Der BYD Seal U DM-i ist laut dem chinesischen Hersteller seit Jahresbeginn das meistzugelassene Plug-in-Hybrid-Modell der Schweiz. Was viele nicht wissen: Den Seal U gibt es auch rein elektrisch. Diese Variante wurde hierzulande allerdings nie angeboten – angesichts der inzwischen etwas angestaubten Technik aus meiner Sicht jedoch kein grosser Verlust.
In Deutschland war der Seal U bislang mit beiden Antriebsarten bestellbar. Das hat sich nun offenbar geändert: Im deutschen Konfigurator lässt sich nur noch die Plug-in-Hybrid-Variante zusammenstellen. Der Schritt ist nachvollziehbar: Berichten zufolge entschieden sich dort neun von zehn Käufern des Seal U für den Plug-in-Hybrid. Woran das gelegen hat?
Sealion 7 und Atto 3 Evo machen den Seal U überflüssig
Einerseits bietet BYD mit dem Sealion 7 sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ein deutlich besseres Gesamtpaket an. Das zeigt sich etwa beim Schnellladen: Während der Seal U mit der grossen Batterie maximal 140 kW erreicht, sind beim Sealion 7 je nach Variante bis zu 230 kW möglich. Das ermöglicht unterm Strich deutlich kürzere Ladepausen.
Konkret benötigt der Seal U unter optimalen Bedingungen rund 42 bis 43 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden. Der Sealion 7 schafft denselben Ladehub in knapp 30 Minuten – trotz seiner etwas grösseren Batterie. Gerade für regelmässige Langstreckenfahrten ist dieser Unterschied ein wichtiges Kaufkriterium und dürfte dann den Ausschlag zugunsten des Sealion 7 geben.
Neben dem preislich etwas höher angesiedelten Sealion 7 bietet BYD auch den Atto 3 Evo an. Dank seiner 800-Volt-Architektur lädt dieser in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Gleichzeitig kostet er deutlich weniger als der bisherige rein elektrische Seal U.