Apple hat diese Woche das neue MacBook Pro mit OLED-Touchscreen vorgestellt. Zur Wahl stehen Modelle mit 14 oder 16 Zoll grossem Display sowie den Chips M5 Pro und M5 Max. Das 14-Zoll-Modell startet bei 2799 Franken, für die 16-Zoll-Version werden mindestens 3299 Franken fällig. Doch wie tief muss man für die Vollausstattung in die Tasche greifen?
Genau das hat mich wundergenommen. Gesagt getan: Entschieden habe ich mich für die 16-Zoll-Variante mit Nanotexturglas, M5 Max (18-Core CPU und 40-Core GPU), 128 GB Arbeitsspeicher und 16 TB SSD-Speicher. Dazu kommt ein 140-Watt-Netzteil. Und genau dieser Punkt hat mich schon überrascht: Apple liefert das MacBook Pro tatsächlich ohne passendes Netzteil aus – obwohl bereits das Basismodell 3299 Franken kostet. Schon etwas frech, nicht?
Mit dieser Ausstattung würde mich das MacBook Pro sage und schreibe 14’548 Franken kosten. Für dieses Geld könnte ich mir auch einen neuen Kleinwagen kaufen oder mit meiner Familie ausgiebig Ferien machen. Natürlich richtet sich eine solche Konfiguration an Profis mit besonders hohen Anforderungen. Als Privatanwender dürfte man diese Ausstattung kaum benötigen.

Das Beispiel zeigt allerdings auch, wie teuer Apples Speicher-Upgrades ausfallen. Allein für 128 GB Arbeitsspeicher werden 2000 Franken Aufpreis fällig. Noch happiger ist die 16-TB-SSD: Sie schlägt mit zusätzlichen 7000 Franken zu Buche und ist damit das teuerste Upgrade. Dagegen wirken die 300 Franken Aufpreis für den M5 Max mit 18-Core-CPU und 40-Core-GPU schon fast «günstig».
So oder so: Wer mehr Arbeitsspeicher und eine grössere SSD möchte, muss inzwischen sehr tief in die Tasche greifen. Das betrifft längst nicht nur Apple, sondern auch andere Hersteller. Selbst Smartphones sind infolge der Speicherkrise teurer geworden. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht – im Gegenteil: Erste Analysten rechnen inzwischen damit, dass die angespannte Lage bis weit über 2030 hinaus anhalten könnte.