Mit dem Find X9 Ultra hat Oppo eines der derzeit spannendsten Kamera-Smartphones vorgestellt. Das neue Flaggschiff ist ab sofort in den Farben Tundra Umber und Canyon Orange zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1699 Euro verfügbar. Damit ist es trotz der besseren Kamera-Ausstattung rund 300 Euro günstiger als das Vivo X300 Ultra (1.999 Euro).
Die schlechte Nachricht für uns Schweizer:innen: Ein offizieller Marktstart ist hierzulande nicht geplant. Oppo ist inzwischen seit mehreren Jahren nicht mehr offiziell in der Schweiz vertreten. Pläne für eine Rückkehr gibt es unseren Informationen zufolge weiterhin nicht. Das Find X9 Ultra dürfte jedoch über die üblichen Händler wie Digitec/Galaxus als Import erhältlich sein.
„Das Find X9 Ultra stellt den bislang grössten Meilenstein in der Geschichte der Oppo-Bildgebung dar“, sagte Pete Lau, Senior Vice President und Chief Product Officer bei Oppo. „Durch die Kombination von modernster Optik, fortschrittlicher computergestützter Fotografie und leistungsstarken Kreativwerkzeugen, die gemeinsam mit Hasselblad entwickelt wurden, haben wir ein professionelles Gerät geschaffen, das diese Produktkategorie grundlegend neu definiert.“

Gleich zwei Kameras mit 200 Megapixeln
Das runde Kameramodul mit gleich vier Kameras bildet das Herzstück des Find X9 Ultra. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kameraspezialisten Hasselblad entwickelt. Es besteht aus einer leistungsstarken Hauptkamera mit 200 Megapixeln, einer f/1.5-Blende und einem großen 1/1,12-Zoll-Sensor. Mit 200 Megapixeln löst auch die f/2.2-Telekamera mit einem 1/1,28-Zoll-Sensor und dreifachem optischen Zoom auf.
Sollte der dreifache optische Zoom nicht ausreichen, steht darüber hinaus eine Periskop-Telekamera mit zehnfachem optischen Zoom mit f/3.5-Blende zur Verfügung. Abgerundet wird das Kamera-Setup durch eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit f/2.0-Blende und einem 1/1,95 Zoll Sensor sowie einem Multispektral-Sensor, der eine besonders genaue Farbdarstellung ermöglichen soll. Optional kann die 200-Megapixel-Telekamera mithilfe eines Tele-Konverters in eine 300-mm-Telekamera mit 13-fachem optischen Zoom umgewandelt werden.
Dank der Zusammenarbeit mit Hasselblad führt Oppo ausserdem ein paar spannende Kamera-Funktionen ein, wie etwa durch analoge Fotografie inspirerten Kameramodi oder den Hasselblad Master Mode. Letzterer erstellt Fotos mit einer dezenteren Bildverarbeitung. Ziel ist eine natürliche und detailreiche Wiedergabe mit einer weniger starken automatischen Abstimmung von Helligkeit und Kontrast. Unterstützt werden 50MP JPEG MAX und 50MP RAW MAX für sechs Brennweiten: 14 mm, 23 mm, 47 mm, 70 mm, 139 mm und 230 mm.

Videos mit in 8K und mit bis zu 30 fps
Auch im Videobereich erhält das Find X9 Ultra mehrere Erweiterungen. Das Smartphone unterstützt 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde in Dolby Vision HDR und hält die Zoomqualität von 0,6x bis 30x aufrecht. Zusätzlich ermöglichen die beiden 200MP-Kameras 4K-Aufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde sowie 8K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde. Dadurch bietet das System mehr Flexibilität für Zuschnitt und Reframing in der Postproduktion.
Für professionelle Workflows führt Oppo ausserdem O-Log2 ein. Das Profil ist darauf ausgelegt, mehr Details in dunklen Bildbereichen zu erhalten, Bildschlieren zu reduzieren und den Spielraum für das Color Grading zu erweitern. Dank der Zertifizierung für das Academy Color Encoding System (ACES) lässt sich das Material nahtlos in professionelle Workflows integrieren.
Erweitert werden die Videofunktionen zudem um die Unterstützung für 3D-LUTs von Drittanbietern, die direkt auf das Gerät geladen und dort in Echtzeit zur Vorschau individueller Farblooks genutzt werden können. Bei Bedarf kann das gewählte Farbprofil direkt in die Videodatei übernommen werden, was den Workflow weiter vereinfacht.
Darüber hinaus arbeitet Oppo gemeinsam mit Meta an einer optimierten Videoweitergabe für Instagram, um Qualitätsverluste zwischen Aufnahme und Upload weiter zu reduzieren.

Auch die restliche Ausstattung überzeugt
Auch wenn die Kamera zweifellos das Herzstück ist, kann auch die übrige Ausstattung überzeugen. Im Gegensatz zum Find X9 Pro kommt diesmal der High-End-Chipsatz Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm zum Einsatz. Es handelt sich dabei um den aktuell schnellsten Chipsatz für Android-Geräte. Das AMOLED-Display bietet eine Diagonale von 6,82 Zoll, eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz und eine HDR-Spitzenhelligkeit von 3.600 Nits.
Dank Silizium-Kohlenstoff-Akku gibt es eine Kapazität von 7050 mAh, der in Zusammenspiel mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 für eine sehr gute Laufzeit sorgen dürfte. Geladen wird der grosse Akku mit bis zu 100 Watt kabelgebunden und mit bis zu 50 Watt kabellos. Zur weiteren Ausstattung gehören eine IP69-Zertifizierung, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und USB-C mit einer Datenübertragung von bis zu 5 Gbit/s.
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