Jetzt hat auch Apple endlich ein eigenes Foldable. Es heisst überraschend iPhone Duo und nicht, wie zunächst vermutet, iPhone Fold. Das Modell ist seit dem 23. Oktober 2026 offiziell im Handel erhältlich und lässt sich seit vergangenem Freitag vorbestellen. Am Mittwoch gegen 17 Uhr Schweizer Zeit fiel offenbar das Embargo für die Testberichte. Doch wie fällt das Urteil der ersten Tester aus?
Die Kurzfassung: Apples Einstieg in die Welt der faltbaren Smartphones ist den ersten Testberichten zufolge durchaus gelungen. Ganz ohne Kritik kommt das iPhone Duo allerdings bei den Testern nicht davon. Besonders bei der Software und der Alltagstauglichkeit gehen die Meinungen auseinander. Häufig wird dabei das fehlende Face ID als Kritikpunkt genannt.

Verarbeitung und Display
Praktisch alle Testberichte, die ich in den letzten Stunden überflogen habe, loben die hochwertige Verarbeitung des neuen iPhone Duo. Dabei überzeugen sowohl die verwendeten Materialien als auch das stabile und durchdachte Scharnier. Kritik gibt es hingegen am hohen Gewicht und am dickeren Gehäuse im Vergleich zum Samsung Galaxy Z Fold8.
Besonders gespannt war ich auf die Meinungen zum grossen, faltbaren Innendisplay mit matter Beschichtung. Diese scheint die Displayfalte tatsächlich weniger sichtbar zu machen. Wie sich die Falte bei längerer Nutzung entwickelt, müssen allerdings erst Langzeittests zeigen. Die matte Oberfläche hat zudem den Vorteil, dass Fingerabdrücke weniger auffallen und Reflexionen reduziert werden. Dafür soll die Farbwiedergabe nicht ganz das Niveau des iPhone 18 Pro (Max) erreichen.
Software ist noch nicht ganz ausgereift
Eine grössere Baustelle scheint die Software zu sein. Viele Tester loben zwar die flüssigen Animationen, wie man sie von Apple gewohnt ist. Sowohl The Verge als auch der YouTuber MKBHD sehen allerdings noch Schwächen. So sind zum Marktstart längst nicht alle Apps an das grosse, faltbare Innendisplay angepasst. Dazu gehören auch populäre Anwendungen wie Spotify. Wie schnell die Entwickler ihre Apps optimieren, bleibt abzuwarten.
Während das faltbare Innendisplay überzeugt, erntet Apple für das Aussendisplay mehr Kritik. The Verge bezeichnet das kleinere Display etwa als eine Art «Statusdisplay». In der Nachrichten-App sind bei eingeblendeter Tastatur lediglich zwei bis drei Nachrichten sichtbar. Ein ähnliches Problem kennen wir allerdings auch vom Galaxy Z Fold 8. Der begrenzte Platz dürfte letztlich dem kompakten Passport-Format geschuldet sein.
Hinzu kommen laut The Verge eine teils gewöhnungsbedürftige Bedienung und stark eingeschränkte Multitasking-Möglichkeiten. Im Split-Screen lassen sich auf dem iPhone Duo höchstens zwei Apps gleichzeitig nebeneinander nutzen.

Gute Kameras mit Einschränkungen
Die Haupt- und die Ultraweitwinkelkamera kommen in den ersten Tests gut bis sehr gut an. Wenig überraschend wird jedoch die fehlende Telekamera bemängelt. Weniger überzeugend fällt das Urteil zur ins Display integrierten Selfiekamera aus: Sie hat laut mehreren Testern vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen Mühe. Im Gegensatz zum iPhone 18 Pro und Pro Max muss das iPhone Duo zudem auf eine variable Blende verzichten.
Am häufigsten wird das fehlende Face ID bemängelt. Apple integriert zwar einen Fingerabdrucksensor in die Seitentaste, diese ist im zugeklappten Zustand jedoch nur umständlich erreichbar. Überzeugen kann hingegen die Akkulaufzeit: Das iPhone Duo erweist sich in den ersten Tests als ausdauernder Begleiter im Alltag.