Oppo hat ColorOS 17 nun offiziell vorgestellt.
Oppo hat ColorOS 17 nun offiziell vorgestellt. | Grafik: Oppo
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Oppo stellt ColorOS 17 vor: Diese Geräte erhalten das Android-17-Update

Oppo stellt ColorOS 17 auf Basis von Android 17 vor. Hier findest du den Update-Zeitplan und die Neuerungen. Einige KI-Funktionen fehlen jedoch in Europa.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Noch vor dem grossen globalen Launch-Event der Find X10-Serie hat Oppo das Update auf ColorOS 17 vorgestellt, das auf Android 17 basiert. Den Auftakt machen die beiden neuen Flaggschiff-Smartphones Find X10 und Find X10 Pro Max, die bereits ab Werk mit der neuen Betriebssystemversion ausgeliefert werden. Ihre internationale Premiere feiern die Geräte am 21. Oktober 2026 auf Mallorca.

Neben den kommenden Flaggschiff-Modellen erhalten zahlreiche weitere Oppo-Geräte das Update auf ColorOS 17. Dazu hat Oppo nun einen mehr oder weniger konkreten Zeitplan veröffentlicht:

Bis ins erste Quartal 2027 erhalten zahlreiche Geräte das Update.
Bis ins erste Quartal 2027 erhalten zahlreiche Geräte das Update | Grafik: Oppo

Diese Neuerungen erwarten dich mit ColorOS 17

Mit dem Update auf ColorOS 17 verspricht der chinesische Hersteller flüssigere Animationen und schnellere Reaktionen. Das neue «Living Flow Design» führt visuelle Effekte, Animationen und Berührungsreaktionen zu einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammen. Dadurch sollen Übergänge natürlicher wirken und Bedienelemente noch unmittelbarer auf Eingaben reagieren.

Oppo nennt in der Pressemitteilung drei prägende Elemente des neuen Designs: «Luminous Effect», «Fluid Motion» und «Flexible Feedback». Luminous Effect nutzt dezente Licht- und Transparenzeffekte, um Inhalte übersichtlicher darzustellen und die Orientierung innerhalb der Benutzeroberfläche zu erleichtern. Fluid Motion sorgt dafür, dass sich Bedienelemente beim Wechsel zwischen Apps und bei anderen Aktionen fliessend bewegen und verändern. Flexible Feedback lässt Schaltflächen und Werkzeugleisten unmittelbar auf Berührungen reagieren, indem sie sich beim Antippen kurz verformen.

Oppo optimiert den Ressourcenverbrauch

Die neue Systemarchitektur «Unified Rendering Architecture» soll auch bei hoher Auslastung eine flüssige Bedienung gewährleisten. Dafür führt Oppo bislang getrennte Prozesse zusammen, wodurch visuelle Effekte und Animationen durchgängiger dargestellt werden sollen. Gleichzeitig soll die neue Architektur die benötigte Rechenleistung reduzieren und damit die Effizienz verbessern.

In ausgewählten Testszenarien reduziert ColorOS 17 die Auslastung bei der Darstellung von Bildschirminhalten gegenüber der Vorgängerversion um bis zu 30 Prozent, so Oppo. Gleichzeitig benötigt das System dafür bis zu 25 Prozent weniger Arbeitsspeicher. Die neue «Adaptive Scheduling Architecture» verteilt die verfügbaren Ressourcen zudem gezielter zwischen aktiv genutzten Anwendungen und Hintergrundprozessen.

Im Vergleich zu ColorOS 16 soll die Stabilität beim Starten von Apps um bis zu 55 Prozent steigen. Vorschaubilder in der Galerie werden laut Oppo bis zu 50 Prozent schneller geladen. Darüber hinaus kann ColorOS 17 rund 25 Prozent mehr Apps im Hintergrund bereithalten.

Zahlreiche neue KI-Funktionen, aber nicht alle für Europa

Neben diesen Optimierungen kündigt Oppo auch eine Reihe an neuen KI-Funktionen für ColorOS 17 an. Allerdings werden nicht alle der Funktionen zum Markstart auch in Europa verfügbar sein.

  • AI Mind Pilot: ein KI-Assistent, der komplexe Aufgaben selbstständig erledigen kann. Dafür durchsucht er beispielsweise Fotos und Dokumente auf dem Smartphone, organisiert diese automatisch und kann aus den gefundenen Informationen neue Inhalte wie Reisepläne oder Websites erstellen.
  • AI Mind Suggest: Die KI-Funktion stellt abhängig von der Tageszeit und der jeweiligen Situation passende Informationen bereit. Dazu gehören beispielsweise Reiseerinnerungen, Informationen zu bevorstehenden Zug- und Flugverbindungen oder Musikempfehlungen.
  • OSee: Mit OSee lassen sich Objekte und Szenen direkt über die Smartphone-Kamera mithilfe künstlicher Intelligenz analysieren. Die Funktion kann beispielsweise Gegenstände erkennen, Nährwerte analysieren sowie Dokumente scannen und übersetzen.

Vorerst nicht in Europa oder nur eingeschränkt sind die folgenden KI-Funktionen verfügbar:

  • AI Photo Agent: Mit AI Photo Agent lassen sich Fotos mithilfe künstlicher Intelligenz bearbeiten. Nutzer können gewünschte Änderungen per Sprache beschreiben oder den Stil eines Referenzbildes auf eigene Aufnahmen übertragen.
  • AI Mind Space: Die Funktion dient als persönlicher Informationsspeicher, der Dokumente, Links und andere Inhalte mithilfe von KI analysiert und automatisch organisiert. Aus gespeicherten Informationen lassen sich beispielsweise individuelle Reisepläne erstellen.
  • AI Call Guard: Die KI-Funktion soll Nutzer vor Betrugsversuchen bei Telefonaten schützen. Dafür analysiert sie laufende Gespräche direkt auf dem Smartphone und warnt bei verdächtigen Aktivitäten, etwa KI-generierten Stimmen oder manipulierten Gesichtern.

Oppo kehrt in die Schweiz zurück

Nach drei Jahren Abwesenheit kehrt Oppo mit einem eigenen Online-Shop in die Schweiz zurück. Nach dem abrupten Aus des hiesigen Vertriebspartners Yang Technology AG kommt dieses Comeback durchaus überraschend – auch wenn Oppo gegenüber vybe stets betont hatte, am Schweizer Markt festhalten zu wollen. Mein Redaktionskollege Pascal Scherrer hat die Hintergründe in seinem Artikel ausführlich aufgearbeitet.

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