Das iPhone 18 steht kurz vor dem Launch. Bei diesem könnte die Kamera merklich verbessert worden sein.
Das iPhone 18 steht kurz vor dem Launch. Bei diesem könnte die Kamera merklich verbessert worden sein. | Bild: Apple
Leak Apple iPhone

iPhone 18 Pro: Leak verrät fünf neue Kamera-Features

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Kurz vor Apples nächstem iPhone-Event gibt es neue Hinweise zur Kamera des iPhone 18 Pro. Dieses Mal stammen die Informationen nicht von einem klassischen Leaker, sondern direkt aus dem Code von iOS 27. Darin verstecken sich gleich fünf neue Kamera-Funktionen – darunter manuelles Fokussieren und weitere Hinweise auf eine variable Blende.

Entdeckt wurden die Funktionen vom «MacRumors»-Forenmitglied «pdfu». Allerdings gilt auch hier: Nur weil Apple etwas im Code testet, muss die Funktion nicht zwingend veröffentlicht werden.

Mehr Kontrolle über die Belichtung

Apple scheint die Kamera-App stärker auf ambitionierte Fotografen und Videoproduzentinnen auszurichten. Im Code von iOS 27 finden sich Hinweise auf sogenannte Exposure Scopes.

Dazu gehören ein Histogramm und eine Waveform-Anzeige. Das Histogramm zeigt dir vereinfacht gesagt, wie sich dunkle und helle Bereiche über das Bild verteilen. Dadurch lässt sich beispielsweise schneller erkennen, ob Teile eines Fotos über- oder unterbelichtet sind.

Eine Waveform liefert ähnliche Informationen, ordnet diese allerdings räumlich dem aufgenommenen Bild zu. Solche Werkzeuge sind vor allem aus professionellen Foto- und Video-Anwendungen bekannt.

Fokus Peaking und Warnung bei Überbelichtung

Ebenfalls im Code entdeckt wurde Focus Peaking. Dabei werden scharfgestellte Kanten direkt in der Kameravorschau farblich hervorgehoben. Besonders in Kombination mit einem manuellen Fokus wäre das praktisch.

Dazu kommt offenbar eine Warnfunktion für überbelichtete Bereiche. iOS könnte diese unter anderem mit einer Farbe, pulsierenden Flächen, diagonalen Linien oder einem Schachbrettmuster hervorheben. So wäre schon vor der Aufnahme sichtbar, wo Bildinformationen aufgrund einer zu hohen Belichtung verloren gehen könnten.

Endlich ein manueller Fokus?

Spannend ist vor allem der Hinweis auf einen manuellen Fokus. Statt sich komplett auf den Autofokus zu verlassen, könntest du damit selbst festlegen, welche Entfernung scharfgestellt werden soll.

Ganz neu ist die Idee bei Apple allerdings nicht. In der hauseigenen Final Cut Camera App gibt es bereits eine vergleichbare Funktion. Selbst in iOS 26 hatte Apple offenbar schon mit einem Fokusregler experimentiert.

Dieser verschwand mit der ersten Beta von iOS 27 wieder. Teile des dafür benötigten Codes sind aber weiterhin vorhanden. Interessanterweise soll Apple die Funktion momentan auf Geräte beschränken, die bereits mit iOS 27 ausgeliefert werden. Damit wären aktuelle iPhones ausgeschlossen.

Das könnte darauf hindeuten, dass Apple die Funktion zusammen mit einer neuen iPhone-Generation einführen möchte.

Selbstauslöser kann mehrere Fotos aufnehmen

Weniger spektakulär, aber durchaus praktisch klingt eine weitere Änderung am Selbstauslöser. Dieser soll künftig automatisch mehrere Bilder hintereinander aufnehmen können.

Nach jeder Aufnahme beginnt der Countdown erneut. Du müsstest den Selbstauslöser somit nicht für jedes Foto neu aktivieren.

Gerade für Gruppenbilder dürfte das praktisch sein. Statt nach einer einzigen Aufnahme hoffen zu müssen, dass niemand gerade die Augen geschlossen hat, stehen gleich mehrere Fotos zur Auswahl.

Variable Blende für das iPhone 18 Pro?

Die vielleicht spannendste Entdeckung steckt allerdings in der Bildverarbeitung. iOS 27 enthält offenbar eine Funktion, mit der sich Objektivkorrekturen abhängig von der verwendeten Blendenöffnung anpassen lassen.

Das ist deshalb interessant, weil das iPhone 18 Pro Gerüchten zufolge erstmals eine variable Blende erhalten soll. Anders als bei einer festen Blende könnte die Öffnung des Objektivs dabei vergrössert oder verkleinert werden.

Laut «MacRumors» kann die entsprechende Bildverarbeitung zwischen bis zu vier Referenzpunkten wechseln beziehungsweise diese miteinander kombinieren. Dadurch könnten optische Fehler bei unterschiedlichen Blendeneinstellungen automatisch korrigiert werden.

Eine variable Blende würde Apple gleichzeitig zusätzliche Möglichkeiten bei der Bildgestaltung geben. Eine grössere Öffnung lässt mehr Licht auf den Sensor, während eine kleinere Blende unter anderem Einfluss auf die Schärfentiefe haben kann.

Noch sind die Funktionen versteckt

Ob wir alle fünf Funktionen tatsächlich auf dem iPhone 18 Pro sehen werden, ist offen. In den aktuellen Betaversionen von iOS 27 lassen sie sich laut «MacRumors» nicht aktivieren. Apple könnte einzelne Features deshalb auch erst mit einem späteren Softwareupdate veröffentlichen oder sie komplett streichen.

Besonders auffällig bleibt aber die Bildkorrektur für unterschiedliche Blendeneinstellungen. Sollte das kommende Pro-Modell tatsächlich eine variable Blende erhalten, würde der Fund ziemlich gut zur erwarteten neuen Kamera-Hardware passen.