Galaxy Z Flip 8: Samsung sorgt mit vermeintlicher zweigleisiger Chip-Strategie für Kritik
Das Samsung Galaxy Z Flip 5 | Bild: vybe
Gerüchte Samsung Foldable

Galaxy Z Flip 8: Samsung sorgt mit vermeintlicher zweigleisiger Chip-Strategie für Kritik

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Ach Samsung, warum fährst du immer wieder mal zweigleisig? Genau dieser Gedanke kommt mir in den Sinn, wenn ich höre, dass Samsung beim kommenden Galaxy Z Flip 8 angeblich auf zwei unterschiedliche Chipsätze setzt. Die Hinweise verdichten sich nämlich, dass in Europa und Südkorea der hauseigene Exynos 2600 zum Einsatz kommen wird, während in allen übrigen Regionen der leistungsstärkere Snapdragon-Chipsatz von Qualcomm verbaut wird.

Mit anderen Worten: Käufer:innen desselben Foldables erhalten je nach Markt unterschiedliche Hardware. Dies ist problematisch, weil die Preise in Europa durch den schwächeren Chipsatz nicht etwa günstiger werden. Gerade bei Foldables, die ohnehin schon zu den hochpreisigen Produkten gehören, darf man erwarten, dass überall der gleich schnelle Chipsatz verbaut ist. Samsung sieht das offensichtlich anders und dürfte damit den einen oder anderen Nutzer ärgern.

Doch warum verfolgt Samsung eine zweigleisige Strategie? An erster Stelle soll damit eine potenzielle Preiserhöhung verhindert werden. Zudem bewegen sich die Preise für Arbeitsspeicher und internen Speicher auf einem extrem hohen Niveau. Durch den Einsatz des hauseigenen Chipsatzes dürfte Samsung pro Gerät einen nicht unerheblichen Betrag sparen können. Das ist ein nachvollziehbares Argument, das aber nicht erklärt, warum Europa und Südkorea erneut den Kürzeren beim Chipsatz ziehen.

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Laut weiteren Berichten geht Samsung davon aus, dass das Galaxy Z Flip nicht wegen seiner starken Hardware, sondern vielmehr wegen seines Designs gekauft wird. Würde Samsung den Preis aufgrund der nachweislich schwächeren Hardware etwas niedriger ansetzen, wäre das eine Sache. Aber trotzdem den vollen Preis zu verlangen, ist schon etwas dreist. Doch genau das, hat Samsung auch beim Galaxy S26 und Galaxy S26+ für Europa gemacht.

Ob diese Zweiklassengesellschaft für Samsung langfristig aufgeht? Ich weiss es nicht. Heikel ist die Strategie aber definitiv. Zwar dürfte sich die Zielgruppe der Galaxy-Z-Flip-Käuferinnen und -Käufer nicht primär für die verbaute Hardware interessieren, dennoch hinterlässt es einen schalen Beigeschmack, wenn je nach Region unterschiedliche Prozessoren zum Einsatz kommen. Immerhin: Das Galaxy Z Fold 8 und das Galaxy Z Fold 8 Wide sollen auch in Europa mit Snapdragon-Power kommen.

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