Retro-Designs stehen bei den französischen Autobauern derzeit hoch im Kurs. Renault lässt etwa mit dem Renault 5 und dem Twingo bekannte Modelle neu aufleben, während Citroën die legendäre «Ente» zurückbringt. Nun zieht auch Peugeot nach und präsentiert anlässlich des Pariser Autosalons ein Konzeptfahrzeug, das einen Ausblick auf einen neuen RCZ gibt.

Mit dem RCZ Vision greift Peugeot ein Modell auf, dessen Geschichte 2007 mit einem ersten Konzeptfahrzeug begann. Die Serienversion des RCZ folgte zwei Jahre später und feierte 2009 auf der damaligen IAA in Frankfurt ihre Premiere. 17 Jahre später präsentiert Peugeot nun auf dem Pariser Autosalon eine moderne Neuinterpretation des Sportcoupés mit vollelektrischem Antrieb.
Dabei geizt Peugeot nicht mit Superlativen. Der RCZ Vision basiert auf der neuen STLA-One-Plattform mit moderner 1000-Volt-Architektur. Bei einem Verbrauch von lediglich 11,5 kWh pro 100 Kilometer verspricht der Hersteller eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern. Gleichzeitig soll das Elektro-Coupé mit einer Leistung von 368 kW (500 PS) auch seinem sportlichen Anspruch gerecht werden.

Das Cockpit ist für meinen Geschmack etwas zu futuristisch gestaltet, dürfte bei einer möglichen Serienversion jedoch deutlich zurückhaltender ausfallen. Zu sehen ist auch das neue Hypersquare-Lenkrad, das in ähnlicher Form beim kommenden E-208 zum Einsatz kommen könnte – zumindest als optionale Ausstattung. Ergänzt wird es durch eine futuristische Interpretation des Peugeot i-Cockpits mit transparenten Micro-LED-Displays.
Mit der neuen STLA-One-Plattform und ihrer 1000-Volt-Architektur lässt Peugeot beziehungsweise der Stellantis-Konzern jedenfalls aufhorchen. Gerade europäische Hersteller waren ihren chinesischen Konkurrenten bei der Elektroarchitektur bislang häufig unterlegen. Stellantis scheint nun jedoch einen grossen Technologiesprung vorzubereiten und könnte mit einem 1000-Volt-System sogar zahlreiche aktuelle 800-Volt-Modelle übertreffen.