Der europäische Hersteller Fritz! von Produkten für die Heimvernetzung kündigt das umfangreiche Update auf Fritz!OS 8.50 für die Fritz!Box 7690 an. Es bringt zahlreiche neue Funktionen, darunter unter anderem neue DNS-Filter gegen unerwünschte Inhalte, zusätzliche Diagnosefunktionen und erweiterte Smart-Home-Automatisierungen. Auch bei der Telefonie und beim Ausfallschutz gibt es Neuerungen. Weitere ausgewählte Fritz!Boxen sollen schrittweise folgen.
Neue DNS-Filter verhindern Werbung auf allen Geräten
Eine besonders spannende Neuerung sind die DNS-Filter. Damit kann die Fritz!Box den Zugriff auf bestimmte Internetadressen direkt für alle Geräte im Heimnetz sperren. Dafür lassen sich öffentlich verfügbare Filterlisten einbinden, um beispielsweise bekannte Werbe-, Tracking- oder Phishing-Domains gezielt zu blockieren. Ruft ein Smartphone oder Computer eine Adresse auf, die auf einer solchen Liste hinterlegt ist, wird der Zugriff durch die Fritz!Box automatisch blockiert.
Wie umfassend der Schutz ausfällt, hängt entsprechend von den verwendeten Filterlisten ab. Die Funktion startet auf der Fritz!Box 7690 und soll im Zuge des Roll-outs auf weitere ausgewählte Modelle kommen.
Automatische Priorisierung von Videokonferenzen und Gaming
Mit dem Update auf Fritz!OS 8.50 wird eine automatische Priorisierung eingeführt. Die Fritz!Box erkennt dabei Anwendungen wie Videokonferenzen oder Online-Gaming und gibt deren Datenverkehr automatisch den Vorrang. Damit sollen Verzögerungen reduziert werden, insbesondere dann, wenn mehrere Geräte gleichzeitig die Internetverbindung beanspruchen.
In der Benutzeroberfläche wird am jeweiligen Netzwerkgerät angezeigt, ob die automatische Priorisierung aktiv ist. Auch nachträglich lässt sich dies noch bis zu 24 Stunden lang nachvollziehen. Enenfalls neu ist der sogenannte «Smart Check» in der MyFRITZ!App. Er informiert auf einen Blick auf dem Startbildschirm über den Zustand der Fritz!Box und liefert Hinweise zu Internet, Telefonie, WLAN, Smart Home und Sicherheit.
Ausfallschutz für 4G- und 5G-Modelle
Mit Fritz!OS 8.50 lässt sich der Ausfallschutz Fritz! Failsafe auch direkt auf den 4G- und 5G-Modellen nutzen. Diese können neu über einen LAN-Anschluss eine bestehende Internetverbindung verwenden, beispielsweise über ein vorgeschaltetes Glasfasermodem beziehungsweise einen ONT.
Fällt diese Verbindung aus, übernimmt vorübergehend die Mobilfunkverbindung die Internetversorgung im Heimnetz. Gerade für Personen, die auf eine zuverlässige Verbindung angewiesen sind, kann diese zusätzliche Absicherung praktisch sein.
Einfachere Telefonie und neue Smart-Home-Routinen
Für das Fritz!Fon bringt das Update einen neuen «Einfachen Modus». Er reduziert die Menüführung auf das Wesentliche und ermöglicht es, die Auswahltasten mit Rufnummern oder Funktionen zu belegen. Hinzu kommt eine SOS-Funktion: Bis zu vier hinterlegte Notfallkontakte werden bei Bedarf automatisch nacheinander angerufen.
Im Smart Home lassen sich vordefinierte Automatisierungen wie «Haus verlassen», «Nach Hause kommen» oder «Urlaub» mit wenigen Klicks einrichten. Auslösen lassen sie sich über zuvor in der Fritz!App Smart Home festgelegte Standortzonen. Mit einem kommenden Update sollen zudem mehrere Auslöser kombinierbar sein. Damit könnte eine Routine beispielsweise erst starten, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben.
Die Fritz!Box 5690 Pro erhält darüber hinaus die Möglichkeit, als Matter-Bridge zu arbeiten. Darüber lassen sich angemeldete Fritz!-Smart-Home-Geräte und kompatible Geräte anderer Hersteller in Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa einbinden und auch per Sprache steuern.
So installierst du Fritz!OS 8.50
Bei aktivierter Auto-Update-Funktion wird Fritz!OS 8.50 automatisch installiert. Alternativ kannst du das Update über die Benutzeroberfläche unter «fritz.box» mit einem Klick auf «Update starten» anstossen, sobald es für dein Modell verfügbar ist.