Volkswagen arbeitet in China schon seit mehreren Jahren mit Xpeng zusammen. Bislang konzentrierte sich die Kooperation auf Modelle für den chinesischen Markt. Das könnte sich nun aber ändern: Laut einem Bericht des Manager Magazins prüft der deutsche Autobauer, die gemeinsam entwickelte Elektronikarchitektur auch in Modellen für Europa einzusetzen.
Die gemeinsam entwickelte Architektur CEA könnte dem Bericht zufolge nicht nur in Elektroautos von Volkswagen, sondern auch in Modellen der Konzernmarken Skoda und Cupra zum Einsatz kommen. Rund drei Viertel der nächsten Modellgeneration sollen davon profitieren. Dabei will Volkswagen offenbar zwischen Volumenmodellen wie dem kommenden ID. Golf, Skoda Octavia oder dem Cupra Leon und Premiummodellen unterscheiden. Letztere sollen auf die Technologie setzen, die VW gemeinsam mit Rivian entwickelt.
Bei der Technologie geht es unter anderem um Steuergeräte und Rechner. Sie bildet die Grundlage für Funktionen wie das Infotainment, Fahrassistenzsysteme und Software-Updates. Der Vorteil der chinesischen Lösung liegt vor allem bei den Kosten: Die Entwicklung soll nicht nur schneller, sondern auch deutlich günstiger ablaufen. Bei grösseren Modellen könnte Volkswagen damit angeblich bis zu 8000 Euro pro Fahrzeug einsparen.
Eine Entscheidung ist aber offenbar noch nicht gefallen: Volkswagen wollte den Bericht gegenüber Reuters nicht kommentieren und angeblich gab es bisher intern auch noch kein grünes Licht dafür.
China-Technik statt Rivian für Europa?
Sollte VW die Technik tatsächlich in Europa einsetzen, wäre das ein überraschender Schritt: Bisher verfolgt der Konzern für China und die westlichen Märkte getrennte Ansätze. In China setzt Volkswagen auf die Zusammenarbeit mit Xpeng, während für den Westen eine separate Architektur mit dem US-Hersteller Rivian entwickelt wird. Diese soll 2027 im Serienmodell des ID. Every1 ihre Premiere feiern. Der elektrische Kleinwagen dürfte unter dem Namen ID. Up auf den Markt kommen.