Was führt der Neuankömmling Robert Mallory (Homer Gere) im Schilde?
Was führt der Neuankömmling Robert Mallory (Homer Gere) im Schilde? (Bild: Screenshot Trailer / Disney+ / FX)
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«The Shards»: Serie vom «American Psycho»-Autor im ersten Trailer

Chris Bucher
Chris Bucher

In der Literaturwelt ist Bret Easton Ellis seit seinem Debüt «Unter Null» (Less Tan Zero) ein Begriff. Weltruhm erlangte der Autor jedoch mit seinem 1991 veröffentlichten Roman «American Psycho». Die sackbrutale Satire auf das Yuppieleben der 80er-Jahre wurde 2000 mit Christian Bale in der Hauptrolle verfilmt.

Jetzt steht die Serien-Verfilmung seines jüngsten Romans «The Shards» vor der Tür. Disney+ hat heute den ersten Trailer rausgehauen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

In dem 2023 erschienen Buch geht es um eine Gruppe Upperclass-Teenager im LA der 80er-Jahre, deren Intrigen, Eskapaden und einen Serienmörder. Als Erzähler fungiert eine fiktive Version von Ellis selbst, die in der Serie von Igby Rigney verkörpert wird.

Entstanden ist die Serie unter Mitwirkung von Ryan Murphy, der mit den Anthologie-Serien «American Horror Story», «Monster» und «Hollywood» bereits ein gutes Händchen für morbide und düstere Stoffe und Glitzerkulissen bewiesen hat.

Bei uns in der Schweiz startet «The Shards» am 6. August auf Disney+. Die Serie umfasst zehn Episoden.

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Meinung

Ich bin grosser Fan von Bret Easton Ellis' Schreibe. Auch wenn seine Bücher thematisch oft relativ nahe beieinander liegen, hat er einen kühlen und präzisen Stil, der mir sehr gefällt. Kaum ein Autor bringt das oberflächliche Leben von amerikanischen Rich Kids so gut auf den Punkt wie er.

Bei den Verfilmungen seiner Werke bin ich aber zwiegespalten. Der 1987 erschienene «Less Than Zero» (mit einem jungen Robert Downey Jr.) opferte den Zynismus und das bittere Ende des Buchs gegen Hollywood-Kitsch und hat damit den abschliessenden Schlag in die Magengrube gegen ein kuscheliges Kissen eingetauscht.

Ja, «American Psycho» ist ein Kultfilm mit toller Besetzung und grossartiger Regie. Verglichen zur Romanvorlage ist er aber ein Kindergeburtstag. Das ist aber verkraftbar, weil es einfach Szenen gibt, die nicht auf eine Kinoleinwand müssen. Und der Roman hat einige davon.

«Rules of Attraction» von 2002 ist tatsächlich recht nahe an der Vorlage dran, während «The Informers» von 2008 die undankbare Aufgabe hat, einzelne Geschichten zu einem schlüssigen Ganzen zusammenzuführen – und dabei ins Stolpern kommt. Der Film hat gute Momente und eine illustre Besetzung, aber an den «Vibe» von Ellis' Schnauze kommt er nicht ran.

Ob «The Shards» das besser gelingt, werden wir in wenigen Wochen erfahren.