Mit dem Peaq hat Skoda sein bislang grösstes Elektroauto vorgestellt. Das neue Flaggschiff bietet Platz für bis zu sieben Personen und ist in der Schweiz ab 60350 Franken erhältlich. In Deutschland beginnt die Preisliste dagegen bereits bei knapp 50.000 Euro. Der deutliche Preisunterschied wirkt allerdings grösser, als er tatsächlich ist. In der Schweiz ist die Einstiegsvariante mit der kleineren Batterie nämlich nicht erhältlich. Deshalb fällt der offizielle Startpreis hierzulande höher aus.
Doch was bedeutet Flaggschiff bei Skoda? Nun, leider keine 800-Volt-Plattform. Denn auch der Peaq basiert auf der MEB+-Plattform, die technisch einfach limitiert ist. Das zeigt sich bei den verfügbaren Antriebsvarianten. Zur Wahl stehen 210 kW (286 PS) oder 220 kW (299 PS) mit Allradantrieb. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,1 bzw. 6,7 Sekunden (AWD). Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht. Ein Peaq RS mit etwas mehr Leistung soll später kommen.

Bei der Batterie setzt Skoda auf eine Kapazität von 90 kWh, wovon 86 kWh effektiv nutzbar sind. Es dürfte sich um dieselbe Batterie handeln wie im VW ID. 7 Tourer. Damit kommt der über 2,3 Tonnen schwere Peaq auf bis zu 642 Kilometer (RWD) bzw. 609 Kilometer (AWD). Damit attestiert zumindest der WLTP-Zyklus dem Flaggschiff-SUV von Skoda ein ziemlich guter Verbrauch. Geladen wird maximal mit 195 kW. Damit lässt sich der Peaq in eher gemächlichen 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden.
Die Anhängelast gebremst liegt beim Allradantrieb bei 2000 Kilogramm und beim Heckantriebler bei 1800 Kilogramm.

Komplett überarbeiteter Innenraum
Der Skoda Peaq setzt nicht nur äusserlich die neue Designsprache Modern Solid um, sondern erhält auch ein komplett überarbeiteter Innenraum mit vielen Premium-Funktionen. So gibt es optional eine Massagefunktion für den Fahrer- und Beifahrer, Sitzheizung und -lüftung, Qi2-Wireless-Charging mit Magneten und das bisher grösste Panoramadach mit elektrisch verstellbarer Transparenz.

Neben dem grösseren Fahrerdisplay gibt es erstmals ein vertikal angeordnetes Touchscreen-Display. Dieses lässt sich offenbar auf Wunsch auch horizontal nutzen, wie einige Berichte im Internet zeigen. Beim Infotainmentsystem setzt Skoda auf das auf Android Automotive basierende System, das inzwischen in allen Fahrzeugen genutzt wird, die auf der MEB+-Plattform basieren.
Beeindruckend ist das Kofferraumvolumen, wenn die dritte Sitzreihe nicht verwendet wird. Dann stehen bis zu 1010 Liter zur Verfügung. Wird die dritte Sitzreihe verwendet, sind es noch 299 Liter. Der Frunk unter der Motorhaube bietet ein Volumen von 35 Litern. Das reicht aus, um ein Ladekabel zu verstauen, für mehr jedoch nicht.


Links: Selection / Rechts: Sportline
Skoda Peaq: Marktstart und Preise
Der Skoda Peaq startet ab Mitte 2026 und kann ab sofort konfiguriert werden. Zur Auswahl stehen die beiden Ausstattungslinien „Selection” und „Sportline”. Letztere zeichnet sich durch eine sportlichere Optik und Abstimmung aus. Wer es noch sportlicher mag, insbesondere was die Systemleistung betrifft, muss sich noch etwas gedulden. Der Peaq RS wird kommen, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Preislich geht es in der Schweiz bei 60350 Franken für das Modell mit Selection 90 los. In Deutschland gibts zusätzlich das Modell Selection 60 mit weniger Leistung und kleinerer Batterie, die ab knapp 50.000 Euro startet. Die sportlichere Variante Sportline startet in der Schweiz bei 67850 Franken und in Deutschland bei 62.800 Euro.