Mit der «European Urban Car Family» hat die Brand Group Core des Volkswagen-Konzerns, zu der VW, Skoda, Seat und Cupra gehören, gleich mehrere kompakte Elektroautos auf den Markt gebracht. Dazu zählen der VW ID. Polo, der Skoda Epiq und der Cupra Raval. Mit der Resonanz auf die Urban Car Family zeigt sich der VW-Konzern offenbar sehr zufrieden. Das bestätigte ein VW-Sprecher auf Anfrage der WAZ erneut.
Inzwischen hat die Urban Car Family bereits die Marke von 100'000 Bestellungen geknackt, wie es im Bericht heisst. Früheren Berichten zufolge setzt sich diese Zahl aus 35'000 Bestelleingängen für den Skoda Epiq und 30'000 für den VW ID. Polo zusammen. Die restlichen 35'000 Einheiten dürften demnach auf den Cupra Raval entfallen, der sich laut Cupra ebenfalls besser als erwartet verkauft.
Dabei sollte berücksichtigt werden, dass mit dem ID. Cross im Herbst noch ein viertes Modell zur Urban Car Family hinzukommt und die günstigsten Varianten bislang noch gar nicht bestellbar sind. Deshalb sind die 100'000 Einheiten durchaus eine beachtliche Menge. An den anhaltenden Problemen innerhalb des VW-Konzerns ändern sie allerdings nichts bzw. nicht wirklich viel.
Die Gewinnmarge bei den kompakten Elektroautos liegt deutlich tiefer als beispielsweise bei einem teureren SUV. Um die Urban Car Family wirklich profitabel zu machen, müsste sich jedes einzelne Modell mindestens 100'000 Mal verkaufen, wie bei SmartDroid zu lesen ist. Die Kollegen berufen sich dabei auf einen Bericht der Automobilwoche aus dem Jahr 2023.
Zudem scheint VW bereits jetzt Probleme zu haben, die Bestellungen innerhalb einer angemessenen Frist abzuarbeiten. Beim ID. Polo sind inzwischen Wartezeiten von mindestens zehn Monaten zu erwarten. Das dürfte für viele, die auf ein neues Auto angewiesen sind, schlicht zu lange sein. Andere Hersteller, insbesondere chinesische Autobauer, können aktuell jedenfalls deutlich schneller liefern.