenfalls standardmässig ausgeschaltet.
Keine neue Freigabe für die gesamte EU
Die bestehende Typgenehmigung bleibt unter denselben Bedingungen gültig. Die RDW hat jene neun weiteren EU-Länder informiert, die diese bereits übernommen haben. Zu den Ländern gehören bisher Belgien, Dänkemark, Estland, Kroatien, Lettland. Litauen, Slowenien, Tschechien, die Slowakei und die Niederlanden.
Das Tesla-Verfahren für eine EU-weite Genehmigung läuft weiterhin. Eine Freigabe oder einen Einführungstermin für die Schweiz nennt die Mitteilung nicht. Bisherigen Informationen zufolge hat Tesla beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) bislang keinen entsprechenden Antrag eingereicht.
Im kommenden Jahr dürften weitere Autobauer erweiterte Fahrassistenzfunktionen nach SAE Level 2 einführen, darunter BMW und Mercedes. Auch chinesische Hersteller wie Xpeng haben entsprechende Pläne angekündigt. Konkrete Angaben zur Verfügbarkeit in der Schweiz stehen allerdings auch hier noch aus.