Zum 30. Geburtstag von «Tomb Raider» gibt es nicht nur allerhand Merchandise, sondern auch einen Teaser-Trailer zu «Tomb Raider: Legacy of Atlantis». Ich habe ihn mir mehrmals angeschaut und dabei sind mir fünf Details aufgefallen, die ich euch nicht vorenthalten will.
1: Finger weg von der Hand
Kurz blitzt im Trailer eine Szene auf, in der Lara zu Gold erstarrt. Ich musste grinsen. Wer das Original gespielt hat, weiss sofort Bescheid. Im Griechenland-Abschnitt lag die abgebrochene Hand der Midas-Statue herum, und wer draufgeklettert ist, erlebte ein Game-Over der besonderen Art.

Denn kaum stand Lara drauf, wurde sie zu Gold. Passend zur Legende von König Midas, bei dem sich alles in Gold verwandelte, was er anfasste. Der Moment war komplett optional, ist unter Fans aber längst Kult. Schön, dass er es auch ins zweite Remake geschafft hat.
2: Menschliches Kanonenfutter
Das ist für mich die spannendste Beobachtung im neuen Trailer. Ab «Tomb Raider II» hat Lara über die Jahre reihenweise Söldner, Soldaten und Gangster umgenietet. Im ersten Teil war das noch ganz anders. Da hatte ich es vor allem mit Tieren zu tun. Wölfe, Löwen, Bären, Dinosaurier und natürlich die albtraumhaften atlantischen Monster. Menschliche Gegner gab es im Original nur fünf – Natlas Handlanger.

Im Trailer kämpft Lara aber gleich in mehreren Szenen gegen bewaffnete Söldner, einen davon boxt sie sogar im Nahkampf um. Ich gehe also schwer davon aus, dass die Doppelpistolen im Remake deutlich öfter glühen werden. Ob das dem Spiel guttut, das damals vor allem von Einsamkeit und Erkundung gelebt hat? Da bin ich noch hin- und hergerissen.
3: Pierre, du alter Gauner
Dass viele Figuren aus dem Original zurückkehren, war schon bekannt, etwa Natla und Larson. Auch Pierre DuPont ist wieder dabei, jener dubiose französische Söldner, der mir im Griechenland-Abschnitt das Leben zur Hölle gemacht hat.
Charmant, aber nervtötend hartnäckig. Im Trailer ist er nur in einem «Blink and you'll miss it»-Moment zu sehen, also aufpassen. Wer ihn verkörpert, ist übrigens noch nicht bekannt.

4: Röchel, röchel: Die Horror-Mumien sind zurück
In den Ägypten-Levels bin ich damals zum ersten Mal diesen asthmatisch röchelnden Untoten begegnet. Und die waren für Mumien erschreckend flink. Gute Nachricht für alle, die sich gern erschrecken: Sie tauchen auch im Trailer auf. Ich freue mich, die keuchenden Springteufel mit der Pumpgun ein zweites Mal in den Tod zu schicken. Glaube ich.

5: Der Klingen-Marathon. Bitte nicht.
Und jetzt zum Teil, bei dem ich kurz schlucken musste. Was habe ich beim Obelisken von Khamoon geflucht! Im Original, und dann gleich nochmal im ersten Remake «Tomb Raider: Anniversary». Unzählige Tode bin ich bei diesem Gehüpfe und Gerenne gestorben.

Ich bin sicher, dieser Ägypten-Level hat damals einer ganzen Generation von Spielerinnen und Spielern einen neuen Wortschatz an Fluchwörtern beschert. Rotierende Klingen, herumfahrende Klingen, Sprungpassagen mitten durch: für mich bis heute einer der nervigsten Momente des ganzen Spiels.
Und, na klar: Im Trailer sprintet Lara durch eine ganze Reihe rotierender Klingen. Meine Hände sind schon beim Gedanken daran schwitzig.
Hier noch einmal der ganze Trailer zum Nachschauen:
Am 12. Februar 2027 ist es so weit, dann darf ich wieder mit Lara Croft dem Scion von Atlantis hinterherjagen. «Tomb Raider: Legacy of Atlantis» erscheint für PlayStation 5 (PS5), Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC (Steam).