Mehr als 100'000 Bestellungen konnte der Volkswagen-Konzern bereits für seine «Electric Urban Car Family» verzeichnen. Sie besteht aus dem VW ID. Polo, dem VW ID. Cross (kommt erst später), dem Skoda Epiq und dem Cupra Raval. Bereits zuvor wurde bekannt, dass insbesondere der Skoda Epiq mit 35'000 und der VW ID. Polo mit 30'000 Bestellungen die Nachfrage antreiben.
Sowohl beim Skoda Epiq als auch beim VW ID. Polo sorgt die hohe Nachfrage für lange Wartezeiten. Wer den ID. Polo in den besser ausgestatteten Varianten «Life» oder «Style» bestellt, muss inzwischen mindestens zehn Monate auf das Fahrzeug warten. Noch länger dauert es beim günstigsten Modell «Trend» ab 24'900 Franken: Laut Händlern beträgt die Lieferzeit mittlerweile bis zu zwei Jahre.
Die hohe Nachfrage führt jedoch nicht nur bei Volkswagen zu langen Wartezeiten, sondern auch bei Skoda. Je nach gewählter Ausstattung müssen sich Käuferinnen und Käufer des kompakten Elektro-SUVs ebenfalls mehrere Monate gedulden. Selbst bei den teureren Varianten mit der grossen 55-kWh-Batterie sollen die Lieferzeiten inzwischen mehr als sieben Monate betragen.
Keine Angaben zu den Lieferzeiten
Bei vielen Automarken wird die voraussichtliche Lieferzeit direkt im Konfigurator angegeben. Nicht so bei den Marken des Volkswagen-Konzerns: Entsprechende Hinweise fehlen vollständig. Vermutlich geschieht dies bewusst, da Wartezeiten von mehreren Monaten potenzielle Käuferinnen und Käufer abschrecken könnten. Spätestens beim Gespräch mit dem Händler kommt die Verzögerung allerdings ohnehin zur Sprache.
Grundsätzlich ist es für Volkswagen erfreulich, dass die «Electric Urban Car Family» so gut gestartet ist. Gleichzeitig könnten die langen Lieferzeiten zu einem ernsthaften Problem werden. Wer ein neues Fahrzeug kaufen möchte, hat nicht unbedingt die Zeit oder Geduld, ein Jahr oder länger darauf zu warten. Im schlimmsten Fall profitieren davon Konkurrenzmodelle, die deutlich schneller verfügbar sind.