Derzeit läuft mit «Resident Evil» eine Videogameverfilmung, die sowohl Fans als auch Kritiker begeistert. Die Verfilmung von Zach Cregger lässt uns fast vergessen, dass im Januar mit «Return to Silent Hill» ein ähnlich gelagerter Film erschienen ist: die Adaption eines weltweit beliebten Horrorgames.
Doof nur war der Film sowohl finanziell als auch unter Fans eine gewaltige Enttäuschung. Und das, obwohl mit Christophe Gans der Regisseur zurückkehrte, der 2006 mit «Silent Hill» eine durchaus passable Verfilmung des Stoffs ablieferte.
Schon «Silent Hill: Revelations» von 2012 war ein kommerzieller Misserfolg, der von «Return to Silent Hill» noch unterboten wurde. Nach diesem enttäuschenden Ergebnis könnte man davon ausgehen, dass wir das Franchise, das auf Spielkonsolen dank dem Remake von «Silent Hill 2», «Silent Hill f» und aktuell «Silent Hill: Townfall» wieder in aller Munde ist, wohl nicht mehr so schnell auf der Leinwand erleben dürften.
Neuer Film soll in Arbeit sein
Oder doch? Wie «Dread Central» exklusiv in Erfahrung gebracht haben will, wird hinter den Kulissen bereits an einem filmischen Neustart gearbeitet. Geplant sei ein «bold new take», also eine mutige und neue Interpretation, des Stoffs.
Was das heissen soll? Pure Spekulation. Vielleicht will man die Marke einem motivierten Filmemacher in die Hand drücken, wie das Sony und Constantin Film bei «Resident Evil» mit Zach Cregger gemacht haben, der seine ganz eigene Version des Stoffs umsetzt. Vielleicht plant man auch ein Reboot, das näher an den Spielen dran ist? Wir werden es sehen. Hoffentlich.
Denn offiziell ist noch nichts bestätigt oder angekündigt. Gut möglich, dass hinter den Kulissen einfach verschiedene Ideen jongliert werden. Aber der erfolgreiche Kinostart von «Resident Evil» dürfte den Verantwortlichen zeigen, dass Leute eine gute Adaption eines Horrorgames durchaus schätzen.
Mehr zu den «Silent Hill»-Spielen findest du hier:

Meinung:
«Silent Hill» von 2006 hat mir damals gut gefallen. Kein perfekter Film, aber eine in grossen Teilen gelungene Adaption. Das kann ich von den beiden Fortsetzungen leider nicht sagen. Besonders «Return to Silent Hill» empfand ich als Affront. Es ist mir als Filmemacher schleierhaft, wie man die grandiose Vorlage derart an ihren Eckpunkten vorbei inszenieren konnte. Regisseur Christophe Gans hat dafür dann auch an der Kinokasse die Quittung bekommen.
Was würde ich mir also für einen «Silent Hill»-Film wünschen? Ganz ehrlich? Keinen aus dem klassischen Hollywood-System. Die Reihe ist bekannt für ihre subtile und psychologische Ausrichtung und nicht für Monsterschlachten und grosses Effektgewitter. Aber ob ein Slow-Burn-Grusler die grosse Masse anspricht, wage ich zu bezweifeln.
Vielleicht geht ein allfälliger nächster Film auch den Weg der Spiele und nutzt den Namen «Silent Hill» weniger als Schauplatz und mehr als Konzept. Schliesslich haben weder «Silent Hill: The Short Message» noch «Silent Hill f» und das morgen erscheinende «Silent Hill: Townfall» Settings, die nichts mit der titelgebenden Stadt zu tun haben.
Tatsächlich könnte ich mir gar eine Serie vorstellen, die ihre Figuren Folge für Folge tiefer ins Verderben stürzen lässt. Mehrere Folgen würden genug Zeit bieten, die Figuren und die Lore zu etablieren und die titelgebende Stadt ins rechte Licht zu rücken.
