Mit einem Einspielergebnis von rund 351 Millionen Dollar war «Alien: Romulus» 2024 ein klarer Erfolg. Trotzdem ist eine Fortsetzung bis heute nicht in Sicht. Im Sommer hiess es sogar, das Sequel sei komplett auf Eis gelegt. Ein Name fiel in all den Berichten immer wieder: Brian Duffield («Love and Monsters», «No One Will Save You»). Er soll das Drehbuch zum nächsten «Alien»-Film schreiben und ihn auch inszenieren.
Diese Woche startet in den US-Kinos sein neuer Film «Whalefall», über einen Taucher, der von einem Pottwal verschluckt wird. Bei der Promotion hat Duffield nun klargestellt, was an den «Alien»-Gerüchten dran ist.
Nur ein paar Wochen ausgeholfen
Kurz gesagt: nicht viel. «Ich schreibe nicht. Ich führe keine Regie», sagte Duffield gegenüber dem US-Portal «TheWrap». Er habe lediglich über die Feiertage, während einer Pause von «Whalefall», bei einem Drehbuch geholfen.
Darum gebeten habe ihn Steve Asbell, der Chef von 20th Century Studios. «Ich wurde nicht gefragt, ob ich Teil davon sein will», so Duffield weiter. «Das ist kein Abenteuer, auf das ich mich einlasse.» Allerdings liess er offen, bei welchem «Alien»-Projekt er damals genau ausgeholfen hat. Theoretisch könnte es sich auch um die Serie «Alien: Earth» gehandelt haben.
Wie geht es mit «Alien» weiter?
Genau das ist die grosse Frage, denn bei 20th Century gibt es mehrere Baustellen. Neben dem Sequel zu «Romulus» arbeitet Franchise-Gründer Ridley Scott laut «TheWrap» an einem eigenen Film. Er soll an «Alien: Covenant» anknüpfen und Michael Fassbender als Androiden Walter zurückbringen. Ein offizielles Datum gibt es für keinen der beiden Filme.
Fans müssen trotzdem nicht ganz auf Nachschub verzichten: Seit Juli wird die zweite Staffel der Serie «Alien: Earth» gedreht, die hierzulande auf Disney+ läuft. Und auf der Konsole meldet sich die Reihe mit «Alien Isolation 2» zurück.
Eigene Meinung
Mir hat «Alien: Romulus» gefallen. Klar, kann man jetzt beanstanden, dass der Film wenig Neus zum Alien-Universum beigetragen hat. Im Prinzip war er eine einzige Hommage an die Originalfilme. Deswegen muss der Film aber nicht weniger Spass machen.
Zumindest ich hätte lieber nochmals einen solchen Film, als ein weiterer Teil von Ridley Scott. Das mag jetzt etwas fies klingen, aber der Mann ist 88 Jahre alt. Das Scott nicht mehr das filmische Gespür von einst hat, zeigt sein letzter Film «Das Ende der Sterne». Er wird als einer der schlechtesten Werke in seiner Filmographie verbleiben. Und auch die Fortsetzung zu «Gladiator» war jetzt nicht gerade ein Meisterwerk.
Ich kann irgendwo nachvollziehen, dass es Scott schwer fallen muss, sein Baby namens «Alien» abzugeben. Immerhin ist es einer seiner prägendsten Arbeiten. Aber irendwann sollte man vielleicht auch einsehen, dass man den Platz einer jüngeren Generation überlassen sollte. Dass das gut gehen kann, hat sich bei einem anderen Franchise gezeigt, das Scott begründet hat: «Blade Runner».