Wer dachte, die Killer-Tomaten seien längst zu Ketchup verarbeitet worden, liegt daneben. Fast 50 Jahre nach dem Low-Budget-Original kehrt die wohl absurdeste Horrorfilmreihe überhaupt zurück: «Attack of the Killer Tomatoes: Organic Intelligence» ist der mittlerweile fünfte Teil der Franchise.
Der erste Film erschien 1978 mit einem Budget von gerade einmal 90'000 US-Dollar und entwickelte sich zum Kultfilm des Trash-Kinos. Es folgten drei Fortsetzungen sowie eine Trickfilmserie. Filmfans erinnern sich vor allem an den zweiten Teil von 1988, in dem ein junger George Clooney eine seiner ersten Rollen hatte.
Der neue Film ist allerdings längst fertig. Laut der offiziellen Website wurde er bereits im Februar bei einem privaten Screening auf dem Flugzeugträger USS Midway gezeigt, wo er auch zum Teil gedreht wurde.
Vor der Kamera stehen diesmal unter anderem Oscar-Preisträger Eric Roberts, der sich in den vergangenen Jahren zunehmend im B-Movie-Bereich einen Namen gemacht hat. Ebenfalls dabei sind John Astin, der seit dem zweiten Film zur Reihe gehört, David Koechner («Anchorman») und Catherine Corcoran («Terrifier»). Regie führte David Ferino, für den es der erste Film innerhalb eines bestehenden Franchise ist.
Ein erster Teaser macht schnell klar, dass sich die Reihe treu bleibt. Soll heissen: gottloser Trash. Schaut selbst:
Effekte sind gemäss Trailer ein Mix aus praktischen Puppen – wie im Original – und ziemlich schlechten CGI-Effekten. Aber ehrlich: Wer hat bei einem Killertomatenfilm mit guten Effekten gerechnet? Ich glaube sogar, die würden den Charme des Films ruinieren.
Mehr zum Film dürfte es an der San Diego Comic-Con geben. Darauf verweist die offizielle Website und nennt den Podcast «Skewed and Reviewed», der über einen Auftritt des Teams berichtet. Dem Podcast zufolge soll «Attack of the Killer Tomatoes: Organic Intelligence» im August in ausgewählten US-Kinos anlaufen.
Ob die mörderischen Riesentomaten auch Schweizer Kinos erreichen, ist eher fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass der Film später direkt auf Disc oder bei einem Streamingdienst erscheint.

Meinung
Was zum F...? Aber ganz ehrlich? Ich bin dafür zu haben. Liebevoller Trash kann manchmal besser unterhalten als «Seelenloses Unterhaltungsprodukt Nr. 3425» irgendeines grossen Studios oder Streaminganbieters. In dem Sinne: Ich schmeiss schonmal die Pommes in die Friteuse und warte, bis mir der Ketchup die Tür einrennt.
