Der BMW i3 überzeugt auch auf der Langstrecke und mit flotter Fahrweise.
Der BMW i3 überzeugt auch auf der Langstrecke und mit flotter Fahrweise. | Bild: BMW
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BMW i3: Was bleibt von 912 Kilometern Reichweite im Alltag übrig?

Der BMW i3 bietet bis zu 912 km nach WLTP. Erste Tests zeigen, wie stark der Verbrauch je nach Fahrweise schwankt und was das für die Reichweite bedeutet.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Nach dem Elektro-SUV iX3 ist die Elektro-Limousine BMW i3 das zweite Modell auf Basis der «Neuen Klasse». Beide BMW-Modelle punkten mit hohen WLTP-Reichweiten: Der iX3 schafft über 800 Kilometer, der i3 sogar mehr als 900 Kilometer. Besonders die Limousine setzt damit eine starke Marke. Zusammen mit der Schnellladeleistung von bis zu 400 kW macht sie das auch für jene interessant, die regelmässig lange Strecken zurücklegen.

Doch wie viel bleibt von den bis zu 912 Kilometern WLTP-Reichweite im Alltag übrig? Inzwischen liefern immer mehr Reichweitentests erste Antworten. Die Normreichweite wird dabei wenig überraschend kaum erreicht. Zwar schaffte BMW selbst bei einem Reichweitentest sogar 1213 Kilometer mit einer Batterieladung, auf den Alltag lässt sich dieses Ergebnis allerdings nicht wirklich übertragen.

Je nach Test: Zwischen 17,5 und 34 kWh auf 100 Kilometer

Für die beeindruckende Reichweite sorgt in erster Linie die grosse 108-kWh-Batterie, aber auch ein insgesamt effizienter Antrieb. Umso interessanter ist aber, wie effizient sich die Elektro-Limousine bewegen lässt. Die bisherigen Tests liefern unterschiedliche Ergebnisse: Der ADAC ermittelte bei nach eigenen Angaben «zackiger Fahrweise» einen Verbrauch von 17,5 kWh pro 100 Kilometer. Das ist ein ziemlich guter Wert und reicht für eine Reichweite von bis zu 620 Kilometer.

Die Kollegen von Focus kamen auf 18,4 kWh pro 100 Kilometer. Deutlich höher lag der Verbrauch bei Vision Mobility: Bei sehr flotter Fahrweise waren es rund 34 kWh pro 100 Kilometer. Das ist viel, würde rechnerisch aber noch immer für etwas mehr als 300 Kilometer reichen. Direkt vergleichbar sind die Werte allerdings nicht, da sich Fahrweise und Teststrecken sowieso immer unterscheiden.

Gemeinsam haben die Tests, dass sie bei milden Temperaturen und damit günstigen Bedingungen stattfanden. Im Winter dürfte der Verbrauch höher und die Reichweite entsprechend geringer ausfallen. Feststoffbatterien gelten zwar als Hoffnungsträger für eine höhere Energiedichte und eine bessere Beständigkeit gegen kalte Temperaturen. Erste Modelle mit diesen Batterien werden aber wohl erst in den nächsten 4-5 Jahren erwartet.

Dennoch zeigt sich: Der BMW i3 bietet selbst bei zügiger Fahrweise eine beachtliche Reichweite. Wer vorausschauend und zurückhaltend fährt, kommt entsprechend weiter. Zusammen mit der Schnellladeleistung von bis zu 400 kW bringt die Elektro-Limousine damit sehr gute Voraussetzungen für lange Strecken mit.

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