Seit dem 8. Oktober ist «Hellraiser: Revival» auf dem Markt. Obwohl die Kritiken gemischt sind, kommt das Horrorspiel bei Fans sehr gut an. Nach dem Filmreboot von 2022 ist es das erste grosse Projekt aus dem «Hellraiser»-Universum des britischen Autoren Clive Barker.
Im Interview mit Dread Central bezeichnet Barker das Spiel als «Weckruf», neues Leben in die Reihe bringen zu wollen. Die Botschaft laut Barker, aus dem Englischen übersetzt: Er habe viele Ideen, die er im Hellraiser-Universum verwirklicht sehen möchte, und plane, «die Finger im Spiel zu behalten».
Dabei war er selbst zunächst skeptisch, was das Spiel angeht. Er habe befürchtet, das Spiel werde zu stark zensiert, sei nun aber «ehrlich erstaunt», wie weit man gehen konnte. Sein Fazit, übersetzt und leicht entschärft: Er sei «verdammt stolz» auf das Ergebnis.
Rom, der Vatikan und die Inquisition
Was Barker vorhat, bleibt noch vage, klingt aber nach einer dunkleren Richtung. Nach eigenen Angaben sammelt er seine Ideen in Notizform. «Ich würde es gerne noch einmal versuchen und erkunden», sagt er.
Als grosse Inspiration nennt er einen Besuch in Rom und im Vatikan. Die prachtvollen Gemälde und Skulpturen, die düstere Geschichte der Inquisition und die Frage, wie sich diese Bilder in seine Vorstellung der Hölle übertragen lassen.
«Hellraiser» sei eine Mythologie, die echten Raum zur Entfaltung verdiene. Einiges davon passiere bereits in den neuen Comics, im Kino wolle er aber weiter gehen. Er habe viele Ideen, die darauf warteten, als Filme oder in anderen Medien umgesetzt zu werden.
Abrechnung mit dem alten System
Dass Barker heute freier planen kann, hat auch mit seinen Rechten zu tun. Seit Dezember 2021 hält er wieder die US-Urheberrechte an seiner Novelle «The Hellbound Heart» und an seinem ursprünglichen Drehbuch zu «Hellraiser».
Clive Barker publizierte 1986 die Novelle «The Hellbound Heart», die als Grundlage für den ersten «Hellraiser»-Film diente, den Barker selbst 1987 drehte. Der Film erreichte nicht zuletzt dank Doug Bradleys Darstellung des Höllenpriesters Pinhead Kultstatus und zog zahlreiche Fortsetzungen nach sich.
2015 schrieb Barker mit «The Scarlet Gospels» – auf Deutsch: Das Scharlachrote Evangelium – eine Fortsetzung zu seiner ursprünglichen Novelle.