BYD verkauft so viele Elektroautos wie nie – Plug-in-Hybride verlieren an Bedeutung
Bei BYD gewinnen vollelektrische Modelle (BEV) an Bedeutung, während die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden sinkt. | Bild: vybe
News BYD Elektroauto

BYD verkauft so viele Elektroautos wie nie – Plug-in-Hybride verlieren an Bedeutung

BYD verkauft im Oktober 305’743 Elektroautos und erreicht einen neuen Rekord. Während der BEV-Absatz kräftig wächst, verlieren Plug-in-Hybride deutlich.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

BYD erreichte im Oktober 2026 einen neuen Höchststand beim Absatz vollelektrischer Fahrzeuge (BEV). Insgesamt verkaufte der chinesische Autobauer weltweit 490’168 Elektroautos und Plug-in-Hybride (PHEV). Dabei entwickeln sich die beiden Antriebsarten unterschiedlich: Während die rein elektrischen Modelle zulegen, gehen die Verkäufe der Plug-in-Hybride zurück.

Der Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahresmonat konnte BYD um elf Prozent steigern. Gegenüber September beträgt das Plus 5,7 Prozent. Damit erreicht der chinesische Autobauer seinen bislang höchsten Monatswert im Jahr 2026.

Elektroautos legen zu, in der Schweiz dominieren noch Plug-in-Hybride

Bei den Elektroautos verkaufte BYD 305’743 Fahrzeuge – ein Plus von 37,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ihr Anteil am Personenwagenabsatz steigt damit auf rund 63 Prozent. Anders sieht es bei den Plug-in-Hybriden aus: Deren Verkäufe sanken um 17,2 Prozent auf weltweit noch 177’382 Fahrzeuge.

Interessant ist diese Entwicklung auch mit Blick auf die Schweiz: In einem Interview Ende September erklärte BYD-Schweiz-Chef Ferdinando D’Apice, dass Plug-in-Hybride hierzulande rund 60 Prozent des BYD-Absatzes ausmachen, vollelektrische Modelle hingegen etwa 40 Prozent. Angesichts der höheren Treibstoffpreise könnte sich dieses Verhältnis künftig auch hierzulande zugunsten der rein elektrischen Modelle verschieben.

Exporte steigen, Jahresbilanz bleibt im Minus

Auch bei den Exporten legte BYD gegenüber dem Vorjahr kräftig zu: Im Oktober 2026 exportierte der Hersteller 170’194 Fahrzeuge und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Gegenüber September 2026 gingen die Exporte allerdings um 5,8 Prozent zurück. Neue Modelle wie der Dolphin G DM-i und der auf dem Pariser Autosalon vorgestellte Atto 8 könnten dem internationalen Geschäft in den kommenden Monaten zusätzliche Impulse verleihen.

Und wie sieht die bisherige Jahresbilanz aus? Von Januar bis Oktober verkaufte BYD weltweit rund 3,62 Millionen Fahrzeuge. Trotz der Erholung, zu der insbesondere die steigenden Exporte beitrugen, liegt der Absatz noch 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im chinesischen Heimatmarkt beträgt der Rückgang seit Jahresbeginn sogar 27,8 Prozent. Damit gewinnt das internationale Geschäft für BYD zunehmend an Bedeutung.

Mehr zum Thema: