Der neue BYD Seagull kommt mit BYDs "Flash Charging".
Der neue BYD Seagull kommt mit BYDs "Flash Charging". | Bild: BYD
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Neuer BYD Seagull mit «Flash Charging» vorgestellt: Kommt er als Dolphin Surf zu uns?

Neun Minuten von 10 auf 97 Prozent: BYD bringt Flash-Charging in den Seagull. Ob die zweite Generation als Dolphin Surf nach Europa kommt, ist offen.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Nach zahlreichen Teasern hat BYD in China den neuen Seagull vorgestellt, der in Europa und der Schweiz als Dolphin Surf angeboten wird. Die zweite Generation wächst auf eine Länge von 4,20 Metern und ist damit deutlich grösser als das bisherige Modell. Dieses ist in der Schweiz ab 19’990 Franken erhältlich. Das Wachstum kommt sowohl dem Platzangebot im Innenraum als auch dem Kofferraum zugute.

Mit umgeklappter Rückbank steigt das Ladevolumen auf bis zu 1380 Liter. Hinzu kommt ein grosszügiger Frunk mit 94 Litern unter der Fronthaube – davon könnten sich einige europäische Hersteller eine Scheibe abschneiden. Möglich wird dieser zusätzliche Stauraum durch den Wechsel auf Hinterradantrieb. In China stehen zwei Antriebe mit 85 kW (116 PS) oder 95 kW (129 PS) zur Wahl, die jeweils 130 Nm Drehmoment liefern.

In neun Minuten von 10 auf 97 Prozent laden.
In neun Minuten von 10 auf 97 Prozent laden | Bild: BYD

Blade Battery 2.0 bringt Flash-Charging in den Kleinwagen

Das grösste Highlight ist die neue Blade Battery der zweiten Generation, die mit 30,1 oder 39,2 kWh Kapazität angeboten wird. Dabei steht weniger die Reichweite von 320 beziehungsweise 420 Kilometern nach chinesischer CLTC-Norm im Vordergrund, sondern die Unterstützung für «Flash Charging». Damit soll sich die Batterie in lediglich neun Minuten von 10 auf 97 Prozent aufladen lassen. Die grössere Batterie dürfte nach dem strengeren WLTP-Verfahren auf ungefähr 340 Kilometer kommen, ein bestätigter Wert liegt allerdings noch nicht vor.

Angesichts der vergleichsweise kleinen Batterien ist dafür keine Ladeleistung im Megawattbereich nötig. Wie hoch die maximale Ladeleistung tatsächlich ausfällt, ist bislang allerdings nicht bekannt.

Kein Kombiinstrument mehr im neuen BYD Seagull.
Kein Kombiinstrument mehr im neuen BYD Seagull | Bild: BYD

Neues Cockpit ohne Kombiinstrument

Neben dem verbesserten Platzangebot hat BYD auch das Cockpit grundlegend überarbeitet. Wie bereits auf früheren Bildern zu erkennen war, verzichtet die zweite Generation auf ein klassisches Kombiinstrument. Stattdessen werden die fahrrelevanten Daten auf dem grossen zentralen Touchscreen angezeigt. Optional ist der Seagull in China sogar mit einem LiDAR-Sensor auf dem Dach erhältlich, der die Umgebungserfassung für die Fahrassistenzsysteme unterstützt.

Auch beim Komfort legt BYD nach: Der Fahrersitz lässt sich sechsfach, der Beifahrersitz vierfach elektrisch verstellen. Beide Vordersitze bieten eine Heiz- und Belüftungsfunktion, der Fahrersitz zusätzlich eine Massagefunktion. Smartphones lassen sich kabellos mit bis zu 50 Watt laden. Eine Ambientebeleuchtung mit 127 Farben und ein Audiosystem mit acht Lautsprechern runden die Ausstattung ab.

Der neue BYD Seagull.
Bild: BYD

Kommt jetzt der neue BYD Dolphin Surf nach Europa?

Ein Marktstart ausserhalb Chinas wurde bislang nicht angekündigt. Ob und wann die zweite Generation auch als Dolphin Surf nach Europa kommt, bleibt damit offen. Hier könnte BYD das neue, längere Modell jedenfalls gegen europäische Konkurrenten wie den VW ID. Polo oder den Renault 5 positionieren. Mit dem Geely E2 gibt es zudem einen vergleichbaren Elektro-Kleinwagen aus China.

In China startet die zweite Generation des BYD Seagull übrigens bereits bei umgerechnet rund 8000 Franken.

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