Das Citroën 2CV Concept stösst auf grosses Interesse.
Das Citroën 2CV Concept stösst auf grosses Interesse. | Bild: Citroën
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Citroën 2CV: Das elektrische Comeback sorgt schon jetzt für grosses Interesse

Das Citroën 2CV Concept sorgt auf der Messe und im Netz für Aufmerksamkeit. Die elektrische «Ente» soll bis 2028 für rund 15’000 Euro auf den Markt kommen.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Eines der Highlights auf dem diesjährigen Pariser Autosalon war zweifelsohne das 2CV Concept von Citroën. Der französische Autobauer will den legendären, hierzulande auch als «Ente» oder «Döschwo» bekannten Kleinwagen voraussichtlich 2028 in rein elektrischer Form zurückbringen. Die Neuinterpretation scheint einen Nerv zu treffen: Am Citroën-Stand zog sie grosse Menschenmengen an, und auch im Netz sorgte sie für viel Aufmerksamkeit.

Laut Citroën ist das Interesse an der Marke bei Google nach der Messe deutlich gestiegen. Der Autobauer meldet einen Zuwachs von 187 Prozent beim indexierten Anteil an Google-Suchanfragen gegenüber dem Vorjahr. Wie dieser Wert genau ermittelt wurde, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor. Auch bei uns stiess die Neuinterpretation des Citroën 2CV auf grosses Interesse: Unsere Leser haben die Beiträge dazu rege aufgerufen.

Mehr als Retro: Einfach, alltagstauglich und bezahlbar

Das rein elektrische 2CV Concept gibt einen ersten Ausblick auf das Serienmodell, das bis 2028 zu einem Preis von rund 15’000 Euro auf den Markt kommen soll. Die Studie ist 3,76 Meter lang und wiegt laut Citroën rund eine Tonne. Das vergleichsweise geringe Gewicht soll eine alltagstaugliche Reichweite auch mit einer kleineren Batterie ermöglichen. Konkrete Angaben zur Batteriekapazität und Reichweite fehlen bislang. Citroën spricht lediglich von einer «auf den Alltag zugeschnittenen Reichweite».

Citroën will mit dem neuen 2CV allerdings mehr als «nur» eine nostalgische Neuauflage schaffen. Im Mittelpunkt stehen jene Eigenschaften, die bereits das Original auszeichneten: Einfachheit, Alltagstauglichkeit und bezahlbare Mobilität.

Meinung: Retro-Charme als Chance für Europas Autobauer

Neuinterpretationen wie der Citroën 2CV oder der Renault 5 bieten europäischen Herstellern eine grosse Chance. Sie knüpfen an eine Geschichte an, mit der viele Menschen persönliche Erinnerungen verbinden. Diese Vertrautheit lässt sich nicht einfach mit mehr Ausstattung oder einer aggressiven Preispolitik aufholen. Chinesische Autobauer können zwar ebenfalls emotionale Autos entwickeln, die jahrzehntelange Verbindung solcher Klassiker zum europäischen Publikum müssen sie aber erst aufbauen.

Genau das könnte sich auszahlen – sofern hinter der vertrauten Optik auch ein überzeugendes Elektroauto steckt. Retro-Charme allein gleicht weder einen überhöhten Preis noch Schwächen bei Reichweite und Ladeleistung aus. Gelingt jedoch die Verbindung aus eigenständigem Design, moderner Technik und bezahlbarer Mobilität, haben europäische Marken ein starkes Argument für sich.

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