Apple dürfte schon bald die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 vorstellen. Kurz vor dem erwarteten September-Event gibt es nun neue Hinweise darauf, was sich bei den Smartwatches ändern könnte. Im Code von iOS 27 und watchOS 27 wurden gleich vier bisher unbekannte Funktionen entdeckt.
Die Informationen stammen von einem Nutzer des «MacRumors»-Forums, der verschiedene Stellen im Code analysiert hat. Darunter befinden sich Hinweise auf eine neue Fitness-App, detaillierteres Krafttraining, verbesserte Sensoren und deutlich mehr Speicher.
Apple plant offenbar eine «Readiness»-App
Eine der spannendsten Entdeckungen ist eine bisher unveröffentlichte App namens Readiness. In früheren Beta-Versionen soll Apple die Anwendung intern noch unter dem Namen «Cobalt» geführt haben.
Interessant ist vor allem ihre Position im System. In der vorgesehenen Anordnung des watchOS-27-Homescreens befindet sich die App offenbar direkt hinter der Trainings-App. Auch die Watch-App unter iOS 27 enthält entsprechende Verweise.
Was genau «Readiness» können wird, ist noch unklar. Der Name lässt aber vermuten, dass Apple damit die Trainingsbereitschaft und Erholung der Nutzenden auswerten möchte.
Andere Wearables bieten solche Funktionen schon länger. Dabei werden beispielsweise Schlaf, vergangene Trainingseinheiten und weitere Körperdaten miteinander kombiniert, um einzuschätzen, ob du bereit für das nächste intensive Training bist oder deinem Körper lieber etwas Erholung gönnen solltest.
Für Apple wäre das also weniger eine völlig neue Idee als vielmehr das Aufholen gegenüber der Konkurrenz.
Krafttraining wird endlich detaillierter
Deutlich umfangreicher könnte auch das Tracking beim Krafttraining werden. Im Code finden sich neue Datenstrukturen, mit denen einzelne Trainingssätze wesentlich genauer gespeichert werden können.
Neben Wiederholungen und verwendetem Gewicht könnten auch das benutzte Equipment, die trainierte Körperseite und die Dauer eines Satzes erfasst werden.
Dadurch wäre es beispielsweise möglich, bei einer Übung mehrere Sätze mit unterschiedlichen Gewichten und Wiederholungen separat zu dokumentieren.
Für regelmässiges Krafttraining wäre das ein durchaus sinnvolles Upgrade. Bisher konzentriert sich die Apple Watch bei Workouts stark auf klassische Messwerte wie Herzfrequenz, Dauer und Kalorienverbrauch. Ein detailliertes Trainingstagebuch könnte die Uhr auch für Fitnessstudio-Besucher interessanter machen.
Noch funktioniert das Ganze allerdings nicht. Die entsprechenden Strukturen befinden sich zwar bereits seit frühen Versionen von iOS 27 und watchOS 27 im System, Apps können diese Daten derzeit aber offenbar noch nicht regulär anlegen.
Neue Sensoren für bessere Messungen?
Auch bei der Hardware könnte Apple nachlegen. Im Code von watchOS 27 wurde eine neue Sensorfamilie mit der internen Bezeichnung «Sunstone4p0» entdeckt.
Dabei könnte es sich um eine überarbeitete Version der optischen Sensoren auf der Unterseite der Apple Watch handeln. Diese werden unter anderem für die Messung der Herzfrequenz verwendet.
Die neue Implementierung scheint Änderungen bei der Rauschunterdrückung vorzunehmen. Vereinfacht gesagt könnte die Uhr dadurch zuverlässigere Messwerte liefern, wenn das reflektierte Lichtsignal am Handgelenk schwach ausfällt.
Spannend ist ausserdem, dass die Sensorik offenbar unterschiedliche optische Kanäle verwenden kann. Welche zum Einsatz kommen, könnte davon abhängen, an welchem Handgelenk du die Uhr trägst und auf welcher Seite sich die Digital Crown befindet.
Ob Apple dafür tatsächlich neue Hardware verbaut oder lediglich die vorhandenen Sensoren anders ansteuert, lässt sich anhand des Codes allerdings noch nicht sagen.
Apple Watch könnte 128 GB Speicher bekommen
Die vierte Neuerung betrifft den internen Speicher. In der Firmware wurde ein NAND-Profil mit einer Kapazität von 1024 Gigabit entdeckt. Umgerechnet sind das 128 GB.
Damit würde Apple den Speicher gegenüber den bisherigen Modellen verdoppeln. Diese bieten 64 GB.
Das neue Speicherprofil soll zudem mit dem Chip T8320 verbunden sein, der bereits mit der kommenden Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 in Verbindung gebracht wurde.
Interessant ist auch der Vergleich mit den Betriebssystemversionen: In watchOS 26 soll Apple noch Profile für 64 und 128 GB hinterlegt haben. In den bisherigen Beta-Versionen von watchOS 27 findet sich offenbar nur noch die grössere Variante.
Das ist zwar ein ziemlich deutlicher Hinweis, aber noch keine Garantie dafür, dass tatsächlich alle neuen Modelle mit 128 GB ausgestattet werden.
Vieles deutet auf Fitness statt grosses Redesign
Die neuen Code-Funde passen zu bisherigen Gerüchten, wonach Apple bei der nächsten Generation vor allem Gesundheit und Fitness ausbauen möchte. Ein komplett neues Design wird dagegen aktuell nicht erwartet.
Die Apple Watch Series 12 und Ultra 4 sollen ausserdem einen schnelleren Prozessor erhalten. Bei der Series 12 soll Apple zudem erneut mit einem Keramikgehäuse experimentiert haben.
Was davon tatsächlich kommt, wissen wir voraussichtlich schon bald. Apple hat die vier im Code entdeckten Funktionen bislang nicht angekündigt. Gerade bei solchen Funden gilt deshalb: Apple kann Funktionen bis zur Veröffentlichung verändern, verschieben oder komplett streichen.