Apple dürfte seine neuen iPhones in diesem Jahr deutlich teurer machen. Aktuelle Prognosen rechnen beim iPhone 18 Pro mit einem Aufschlag von bis zu 200 US-Dollar (rund 162 Franken). Schweizer Preise sind bisher nicht durchgesickert. Anhand der Preisentwicklung der vergangenen Jahre lässt sich aber ziemlich gut abschätzen, was uns hierzulande erwarten könnte.
Die schlechte Nachricht vorweg: Ein iPhone 18 Pro für unter 1200 Franken erscheint mittlerweile ziemlich unwahrscheinlich.
iPhone 18 Pro könnte 1249 Franken kosten
Eine der konkretesten Prognosen stammt vom Marktforschungsunternehmen TrendForce. Die Analysten erwarten für das iPhone 18 Pro einen US-Preis zwischen 1249 und 1299 US-Dollar (rund 1012 bis 1052 Franken). Beim iPhone 18 Pro Max werden 1349 bis 1399 US-Dollar (rund 1093 bis 1133 Franken) erwartet.
Der direkte Währungsumrechnungskurs hilft bei Apple allerdings nur bedingt weiter. US-Preise werden ohne Mehrwertsteuer angegeben, Schweizer Preise enthalten diese bereits. Interessanter ist deshalb der Vergleich mit früheren Generationen.
2023 kostete das iPhone 15 Pro in den USA 999 US-Dollar, während Apple in der Schweiz 1079 Franken verlangte. Beim iPhone 16 Pro waren es erneut 999 US-Dollar, hierzulande aber nur noch 1049 Franken. Beim iPhone 17 Pro verschwanden diese Unterschiede schliesslich komplett: 1099 US-Dollar in den USA standen 1099 Franken in der Schweiz gegenüber.
Der starke Franken hat Schweizer Apple-Kunden und Kundinnen in den vergangenen Jahren also zumindest teilweise vor höheren Preisen geschützt.
Deshalb halte ich aktuell folgende Schweizer Einstiegspreise für realistisch:
- iPhone 18 Pro: 1249 bis 1299 Franken
- iPhone 18 Pro Max: 1349 bis 1399 Franken
Meine Einschätzung wäre jeweils das untere Ende der Spanne: Also 1249 Franken für das iPhone 18 Pro und 1349 Franken für das Pro Max. Apple könnte damit die von Analystinnen erwarteten Preissteigerungen weitergeben, ohne die Schweizer Preise unverhältnismässig stark anzuheben.
Warum werden die neuen iPhones teurer?
Hauptgrund für den erwarteten Preissprung ist ausgerechnet eine Komponente, die für Smartphone-Hersteller lange vergleichsweise günstig war: der Speicher.
TrendForce schätzt, dass die gesamten Materialkosten des iPhone 18 Pro mit 256 GB gegenüber dem Vorgänger um rund 38 Prozent steigen. Speicher soll inzwischen rund ein Drittel der Materialkosten ausmachen. Anfang 2027 könnte der Anteil sogar auf mehr als 40 Prozent steigen.
Auslöser ist unter anderem der KI-Boom. Speicherhersteller können mit Rechenzentren momentan viel Geld verdienen, während gleichzeitig die Nachfrage nach entsprechenden Komponenten steigt. Apple dürfte einen Teil der Mehrkosten selbst schlucken, TrendForce hält einen Preisanstieg bei der neuen iPhone-Generation trotzdem für wahrscheinlich.
Auch IDC rechnet mit höheren Preisen. Ursprünglich ging das Marktforschungsunternehmen von 100 US-Dollar (rund 81 Franken) Aufschlag bei den Pro-Modellen aus. Nach deutlichen Preiserhöhungen bei anderen Apple-Produkten hält IDC-Analystin Nabila Popal inzwischen ebenfalls bis zu 200 US-Dollar für denkbar.
Das faltbare iPhone dürfte richtig teuer werden
Noch einmal in einer anderen Liga spielt Apples erstes faltbares iPhone. Je nach Quelle wird das Gerät als iPhone Fold oder iPhone Ultra bezeichnet.
TrendForce erwartet einen Einstiegspreis zwischen 2099 und 2299 US-Dollar (rund 1700 bis 1862 Franken). KeyBanc rechnet konkreter mit 2199 US-Dollar (rund 1781 Franken).
Für die Schweiz würde ich deshalb mit einem Einstiegspreis von etwa 2199 bis 2299 Franken rechnen. Ein Preis von 2499 Franken ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, wäre angesichts Apples zuletzt ziemlich engem Verhältnis zwischen US- und Schweizer Preisen aber eher die pessimistische Variante.
Bei den teuersten Speichervarianten könnte es dann endgültig absurd werden. TrendForce hält in den USA Preise von über 3000 US-Dollar (rund 2430 Franken) für möglich.
Und was ist mit dem normalen iPhone 18?
Wer auf das günstigere iPhone 18 wartet, muss sich womöglich länger gedulden. TrendForce erwartet in diesem Herbst nur das iPhone 18 Pro, Pro Max und das erste Foldable. Das normale iPhone 18 soll erst im ersten Quartal 2027 folgen.
Konkrete Preisprognosen sind hier entsprechend noch dünn. Das aktuelle iPhone 17 kostet in der Schweiz ab 799 Franken. IDC hatte für das Basismodell ursprünglich mit einem Aufschlag von 50 US-Dollar (rund 41 Franken) gerechnet.
Apple arbeitet allerdings traditionell mit festen Preisstufen. Ein Schweizer Preis von 849 Franken erscheint deshalb momentan am plausibelsten. Das wäre gleichzeitig eine Rückkehr zum Einstiegspreis des iPhone 16, das 2024 ebenfalls 849 Franken kostete.
Damit ergibt sich für die Schweiz folgende Prognose: Das iPhone 18 dürfte bei rund 849 Franken starten, das iPhone 18 Pro bei etwa 1249 Franken und das iPhone 18 Pro Max bei rund 1349 Franken. Beim faltbaren Modell würde ich mit mindestens 2199 Franken rechnen.
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