Mit dem Altior nimmt BYDs Luxusmarke Yangwang Konkurrenten wie den Rolls-Royce Ghost ins Visier.
Mit dem Altior nimmt BYDs Luxusmarke Yangwang Konkurrenten wie den Rolls-Royce Ghost ins Visier. | Bild: Yangwang
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BYDs Antwort auf Rolls-Royce: So luxuriös ist der Yangwang Altior

Der Yangwang Altior zielt auf Rolls-Royce und Maybach. BYDs Luxuslimousine bietet Massagesitze, 39 Lautsprecher und ein motorisiertes Champagnerfach.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Mit dem U9 Extreme hat BYDs Luxusmarke Yangwang gezeigt, wie schnell ihre Elektroautos sein können. Mit dem Altior zeigt sie nun, dass sie auch richtig luxuriöse Limousinen bauen kann. Wo feiert eine solche Limousine ihre Weltpremiere? Klar, in Abu Dhabi. Schliesslich gehören Rolls-Royce, Bentley und Maybach dort zum Strassenbild. Und genau deren Kundschaft will Yangwang mit dem Altior für sich gewinnen.

Mit 5,50 Metern Länge, 2,03 Metern Breite und 1,60 Metern Höhe ist der Altior eine imposante Erscheinung, die einem Rolls-Royce in Sachen Präsenz in nichts nachsteht. Das zeigt sich schon an der Front: Der mächtige Kühlergrill setzt sich aus 137 einzelnen Elementen im Edelsteinschliff zusammen. Die Lichtsignatur ist von einem traditionellen chinesischen Bronzengefäss inspiriert. Dazu kommen drei verschiedene 21-Zoll-Raddesigns mit Scheibenräder (poliert), Mehrspeichenräder oder vollständig geschlossene Radabdeckungen.

Champagner, Massagesitze und 39 Lautsprecher

Wie beim Rolls-Royce Ghost sind die Fondtüren hinten angeschlagen und lassen sich fast im rechten Winkel öffnen. Im Türfalz finden Regenschirme Platz. Auch an die Champagnergläser hat Yangwang gedacht: Sie verschwinden auf Knopfdruck in einem motorisierten Staufach. Der Champagner bleibt im 5,5 Liter fassenden Kühlschrank im Fond gut gekühlt. Bei Bedarf lässt sich das Fach auch zum Warmhalten nutzen.

Im Fond nehmen die Gäste auf zwei grosszügigen Einzelsitzen Platz, die eine breite Mittelkonsole voneinander trennt. Beide Sitze sind beheizbar, belüftet und bieten eine Massagefunktion. Elektrische Sonnenblenden schützen bei Bedarf vor neugierigen Blicken. Für Unterhaltung stehen ein Dynaudio-Soundsystem mit 39 Lautsprechern und ein 21,4-Zoll-Display bereit, das sich aus dem Dachhimmel absenken lässt.

Vier Elektromotoren und eine ungewöhnliche Schwimmfunktion

Der Altior basiert auf Yangwangs e4-Plattform und wird von vier unabhängig gesteuerten Elektromotoren angetrieben. Das System kann Stärke und Richtung des Drehmoments für jedes Rad einzeln regeln und die Antriebskraft mehr als 100 Mal pro Sekunde anpassen. Wie viel Leistung die vier Motoren zusammen liefern, hat Yangwang noch nicht verraten. Fest steht hingegen: Mit der «Tank Turn»-Funktion kann sich die Limousine nahezu auf der Stelle drehen. Für den Fahrkomfort sorgt ein aktives Fahrwerk, das sich in Echtzeit an die Strassenverhältnisse anpasst.

Auch die von anderen Yangwang-Modellen bekannte Notfall-Schwimmfunktion ist an Bord. Gerät der Altior ins Wasser, soll er vorübergehend schwimmfähig bleiben und sich dabei sogar manövrieren lassen. Auch Geely plant ein Fahrzeug mit einer ähnlichen Funktion.

Über 1000 Kilometer Reichweite und Flash-Charging

Wie erwartet setzt Yangwang auf die zweite Generation der Blade-Batterie. Sie soll dem Altior nach dem chinesischen CLTC-Zyklus eine Reichweite von mehr als 1000 Kilometern ermöglichen und BYDs Flash-Charging unterstützen. Angaben zur Batteriekapazität und zur maximalen Ladeleistung fehlen bislang. Gerüchte über eine mögliche Feststoffbatterie hat Yangwang bisher nicht bestätigt.

Yangwang Altior: Keine Infos zum Preis

Bei der Premiere des Altior rückte BYDs Luxusmarke Yangwang das Design und den Komfort der Limousine in den Vordergrund. Konkrete Angaben zu Systemleistung, Batteriekapazität und Reichweite blieb der Hersteller schuldig. Auch einen offiziellen Preis nannte Yangwang nicht. Gerüchten zufolge könnte der Altior in China umgerechnet rund 250’000 Franken kosten. Ob damit der Einstiegspreis gemeint ist, bleibt offen.

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