In Europa bietet BYD sein hoch entwickeltes Fahrassistenzsystem «God’s Eye City Navigation Driving Assistant» (CNOA) bislang in keinem Modell an. Im Rahmen seiner Pressekonferenz auf dem Pariser Autosalon kündigte der chinesische Autobauer nun jedoch den Europastart für 2027 an. Die Sache hat allerdings einen Haken: Als erstes Fahrzeug erhält der hochpreisige Denza Z9 GT das neue System.
Denza ist die Premiummarke von BYD. Der leistungsstarke und mit der Flash-Charging-Technologie ausgestattete Z9 GT soll damit bereits im kommenden Jahr teilautomatisiert zu einer vom Fahrer gewählten Adresse navigieren können. Vollständig autonom fährt das Fahrzeug allerdings nicht, da der Fahrer das System jederzeit überwachen und bei Bedarf eingreifen muss. Ausgelegt ist CNOA für den komplexen Stadtverkehr.
Der Denza Z9 GT, der auch in der Schweiz für weit über 100’000 Franken angeboten wird, erhält die CNOA-Funktion über ein Over-the-Air-Update. Wann das hoch entwickelte Fahrassistenzsystem genau freigeschaltet wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Technologie auch für weitere Modelle des Konzerns verfügbar werden, darunter der auf dem Pariser Autosalon vorgestellte Elektro-SUV BYD Atto 8.
Das Rennen um die Level-2-Fahrassistenzsysteme ist eröffnet
Nicht nur BYD möchte in Europa schon bald mit einem hoch entwickelten Level-2-Fahrassistenzsystem durchstarten. Auch Xpeng kündigte auf dem Pariser Autosalon an, entsprechend ausgerüstete Modelle bereits im ersten Quartal 2027 freizuschalten. Voraussetzung dafür ist der hauseigene Turing-AI-Chip, der unter anderem im Xpeng P7+ und im neuen G9L verbaut ist.
Tesla beschäftigt sich bereits deutlich länger mit diesem Thema und arbeitet weiterhin daran, sein Fahrassistenzsystem für den europäischen Markt zugelassen zu bekommen. Zuletzt erklärte sich das Unternehmen sogar bereit, die irreführende Bezeichnung «FSD Supervised» in Europa nicht mehr zu verwenden. Auf der offiziellen Website spricht Tesla inzwischen stattdessen von «Tesla Assisted Driving».