«Kingdom Hearts» trifft auf «Coco» im ersten langen Trailer zu «Kingdom Hearts 4».
«Kingdom Hearts» trifft auf «Coco» im ersten langen Trailer zu «Kingdom Hearts 4». (Bild: Square Enix / Disney)
News Gaming PlayStation 5

«Kingdom Hearts 4»: 6 Dinge, die wir jetzt endlich wissen

Chris Bucher
Chris Bucher

Lange wurde gemunkelt – auch hier bei vybe.ch – und jetzt ist es fix: Vier Jahre nach der offiziellen Ankündigung von «Kingdom Hearts IV» hat Square Enix an der diesjährigen D23 endlich Nägel mit Köpfen gemacht und viele Infos zum kommenden Rollenspiel rausgehauen. Ich habe das wichtigste für dich zusammengefasst.

1: Das fast Unvorstellbare ist passiert: Es gibt einen Release-Zeitraum

Beginnen wir mit der Information, auf die Fans vermutlich seit ungefähr drei Frisuren von Tetsuya Nomura am Sehnlichsten warten: «Kingdom Hearts IV» soll Ende 2027 erscheinen.

Zwar gibt es noch keinen konkreten Tag oder Monat, aber «late 2027» ist immerhin konkreter, als all die Gerüchte davor. Disney bestätigte den Zeitraum sowohl beim Entertainment Showcase als auch nach dem «Deep Dive into Kingdom Hearts»-Panel.

Jetzt wissen wir auch, auf welchen Plattformen das Spiel erscheinen soll: PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.

Wir müssen also «nur» noch etwas mehr als ein Jahr warten. Das schaffen wir. Wahrscheinlich.

2: ¡Bienvenidos! Sora reist in die Welt von «Coco»

Die grosse neue Disney-Enthüllung ist diesmal eine Pixar-Welt: «Coco» wird Teil von «Kingdom Hearts IV». Der neue Trailer zeigt Soras Abenteuer in der farbenfrohen Welt des Pixar-Films – inklusive Land der Toten. Hier ein Trailer:

3: Micky, Donald und Goofy werden spielbar

Disney bestätigte am Panel, dass wir in «Kingdom Hearts IV» Micky Maus, Donald Duck und Goofy selbst spielen können, während das Trio nach Informationen über Soras Verbleib sucht.

Im Trailer gibt es auch schon erste Gameplay-Momente zu sehen. Juhu, endlich können wir selber entscheiden, wann Donald Duck seine MP für unsinniges Rumgeheile verballert und Elixiere verteilt, um läppische 2HP zu heilen. Mit Mickey bewegen wir uns gar durch ziemlich schräg anmutende Papierwelten.

4: Erste Bösewichter sind bekannt

Was wäre «Kingdom Hearts» ohne eine ganze Palette von Schurkinnen und Schuften. Im Trailer sind einige Bekannte zu sehen. Darunter etwa der blauflammige Hades aus «Herkules». Auch Riku ist zurück. Soras bester Kumpel, der gelegentlich auf die dunkle Seite wechselt, hat im Trailer einen kurzen Auftritt.

 Nomura bestätigte auch die Rückkehr der Oberhexe «Maleficent». Alle drei haben in vielen früheren Teilen bereits Auftritte gehabt und teils grosse Rollen gespielt. Wie wichtig sie für die Story von Teil 4 sein werden, müssen wir wohl noch abwarten.

5: Quadratum ist der Ausgangspunkt von Soras neuer Geschichte

Die D23-Präsentation erinnert ausserdem daran, wo wir Sora nach «Kingdom Hearts III» überhaupt wiederfinden. Nämlich in Quadratum, einer auffällig realistisch wirkenden Metropole, die stark an Tokios Viertel Shibuya erinnert. Sora ist dort nach den Ereignissen des dritten Hauptteils gestrandet.

Hier leben «normale» Menschen, es existieren Autos und grundsätzlich kommt Quadratum ziemlich fremd daher, wenn man es mit früheren Locations aus der Reihe vergleicht.

6: «Kingdom Hearts» kommt als Anime

Disney hat an der D23 zusätzlich eine originale «Kingdom Hearts»-Animeserie angekündigt.

Das Projekt trägt derzeit schlicht den Arbeitstitel «Kingdom Hearts» und entsteht für Disney Channel und Disney+. Tetsuya Nomura und das Kreativteam von Square Enix sind an der Entwicklung beteiligt; Nomura erklärte am Panel sogar, dass er stark in das Projekt involviert sei. Einen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht.

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Meinung:

Na endlich! Lange haben Fans wie ich gerätselt, wie es mit der Reihe weitergeht. Und vor allem auch wann. Jetzt wissen wir mehr und das Ding fühlt sich langsam wie ein existierendes Game an und nicht wie ein Stapel zusammengeklebter Gerüchte.

Technisch sieht das Ding schonmal richtig gut aus und ich freue mich drauf, wieder mit Sora – und neu auch mit dem Disney-Trio – knuffige Schattenwesen in die Tonne zu kloppen. Zwei Dinge bereiten mir allerdings noch Sorgen.

Zum einen hoffe ich, dass Teil 4 mit einer besseren Story aufwartet als Teil 3. Und generell einer Story, der man auch folgen kann, wenn man nicht alle drölfundzwanzig Spin-offs und Prequels gespielt hat. Denn unter uns: So langsam versteht doch keine Sau mehr, worums in den Spielen überhaupt noch geht.

Und zum anderen geizt auch der neue Trailer mit «Final Fantasy»-Charakteren. Sprich: Er zeigt gar keine. Schon Teil 3 hatte ausser einigen Background-Hommagen nichts mehr mit «Final Fantasy» am Hut und das fand ich sehr schade. Für mich war das Crossover zwischen Disney-Figuren und bekannten «Final Fantasy»-Charakteren eines der Highlights der früheren Spiele.