Für OnePlus steht in Europa und den USA offenbar das Aus bevor. Laut Informationen von «Winfuture», soll der offizielle Rückzug der Marke in den kommenden Tagen angekündigt werden. Das Online-Portal beruft sich dabei auf gut informierte Quellen.
Damit würde eine Entwicklung bestätigt, die sich seit Monaten abgezeichnet hat. Gerüchte, wonach OnePlus sich aus Europa und den USA zurückziehen werde, kursieren schon seit Anfang Jahr. Damals hatte OnePlus die Gerüchte allerdings noch dementiert.
Neue Strategie als Grund für das Aus für OnePlus
Inzwischen sollen OnePlus und die Mutterfirma Oppo aber grundlegende Änderungen an ihrer Strategie vorbereiten. Demnach soll die Marke OnePlus komplett aus der westlichen Technikwelt verschwinden.
In Europa soll stattdessen Oppo stärker in den Vordergrund rücken. Der Mutterkonzern würde damit künftig die Rolle übernehmen, die OnePlus in mehreren westlichen Märkten bisher innehatte. Konkrete Details zur weiteren Expansion von Oppo wurden bislang nicht genannt.
Keine neuen OnePlus-Produkte mehr im Westen
Für Kundinnen und Kunden ist vor allem wichtig, was mit bestehenden Geräten passiert. Nach den vorliegenden Informationen sollen bereits verkaufte OnePlus-Produkte weiterhin Support und Updates bis zum Ende ihres jeweiligen Lebenszyklus erhalten. Neue OnePlus-Produkte sollen in Europa und den USA dagegen nicht mehr eingeführt werden.
Ob sich Oppo allerdings wirklich daran hält, ist eine andere Sache. Dass dies nicht immer so ist, hat der Rückzug von Oppo aus der Schweiz, vor rund drei Jahren gezeigt. Damals hatte Oppo ebenfalls versprochen, dass Schweizer Kunden weiterhin mit Updates versorgt werden. Doch schon zwei Jahre später, gab es für erste Top-Geräte keine Updates mehr.
Restbestände werden nur noch abverkauft
Die noch verfügbaren Geräte sollen in den kommenden Wochen und Monaten abverkauft werden. Nachschub ist offenbar nicht mehr geplant.
Das passt auch zur aktuellen Lage in den europäischen Online-Stores von OnePlus, wo viele Produkte bereits vergriffen sind. Auch im freien Handel dürfte das Angebot damit bald weiter schrumpfen.
Wie es in anderen wichtigen Märkten weitergeht, ist bisher nicht vollständig geklärt. Für Indien und China gibt es bislang keine offizielle Einordnung.
Zuletzt wurde allerdings darüber spekuliert, dass OnePlus dort künftig eher als Produktreihe unter dem Dach von Oppo weitergeführt werden könnte. Offiziell bestätigt ist das derzeit nicht.
Vom «Flaggschiff-Killer» zur Oppo-Marke
OnePlus war 2013 gegründet worden und hatte sich vor allem mit dem OnePlus One schnell einen Namen gemacht. Die Marke galt damals als günstige Alternative zu deutlich teureren High-End-Smartphones.
Über die Jahre verlor OnePlus jedoch zunehmend an Eigenständigkeit. Zuletzt wirkten viele Geräte vor allem wie angepasste Varianten von Oppo-Produkten. Teilweise waren die Geräte von Oppo und OnePlus sogar identisch. OnePlus Co-Gründer Carl Pei hat das Unternehmen bereits 2020 verlassen, um eine neue Technikmarke ins Leben zu rufen: Nothing.
Inzwischen ist Nothing eine Marke, die nebst Smartphones auch Kopfhörer und Smartwatches anbietet. Auch in der Schweiz ist Nothing inzwischen offiziell erhältlich.