Am 7. November startet die 13. Staffel von «American Horror Story» auf Disney+. Ryan Murphy holt dafür Figuren aus fast allen bisherigen Staffeln zurück, inklusive Jessica Lange, Evan Peters und Angela Bassett. Für Fans klingt das nach Pflichtprogramm. Die US-Kritik ist allerdings deutlich weniger euphorisch.
Laut Disney+ umfasst die neue Staffel 13 Folgen, die ab dem 7. November wöchentlich freigeschaltet werden. Passender könnte die Zahl kaum sein: Im Zentrum steht Ben DeSoto (Joey Pollari), ein Pfleger, der ausgerechnet an Triskaidekaphobie leidet, also an der Angst vor der Zahl 13. Er nimmt einen Job in The Apollyon an, einem unheimlichen Wohnhaus in New York. Und seine Nachbarschaft besteht aus altbekannten Gesichtern früherer Staffeln.
Staraufgebot der Extraklasse
Serienschöpfer Ryan Murphy selbst hat die Staffel als eine Art «Avengers» der Serie beschrieben, als Crossover aller bisherigen Staffeln, aber nicht als direkte Fortsetzung. Und die Gästeliste ist lang. Jessica Lange kehrt unter anderem als Constance Langdon («Murder House»), Schwester Jude («Asylum») und Fiona Goode («Coven») zurück.
Evan Peters spielt erneut Tate Langdon, Kai Anderson und James March, Angela Bassett ist wieder Voodoo-Königin Marie Laveau. Dazu kommen Sarah Paulson, Kathy Bates, Emma Roberts, Frances Conroy, Gabourey Sidibe, Billie Lourd und John Carroll Lynch als Twisty der Clown.
Viel Nostalgie, mässige Kritiken
In den USA läuft die Staffel bereits seit dem 24. September bei FX. Die Bilanz der Kritik ist durchzogen. Bei Rotten Tomatoes steht sie aktuell bei 60 Prozent positiven Kritiken, allerdings bei erst zehn Besprechungen. Metacritic kommt auf einen Metascore von 58, was dort als «gemischt» gilt. Das Publikum ist noch strenger: Der Zuschauerwert auf Rotten Tomatoes liegt bei 31 Prozent.
Bemängelt wird unter anderem die chaotische Erzählweise, ein fehlender roter Faden durch die Folgen und zu wenig Horror.
Meinung:
Ich mochte die ersten paar Staffeln noch sehr, irgendwann habe ich mich aber ausgeklinkt, weil es mir zu fade und wenig gruselig wurde. Trotz der tollen Besetzung und wiederkehrenden Schauspielern und Schauspielerinnen.
Das Konzept der neuen Staffel scheint mir ein zweischneidiges Schwert zu sein. Wer «Murder House», «Coven» oder «Freak Show» geliebt hat, bekommt ein Wiedersehen mit vielen Lieblingsfiguren.
Wer aber eine gut erzählte, eigenständige Horrorgeschichte sucht, wird wohl enttäuscht werden. Ohne Vorwissen aus allen zwölf Staffeln werde ich es wohl ohnehin schwierig haben, den Überblick zu behalten.