Aito plant Europastart im kommenden Jahr – offenbar mit Bosch statt Huawei
Aito hat auf dem Pariser Autosalon den Europastart für 2027 in Aussicht gestellt. | Bild: Aito
News Elektroauto eMobilität

Aito plant Europastart im kommenden Jahr – offenbar mit Bosch statt Huawei

Aito plant den Europastart. Laut chinesischen Medien sollen vier SUVs im Herbst 2027 folgen und Fahrassistenzsysteme von Bosch statt Huawei erhalten.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

In den vergangenen Monaten sind zahlreiche neue chinesische Automarken in Europa gestartet. Ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht in Sicht: Mit Aitom das sich zuletzt gegen ein rufschädigendes KI-Video zur Wehr setzen musste, hat kürzlich eine weitere Marke ihre Pläne für eine Europaexpansion offengelegt. Doch die chinesischen Hersteller wissen auch, dass die Kundinnen und Kunden in Europa andere Ansprüche an ein Auto haben.

Das dürfte einer der Gründe sein, weshalb Aito in Europa auf Huawei-Technologie verzichten will. Auch politische Faktoren und die gegen Huawei verhängten Handelsbeschränkungen könnten eine Rolle spielen. Unabhängig von den konkreten Beweggründen soll laut chinesischen Medien stattdessen Technologie von Bosch zum Einsatz kommen. Auf den deutschen Zulieferer setzt unter anderem auch Zeekr beim Modelljahr 2027 des Elektro-SUV 7X.

Von Bosch sollen die Fahrassistenzsysteme stammen, darunter auch ein Autobahnassistent. Angeblich arbeitet der Zulieferer bereits an der Anpassung für die europäischen Modelle. Im September 2027 sollen die Systeme serienreif sein. Offiziell bestätigt haben diesen Zeitplan bislang allerdings weder Bosch noch Aito. Die Angaben sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen.

Fest steht hingegen, dass Aito nach Europa expandieren will. Der Marktstart ist für 2027 mit vier SUV-Modellen geplant: Aito 6, 7, 8 und das Flaggschiff-SUV Aito 9. Damit würde die Marke verschiedene Fahrzeugsegmente abdecken. Der Fokus auf SUVs erscheint für den Europastart durchaus nachvollziehbar, schliesslich ist diese Fahrzeugklasse hier weiterhin besonders beliebt.

Mehr zum Thema: