Der Volkswagen-Konzern befindet sich im Umbruch. Erst kürzlich hat der Aufsichtsrat dem Zukunftsplan 2030 zugestimmt. Neben der Möglichkeit, dass Seat als Marke bis 2030 von der Bildfläche verschwindet, sieht der Plan auch eine drastische Reduzierung der Modellpalette bei allen Konzernmarken vor. Die Volkswagen-Gruppe möchte bis zum Jahr 2035 die angebotenen Modelle um ca. 50 Prozent reduzieren.
Das betrifft auch Skoda, die derzeit über das grösste Modellportfolio ihrer Firmengeschichte verfügt. Laut Unternehmenschef Klaus Zellmer wird derzeit geprüft, ob aus den beiden Kombi-Modellen Octavia und Superb künftig ein einziges Modell wird. Dabei soll vor allem der bisherige Superb auf der Kippe stehen. Dabei handelt es sich um den etwas grösseren und teureren Kombi. Der Octavia ist hingegen gemessen an den Verkaufszahlen deutlich beliebter.
Zwei Kombis sind so oder so ein Luxus. Zudem steht eigentlich schon jetzt fest, dass der nächste Skoda-Kombi auf einer vollelektrischen Plattform basiert und damit unter Umständen mindestens so viel Platz bieten könnte wie der aktuelle Superb. Wie der vollelektrische Octavia künftig aussehen könnte, zeigte Skoda unlängst mit dem Vision O. Das «O» dürfte dabei für Octavia stehen.
Skoda: Am Ende wird jedes Fahrzeug elektrisch sien
Bei Skoda ist man sich sicher, dass früher oder später alle Fahrzeuge elektrisch sein werden. «Am Ende wird alles elektrisch sein, daran besteht kein Zweifel», so Zellmer gegenüber Autocar. Allerdings könnte Skoda auch auf die Range-Extender-Technologie setzen, wie es im Bericht heisst. Dabei wird das Fahrzeug zwar rein elektrisch angetrieben, für zusätzliche Reichweite kommt jedoch ein Verbrenner zum Einsatz, der als Generator die Batterie mit Strom versorgt.
Stand heute soll der Vision O auf der neuen Scalable Systems Platform (SSP) des VW-Konzerns basieren. Damit wäre dann auch eine 800-Volt-Architektur an Bord, die endlich höhere Ladeleistungen ermöglichen dürfte. Bei den Abmessungen soll sich der Vision O zwischen Octavia und Superb positionieren. Damit wäre er gewissermassen der Kompromiss zwischen den beiden Modellen. Erscheinen soll der neue Kombi bis spätestens 2030.