Skoda Epiq, Einsteiger-SUV in Rot
Der Skoda Epiq | Bild: Skoda
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Skoda-Elektroauto für 20'000 Franken kommt wohl erst nach 2030

Skoda plant vor 2030 offenbar kein Elektroauto unterhalb des Epiq. Ein elektrischer Fabia, Scala oder Kamiq dürfte damit noch lange warten.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Mit der «European Urban Car Family» hat die Brand Group Core des Volkswagen-Konzerns, zu der VW, Skoda, Seat und Cupra gehören, gleich mehrere kompakte und preiswerte Elektroautos auf den Markt gebracht. Dazu zählen der VW ID. Polo, VW. ID Cross, der Skoda Epiq und der Cupra Raval. Je nach Modell starten die Preise bereits bei knapp 25'000 Franken.

Unter 25'000 Franken wird jedoch keines der neuen Elektroautos angeboten. Bei Volkswagen soll diese Lücke voraussichtlich 2028 der ID. Up schliessen. Doch wie sieht es bei Skoda aus, der derzeit erfolgreichsten Marke des VW-Konzerns? Dazu hat sich der «Noch»-Skoda-Chef Klaus Zellmer im Gespräch mit dem CAR Magazine geäussert – wenn auch nur vage.

Zellmer erklärte im Gespräch, dass die bislang nur mit Verbrennungsmotor erhältlichen Modelle Fabia, Scala und Kamiq frühestens nach 2030 elektrifiziert werden. Gerade diese Baureihen könnten theoretisch die Grundlage für ein Skoda-Elektroauto unter 20'000 Franken bilden. Im Modellportfolio würden sie sich unterhalb des bislang günstigsten Stromers, dem Skoda Epiq, einordnen.

Skoda hat bereits in der Vergangenheit angedeutet, dass der Fabia früher oder später als vollelektrisches Modell auf den Markt kommen könnte. Offensichtlich lässt sich der tschechische Autobauer damit jedoch reichlich Zeit. Bis 2030 dürften zahlreiche andere Hersteller deutlich günstigere Elektroautos anbieten. Spannend bleibt deshalb, ob auch der nächste Skoda-Chef an diesem Zeitplan festhält oder ein Elektroauto für rund 20'000 Franken doch früher auf den Markt bringt.

Meine Einschätzung

Mit ID. Polo, ID. Cross, Epiq und Raval macht der VW-Konzern einen wichtigen Schritt in Richtung Volumenmarkt. Für viele Käuferinnen und Käufer sind knapp 25'000 Franken aber noch immer viel Geld – gerade wenn ein Elektroauto den bisherigen Kleinwagen ersetzen soll.

Dass Skoda mit einem noch preiswerteren Elektroauto offenbar bis nach 2030 wartet, überrascht mich. Die Marke steht für praktische Autos zu vernünftigen Preisen und wäre aus meiner Sicht gut positioniert, um ein Modell für rund 20'000 Franken anzubieten. Bis dahin dürfte die Konkurrenz in diesem Segment allerdings deutlich grösser sein. Skoda riskiert, ausgerechnet beim Einstieg in den elektrischen Volumenmarkt anderen Herstellern das Feld zu überlassen.