Google Pixel Watch 5, im Freien hinter grünem Hintergrund
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Test Google Smartwatch

Google Pixel Watch 5 im Test: Die kleinen Verbesserungen machen den Unterschied

Die Google Pixel Watch 5 überzeugt im Test mit flotter Bedienung, bis zu zwei Tagen Akkulaufzeit und starken Gesundheitsfunktionen. Doch lohnt sich das Upgrade?

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Inhaltsverzeichnis

Als Google Anfang August 2026 die neue Pixel Watch 5 offiziell vorgestellt hat, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Warum? Nun, auf den ersten Blick erschienen mir die Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell ziemlich überschaubar. Besonders überrascht war ich darüber, dass sich Google gegen den neuen Snapdragon Wear Elite entschieden hat und stattdessen auf eine optimierte Version des Chipsatzes aus der Pixel Watch 4 setzt.

Doch wer weiss: Vielleicht sind es gerade die kleinen Verbesserungen, welche die Pixel Watch 5 im Alltag dann doch deutlicher vom Vorgängermodell abheben. Genau dieser Frage bin ich in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen. Seit knapp vier Wochen begleitet mich die Pixel Watch 5 nun im Alltag – höchste Zeit also, ein Fazit zu ziehen.

Design und Haptik

Eigentlich könnte ich an dieser Stelle mehr oder weniger per Copy-and-paste aus meinen Testberichten zur Pixel Watch 2, 3 und 4 zitieren. Denn zumindest an der grundlegenden Optik hat sich erneut nichts geändert. Auch in der mittlerweile fünften Generation hält Google am bekannten minimalistischen Design mit leicht gewölbtem Glas fest. Das klingt langweilig? Ja, ein wenig ist es das auch. Andererseits hat Google damit ein unverkennbares Design geschaffen, das selbst nach fünf Generationen noch immer richtig schick und modern aussieht.

Die Pixel Watch 5 wird in zwei Gehäusegrössen mit 41 und 45 Millimetern sowie wahlweise mit oder ohne LTE-Unterstützung angeboten. Selbst das von uns getestete grössere Modell wiegt ohne Armband lediglich 36,7 Gramm und weist eine Bauhöhe von 12,3 Millimetern auf. Damit trägt sich die Smartwatch angenehm leicht und stört auch bei längerer Nutzung oder während des Schlafens kaum.

Zum hohen Tragekomfort trägt auch das neue Sportarmband aus Kautschuk bei, das sich nochmals deutlich angenehmer auf der Haut anfühlt als das bisherige Silikonarmband. Dank des Schnellwechselmechanismus lässt es sich problemlos austauschen. Wer sich bereits eine kleine Sammlung an Armbändern für frühere Generationen der Pixel Watch zugelegt hat, darf sich freuen: Diese sind auch mit der Pixel Watch 5 weiterhin kompatibel.

Bereits die Pixel Watch 4 überzeugte mit ihrer hohen Reparierbarkeit. Daran ändert sich bei der Pixel Watch 5 nichts. Da Google weitgehend auf Klebstoff verzichtet und stattdessen herkömmliche Schrauben verwendet, lassen sich einzelne Komponenten vergleichsweise einfach austauschen. Das bestätigen auch die Spezialisten von iFixit, die der Google-Smartwatch in dieser Hinsicht eine Bestnote erteilen. Kaum eine andere Smartwatch lässt sich so unkompliziert reparieren wie die Pixel Watch 5.

Google Pixel Watch 5, Seitenansicht auf physische Tasten
Die Google Pixel Watch 5 verfügt über eine klick- und drehbare Krone sowie eine weitere physische Taste | Bild: vybe

Die Google Pixel Watch 5 ist nach Schutzklasse IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und bietet zusätzlich eine Wasserbeständigkeit von 5 ATM. Damit kann sie bedenkenlos beim Duschen oder Schwimmen getragen werden. Wassersportarten, bei denen die Uhr einem hohen Wasserdruck ausgesetzt ist, sollten hingegen vermieden werden. Praktisch: Sobald die Pixel Watch 5 mit Wasser in Berührung kommt, aktiviert sie automatisch die Wassersperre und deaktiviert die Bedienung über den Touchscreen.

Auch wenn die Pixel Watch 5 mit ihrem Aluminiumgehäuse und der gewölbten Glaskuppel haptisch viel hermacht, würden wir uns für künftige Generationen widerstandsfähigeres Saphirglas anstelle des verbauten 3D Corning Gorilla Glass 5 wünschen. An den Bedienelementen hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nichts geändert. Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich eine dreh- und drückbare Krone sowie eine zusätzliche Funktionstaste. Auf der linken Seite sind die Ladekontakte und der Lautsprecher integriert.

Pixel Watch 5 mit aktiviertem Always-On-Display
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Display und Ausstattung

Beim Display gibt es gegenüber dem Vorgängermodell keine Änderungen. In der Variante mit 45-mm-Gehäuse verbaut Google erneut ein 1,4 Zoll grosses AMOLED-Display mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits. Damit bleibt der Bildschirminhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar. Dabei arbeitet die automatische Helligkeitsregelung schnell und gut. Die adaptive Bildwiederholrate zwischen 1 und 60 Hz sorgt gleichzeitig dafür, dass der Akku bei statischen Inhalten geschont wird.

Ich muss zugeben, dass ich etwas überrascht und zugleich enttäuscht darüber war, dass Google auf den neuen Snapdragon Wear Elite verzichtet. Schliesslich kommt der leistungsfähigere Chipsatz bereits in der Galaxy Watch 9 und der Galaxy Watch Ultra 2 von Samsung zum Einsatz. Stattdessen verbaut Google in der Pixel Watch 5 «nur» den Snapdragon W5 Gen 2 Accelerated. Dieser verfügt über einen zusätzlichen und besonders stromsparenden Cortex-M55-Co-Prozessor, der einfache Hintergrundaufgaben übernimmt und dadurch den Akku entlastet.

Google verspricht gegenüber der Pixel Watch 4 eine um 12 Prozent höhere Rechenleistung. Dieser Leistungszuwachs ist im Alltag durchaus spürbar, wobei auch der von 2 auf 3 GB vergrösserte Arbeitsspeicher seinen Teil dazu beitragen dürfte. Insgesamt reagiert die Pixel Watch 5 einen Tick schneller, was sich insbesondere beim Öffnen von Apps bemerkbar macht. Ebenfalls erfreulich: Den internen Speicher hat Google von 32 auf 64 GB verdoppelt.

Bereits bei der Pixel Watch 4 versprach Google eine höhere Genauigkeit bei der GPS-Ortung. Bei der fünften Generation will das Unternehmen nochmals nachgebessert haben. Unterstützt werden zahlreiche Satellitensysteme, darunter GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou und QZSS. Zudem ist erneut Zweifrequenz-GPS (Dual-Band-GPS) mit an Bord, das unter anderem im Wald oder in einer Stadt mit hohen Gebäuden für eine akkuratere Positionsbestimmung sorgen soll.

Bei der Konnektivität bietet die Pixel Watch 5 Bluetooth 6.0, WLAN, NFC und UWB. Ausserdem lassen sich Notrufe über Satellit absetzen.

Das App-Menü auf der Google Pixel Watch 5
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Bedienung und Software

Beim Bedienkonzept bleibt sich Google treu. Ein Druck auf die drehbare Krone öffnet das App-Menü, ein Doppelklick startet Google Wallet. Letztere Verknüpfung lässt sich leider nicht ändern. Hält man die Krone gedrückt, erscheinen die Optionen zum Ausschalten, Neustarten und Absetzen eines Notrufs. Die Taste oberhalb der Krone zeigt bei kurzem Druck die zuletzt geöffneten Apps an. Hält man sie länger gedrückt, startet Gemini. Auf Wunsch lässt sich der KI-Assistent auch aktivieren, indem man das Handgelenk zum Mund hebt und zur Uhr spricht.

Ein Wisch über das Touchscreen von oben nach unten öffnet die Schnelleinstellungen, ein Wisch von unten nach oben zeigt die Benachrichtigungen an. Durch horizontales Wischen lässt sich zwischen den verschiedenen Kacheln wechseln, die individuell angeordnet werden können.

Die Google Pixel Watch unterstützt auch Gestensteuerung | Screenshot: vybe

Gestensteuerung funktioniert einwandfrei

Viel spannender finde ich die Gesten, die Google mit der Pixel Watch 4 eingeführt hat und die ich inzwischen im Alltag gerne nutze. Durch eine Drehung des Handgelenks lassen sich Anrufe stummschalten oder Benachrichtigungen schliessen. Wer Daumen und Zeigefinger zusammentippt, kann unter anderem Anrufe annehmen, Trainings pausieren oder durch Benachrichtigungen scrollen. Das funktioniert inzwischen so gut, dass ich die Gesten nicht mehr in meinem Alltag missen möchte.

Gut zu wissen: Die Gestensteuerung funktioniert nur bei aktiviertem Display. Dafür muss die Einstellung «Neigen beendet Ruhemodus» eingeschaltet sein, damit die Uhr beim Anheben des Handgelenks aufwacht.

Ausgeliefert wird die Pixel Watch 5 mit Wear OS 7, das auf Android 17 basiert | Bild: vybe

Wear OS 7

Ab Werk wird die Pixel Watch 5 direkt mit Wear OS 7 ausgeliefert. Das System basiert somit auf dem aktuellen Android 17. Während Google für seine Pixel-Smartphones sieben Jahre lang Updates verspricht, sind es bei den Pixel Watches weiterhin nur drei Jahre. Gerade bei einer Smartwatch dieser Preisklasse dürfte die Update-Garantie gerne etwas länger ausfallen, zumal Samsung bei den aktuellen Galaxy Watch-Modellen inzwischen fünf Jahre garantiert.

Mit Wear OS 6 führte Google die Designsprache «Material 3 Expressive» ein. Wear OS 7 führt sie fort und verfeinert einzelne Elemente. Dazu gehören neue Zifferblätter, die sich dank einer grösseren Auswahl an Komplikationen individueller gestalten lassen. Google integriert den KI-Assistenten Gemini noch tiefer ins System und sorgt damit, dass auch komplexere Fragen anstantslos beantwortet werden.

Im Alltag läuft das System weitgehend flüssig. Der etwas schnellere Prozessor und der zusätzliche Arbeitsspeicher dürften dazu einen entscheidenden Teil beitragen.

Die Fokus-Messwerte geben einen schnellen Überblick über die Fitness und Gesundheit | Bild: vybe

Gesundheits- und Fitnessfunktionen

Bei den Sensoren bleibt die Pixel Watch 5 auf dem Niveau ihrer Vorgängerin. Sie misst die Herzfrequenz, den Sauerstoffgehalt im Blut (SpO₂), die Herzfrequenzvariabilität (HRV), die Hauttemperatur und die Hautleitfähigkeit. Ausserdem lässt sich ein Einkanal-EKG aufzeichnen. Nachdem Google mit der Pixel Watch 4 die Pulsverlust-Erkennung eingeführt hat, kommt nun eine Notruffunktion bei Atemnot hinzu.

Wer Google Health Premium abonniert hat, erhält vom Health Coach tägliche Tipps | Screenshot: vybe

Die Health-App

Mit der Fitbit Air hat Google die neue Health-App eingeführt. Alle Daten, die mit der Pixel Watch 5 aufgezeichnet werden, landen in der neuen, komplett überarbeiteten App. Sie ist in vier Hauptkategorien unterteilt: Auf der ersten Seite „Heute” werden alle aktuellen Daten bereitgestellt. In den Kategorien „Fitness”, „Schlaf” und „Gesundheit” sind alle weiteren spezifischen Metriken zu finden.

Die Health-App erklärt die erfassten Gesundheitsdaten leicht verständlich. Mit ihren zahlreichen Untermenüs wirkt sie allerdings stellenweise überladen. Eine klarere Navigation würde die Übersicht zweifelslos verbessern. Mit einem Fitbit-Premium-Abo steht zusätzlich der KI-gestützte Health Coach zur Verfügung. Beim Kauf der Pixel Watch 5 ist das Abo für drei Monate kostenlos enthalten. Der KI-Assistent liefert täglich Infos, die auf den eingespeisten Fitness- und Gesundheitsdaten basieren. Zwingend nötig ist das Abo allerdings nicht: Die erfassten Vitaldaten sind auch ohne Fitbit Premium zugänglich.

Schlaftracking auf Google Pixel Watch 5
Das Schlaftracking funktioniert gut auf der Pixel Watch 5 | Bild: vybe

Schlaftracking

Wer die Uhr auch nachts trägt, erhält neben Angaben zu den Schlafphasen einen Schlafindex. Er bewertet die Schlafqualität auf einer Skala von 1 bis 100: Je höher der Wert, desto besser war der Schlaf. In die Bewertung fliessen unter anderem die Zeit bis zum festen Schlaf, die Dauer des festen Schlafs sowie Unruhe und Unterbrechungen ein. Zusätzlich zeigt die App, wie viel Zeit auf Wachphasen, REM-Schlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf entfällt. Auch die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität (HRV) wird während der Nacht erfasst.

Wie zuverlässig das Schlaftracking insgesamt ist, lässt sich ohne professioneller Vergleichsmessung schwer beurteilen. Die erfassten Einschlaf- und Aufwachzeiten stimmen jedoch gut mit meiner eigenen Wahrnehmung überein. Gut gefallen hat mir die neue Weckerfunktion. Statt einer festen Uhrzeit lässt sich dabei ein Zeitfenster festlegen. Die Pixel Watch 5 berücksichtigt dabei die Schlafphasen und versucht, innerhalb dieses Zeitfensters einen möglichst günstigen Moment zum Wecken zu finden. Das hat meiner Meinung ganz gut geklappt.

Das GPS-Signal wird sehr schnell gefunden | Bild: vybe

Fitness- und Trainingsfunktionen

Was wäre eine Smartwatch ohne Schrittzähler? Natürlich erfasst auch die Pixel Watch 5 die zurückgelegten Schritte, die bewältigten Stockwerke und den geschätzten Kalorienverbrauch. Ausserdem gibt es eine automatische Erkennung für verschiedene Sportarten, darunter Gehen (Spaziergänge, zügiges Gehen), Laufen, Radfahren, Crosstrainer und Rudergeräte. Die automatische Erkennung beim Laufen funktionierte bei mir im Alltag jedoch nicht immer zuverlässig.

Die Trainingsfunktionen haben mir gut gefallen. Die Pixel Watch 5 unterstützt mehr als 50 Sportarten, darunter Laufen, Radfahren, Schwimmen im Becken oder im Freiwasser und Krafttraining. Auch weniger verbreitete Sportarten wie Kanu- und Kajakfahren oder Pickleball sind dabei. Auf der Uhr werden die wichtigsten Metriken direkt angezeigt. Ausführliche Informationen gibts dann innerhalb der Google Health-App.

Bei Trainings im Freien nutzt die Pixel Watch 5 das integrierte GPS, um die zurückgelegte Strecke aufzuzeichnen. In meinen Tests fand die Uhr das Satellitensignal jeweils sehr schnell – auch zwischen höheren Gebäuden. Die gemessenen Distanzen lagen auf dem Niveau vergleichbarer Smartwatches. Auch die Herzfrequenz zeichnete die Uhr in meinen Tests zuverlässig auf, allerdings mit einer leichten Verzögerung bei schnellen Belastungswechseln. Wer beim Training möglichst präzise Pulswerte benötigt, greift weiterhin besser zu einem Brustgurt.

Google Pixel Watch 5 auf der Ladeschale
Die Google Pixel Watch 5 lässt sich vergleichsweise schnell aufladen | Bild: vybe

Akku und Laden

Für die grössere Pixel Watch 5 verspricht Google mit aktiviertem Always-on-Display eine Akkulaufzeit von bis zu 40 Stunden. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen: Starte ich morgens mit vollem Akku, sind abends meist noch 65 bis 75 Prozent übrig. Im Vergleich zur Galaxy Watch 9 ist das ein guter Wert. Bei ähnlicher Nutzung zeigte sie am Abend jeweils nur noch 40 bis 50 Prozent an.

Realistisch betrachtet kann ich die Smartwatch somit während zwei Tagen ohne Nachladen nutzen. Erfreulich ist, dass die Uhr über Nacht im Schlafmodus auch nicht besonders viel Akku verliert, obwohl die optischen Sensoren fürs Schlaftracking stets aktiv sind. Auch wenn die Laufzeit im Vergleich zu Sportuhren wie die Garmin Fenix 8 doch eher ernüchternd ist, bin ich so weit zufrieden damit.

Dazu kommt, dass sich die Pixel Watch 5 deutlich schneller aufladen lässt als die Galaxy Watch 9. Von 0 auf 50 Prozent dauert es ungefähr 15 Minuten, nach knapp einer Stunde ist der Akku vollständig geladen. Ich lege die Uhr deshalb jeweils während meiner Morgenroutine auf die Ladeschale. Danach reicht der Akku wieder für den nächsten Tag – je nach Akkustand und Nutzung auch länger.

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Das Testfazit zur Google Pixel Watch 5

Nach knapp vier Wochen mit der Pixel Watch 5 hat sich meine anfängliche Enttäuschung tatsächlich gelegt. Ja, Google erfindet seine Smartwatch auch mit der fünften Generation nicht neu. Das Design ist praktisch unverändert, der neue Snapdragon Wear Elite fehlt und auch bei den Sensoren halten sich die Neuerungen in Grenzen. Trotzdem zeigt sich einmal mehr, dass ein gutes Upgrade nicht zwingend aus möglichst vielen neuen Funktionen bestehen muss. Die Pixel Watch 5 fühlt sich im Alltag nochmals etwas ausgereifter an: Sie reagiert schneller, trägt sich ausgesprochen angenehm und Wear OS 7 läuft weitgehend flüssig. Besonders die Gestensteuerung möchte ich inzwischen nicht mehr missen.

Überzeugt hat mich auch das Gesamtpaket aus Gesundheits-, Schlaf- und Fitnessfunktionen. Das GPS findet schnell ein Signal, die Herzfrequenzmessung arbeitet zuverlässig und das Schlaftracking liefert zumindest in meinem Alltag plausible Ergebnisse. Die neue Google Health-App gefällt mir grundsätzlich ebenfalls, auch wenn sie mit ihren zahlreichen Untermenüs stellenweise etwas überladen wirkt. Dazu kommt eine für eine klassische Smartwatch ordentliche Akkulaufzeit: Zwei Tage sind bei mir realistisch, und dank der kurzen Ladezeiten lässt sich die Pixel Watch 5 problemlos während der Morgenroutine wieder mit genügend Energie versorgen.

Damit ist die Pixel Watch 5 für mich zwar kein spektakuläres, aber ein gelungenes Upgrade. Wer bereits eine Pixel Watch 4 besitzt, erhält aus meiner Sicht zu wenig Neues, um einen Wechsel wirklich zu rechtfertigen. Wer hingegen eine ältere Pixel Watch nutzt oder neu ins Google-Ökosystem einsteigt, bekommt eine sehr ausgewogene und inzwischen erfreulich ausgereifte Android-Smartwatch. Schade finde ich lediglich, dass Google weiterhin nur drei Jahre Updates garantiert und beim Display noch immer auf Gorilla Glass statt auf widerstandsfähigeres Saphirglas setzt. Gerade bei einer Smartwatch dieser Preisklasse dürfte Google hier künftig gerne noch etwas nachlegen.