Der BYD Seal in Schwarz vor einem Feld.
BYD will in der Schweiz in die Top 3 aufsteigen | Bild: vybe
News BYD Elektroauto

BYD greift VW, BMW und Mercedes an: In der Schweiz soll es in die Top 3 gehen

BYD will zu den drei grössten Automarken der Schweiz gehören. Dafür wächst das Händlernetz. Aktuell verkaufen sich Plug-in-Hybride besser als Elektroautos.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

BYD hat auf dem Schweizer Automarkt innerhalb eines Jahres stark zugelegt und inzwischen bereits den siebten Platz erobert. Im Gespräch mit finews verrät Ferdinando D’Apice, der seit August die Geschäfte von BYD Schweiz leitet, dass die Ambitionen damit noch längst nicht erfüllt sind. BYD möchte hierzulande wie in jedem anderen Markt zu den drei grössten Automarken gehören.

Für die Schweiz würde das bedeuten, dass entweder Volkswagen, Mercedes oder BMW einen Platz auf dem Podest räumen müsste. Ein sehr ambitioniertes Ziel, das inzwischen jedoch nicht mehr völlig unrealistisch erscheint. Bis Ende August verzeichnete BYD hierzulande knapp 4000 Neuzulassungen. Laut D’Apice gehen derzeit jedenfalls mehr Bestellungen ein, als das Unternehmen Fahrzeuge ausliefern kann.

Bis wann BYD in die Top 3 des Schweizer Automarkts vorstossen möchte, liess D’Apice jedoch offen. Damit das starke Wachstum anhält, treibt BYD den Ausbau seines Händlernetzes weiter voran. Aktuell arbeitet das Unternehmen schweizweit mit 31 Handelspartnern zusammen, weitere 15 bis 20 sollen dazukommen. Das Ziel sind möglichst rasch 55 Standorte.

Interessant dabei: BYD muss offenbar gar nicht aktiv auf potenzielle Partner zugehen. Laut D’Apice melden sich die Händler meist von selbst. Häufig handelt es sich um Mehrmarkenhändler, die entweder eine bestehende Marke durch BYD ersetzen oder ihr bisheriges Angebot ergänzen. Darunter befinden sich sowohl Händler von Premiummarken als auch Anbieter aus dem Mainstream-Segment.

In der Schweiz sind jedoch nicht Elektroautos am meisten gefragt. Laut dem BYD-Schweiz-Chef entfallen derzeit rund 40 Prozent der Verkäufe auf vollelektrische Modelle und 60 Prozent auf Plug-in-Hybride. Für BYD stellt das laut D’Apice kein Problem dar. Das Unternehmen möchte letztlich jene Antriebsarten anbieten, welche die Kundinnen und Kunden in der Schweiz nachfragen.

Wie sieht es mit der Premiummarke Denza aus?

Während das Geschäft mit den BYD-Modellen bereits gut angelaufen ist, muss sich die Premiummarke Denza in der Schweiz zunächst noch beweisen. Das ist auch D’Apice bewusst. Schliesslich haben bereits zahlreiche Hersteller versucht, die etablierten deutschen Premiummarken anzugreifen – bislang meist mit überschaubarem Erfolg. D’Apice betont jedoch, Denza sei gekommen, um zu bleiben.

Zum Marktstart bietet Denza gleich vier Modelle an. Drei weitere sollen im kommenden Jahr folgen und das Schweizer Angebot weiter ausbauen.

Mehr zum Thema: