Skoda Peaq startet in der Schweiz: 7 Sitze und über 600 km Reichweite
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Skoda Peaq startet in der Schweiz: 7 Sitze und über 600 km Reichweite

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Ab sofort lässt sich mit dem Peaq auch das vierte und zugleich grösste Elektroauto von Skoda bestellen. Wenig überraschend handelt es sich beim Peaq um ein Elektro-SUV – genau wie beim ebenfalls erst seit Kurzem erhältlichen Epiq sowie beim Elroq und Enyaq. Das neue Elektro-Flaggschiff bietet Platz für bis zu sieben Personen und ist in der Schweiz ab 60'350 Franken erhältlich.

Da die neue SSP-Plattform weiterhin nicht bereit ist und sich voraussichtlich nochmals verzögert, überrascht es nicht, dass auch Skodas neues Flaggschiff auf der MEB-Plattform des VW-Konzerns basiert. Eine moderne 800-Volt-Architektur gibt es damit nicht. Die 86-kWh-Batterie (netto) lässt sich mit maximal 195 kW aufladen. Für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent benötigt der Peaq vergleichsweise gemächliche 28 Minuten.

Der Skoda Peaq in der Ausstattungsvariante Sportline | Bild: Skoda

WLTP-Reichweite von über 600 Kilometern

Mit der 86-kWh-Batterie erreicht der über 2,3 Tonnen schwere Peaq eine WLTP-Reichweite von bis zu 642 Kilometern mit Heckantrieb bzw. 609 Kilometern mit Allradantrieb. In ersten Fahrberichten bewegt sich der Verbrauch je nach Fahrweise zwischen sehr guten 15 und eher durchschnittlichen 18 kWh pro 100 Kilometer. In der Praxis dürfte sich der Verbrauch bei gemischter Fahrweise irgendwo zwischen diesen beiden Werten einpendeln.

Bei den Antriebsvarianten stehen entweder 210 kW (286 PS) oder 220 kW (299 PS) mit Allradantrieb zur Auswahl. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,1 bzw. 6,7 Sekunden (AWD). Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht bzw. elektronisch abgeriegelt. Ein Skoda Peaq RS mit mehr Leistung soll zu einem späteren Zeitpunkt kommen.

Bild: Skoda

Neuer Innenraum und Platzangebot überzeugen

Der Peaq hat ein komplett überarbeiteter Innenraum mit vielen Premium-Funktionen. So gibt es optional eine Massagefunktion für den Fahrer- und Beifahrer, Sitzheizung und -lüftung, Qi2-Wireless-Charging mit Magneten und das bisher grösste Panoramadach mit elektrisch verstellbarer Transparenz. Das hört sich dann schon viel mehr nach Premium bzw. Flaggschiff an.

Neben dem Fahrerdisplay und dem Head-up-Display kommt erstmals ein vertikal angeordneter Touchscreen zum Einsatz. Dieser lässt sich scheinbar auch ins Querformat drehen, wobei die Funktion softwareseitig aktuell noch nicht unterstützt wird. Beim Infotainment setzt Skoda auf Android Automotive, das inzwischen in allen Fahrzeugen auf Basis der optimierten MEB+-Plattform verwendet wird.

Bild: Skoda

Beeindruckend ist das Kofferraumvolumen, wenn die dritte Sitzreihe nicht verwendet wird. Dann stehen bis zu 1010 Liter zur Verfügung. Wird die dritte Sitzreihe verwendet, sind es noch 299 Liter. Der Frunk unter der Motorhaube bietet ein Volumen von 37 Litern. Das reicht aus, um ein Ladekabel zu verstauen, für mehr jedoch nicht.

Skoda Peaq: Mit etwas Mehrausstattung wird es schnell teuer

In der Schweiz bietet Skoda den Peaq in den Ausstattungsvarianten «Selection» und «Sportline» an. Wer sich für den Allradantrieb entscheidet und einige Extras hinzufügt, landet jedoch schnell bei rund 70'000 Franken. Für ein Elektroauto, das weiterhin auf einer 400-Volt-Architektur basiert, ist das schon ziemlich viel Geld.