Bringt VW in naher Zukunft den VW ID. Era 9X auch nach Europa?
Bringt VW in naher Zukunft den VW ID. Era 9X auch nach Europa? | Bild: Volkswagen
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VW könnte China-Modelle nach Europa bringen – dieses grosse SUV steht im Fokus

olkswagen bereitet Exporte aus China vor. Später könnte Europa folgen. Im Gespräch ist unter anderem das rund 5,2 Meter lange SUV ID. Era 9X.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Volkswagen bietet in China ein grundlegend anderes Modellportfolio an als in Europa. Dafür arbeitet der deutsche Autobauer mit mehreren chinesischen Herstellern zusammen, darunter Xpeng und SAIC. Schon länger gibt es Berichte, wonach Volkswagen prüft, die für China entwickelten Elektroautos auch auf internationalen Märkten anzubieten.

Im Interview mit Autocar ist VW-Chef Thomas Schäfer nun konkreter geworden. Volkswagen bereitet derzeit den Export chinesischer Modelle in Regionen vor, die sich von China aus leichter beliefern lassen als von Europa aus. Als Beispiele nennt Schäfer Australien und den Nahen Osten. Künftig könnten weitere Märkte hinzukommen, darunter auch Europa.

Hier wären vor allem Modelle interessant, die Volkswagen nicht eigens für den europäischen Markt entwickeln würde, etwa wegen ihrer Grösse. Schäfer nennt konkret den ID. Era, ein rund 5,2 Meter langes Elektro-SUV. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, bestehende Modelle zu ersetzen, sondern das Angebot zu ergänzen. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

Chinesische VW-Modelle sind technisch einen Schritt voraus

Die für China entwickelten VW-Modelle sind ihren europäischen Pendants in einigen Bereichen technisch voraus. Gemeinsam mit Xpeng hat Volkswagen eine 800-Volt-Architektur entwickelt, die hohe Ladeleistungen und damit kurze Ladestopps ermöglicht. Das ist besonders in China ein wichtiges Kaufkriterium, gewinnt aber auch in Europa an Bedeutung. Zudem habe Volkswagen durch die enge Zusammenarbeit mit seinen chinesischen Partnern die Entwicklungskosten deutlich senken können, so Schäfer.

Volkswagen steht in Europa vor zahlreichen Herausforderungen. Sinkende Bestellzahlen sorgen dafür, dass viele eigene Werke nicht mehr voll ausgelastet sind. Das erhöht den Druck, Kapazitäten anzupassen und Stellen abzubauen. Eine Möglichkeit, die Auslastung zu verbessern, wäre die Fertigung der für China entwickelten Modelle in europäischen Werken. Auf diese Option ging Schäfer im Interview allerdings nicht ein.

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