Google Pixel 11 Pro XL im Test: Stark im Alltag – aber nicht ohne Schwächen
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Test Google Smartphone

Google Pixel 11 Pro XL im Test: Stark im Alltag – aber nicht ohne Schwächen

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Inhaltsverzeichnis

Erst mit der Pixel-8-Generation, die Google vor drei Jahren vorgestellt hat, sind die Pixel-Smartphones offiziell in der Schweiz erhältlich. An die Ankündigung kann ich mich noch bestens erinnern. Denn selten habe ich mich so sehr auf ein neues Smartphone gefreut wie damals, als endlich feststand, dass auch wir in der Schweiz die Pixel-Smartphones offiziell kaufen können.

Auch wenn man hin und wieder das Gefühl hat, dass Smartphones inzwischen kaum noch grosse Fortschritte machen, zeigt der Blick zurück auf das Pixel 8 Pro doch ganz gut, wie sich das neue Pixel 11 Pro XL in den vergangenen drei Jahren technisch und optisch weiterentwickelt hat. Klar, das Rad kann auch Google nicht jedes Jahr neu erfinden. Das ist aber auch gar nicht nötig. Schliesslich kauft sich – abgesehen von ein paar Tech-Nerds – kaum jemand jedes Jahr ein neues Smartphone.

Nun ist es aber an der Zeit herauszufinden, ob Googles aktuelles Topmodell auch im Alltag überzeugen kann. Das vor einem Monat vorgestellte Pixel 11 Pro XL hat mich in den vergangenen Wochen als Daily-Driver begleitet. Inzwischen konnte ich mir ein ziemlich gutes Bild davon machen. Was gefällt mir? Und wo gibt es noch Verbesserungspotenzial? Das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Design und Verarbeitung

Google setzt bereits seit dem Pixel 6 auf eine horizontale Kameraleiste. Das sieht nicht nur markant aus, sondern hat auch einen praktischen Vorteil: Liegt das Smartphone auf einer ebenen Fläche wie einem Tisch, wackelt es beim Bedienen nicht hin und her. Bei einem Galaxy S26 Ultra ist das aufgrund der hervorstehenden Kameras, die links oben auf der Rückseite sitzen, hingegen deutlich stärker der Fall.

Natürlich könnte man Google nun vorwerfen, dass sich das Pixel 11 Pro (XL) kaum vom Vorgängermodell unterscheidet. Denn abgesehen von der Kameraabdeckung, die nun vollständig aus einem Stück Glas vor einem schwarzen Hintergrund besteht, sieht es dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich. Für mich stellt die neue Generation letztlich eine konsequente Verfeinerung des bisherigen Designs an.

So feiere ich Google auch dafür, dass das Testmodell in Obsidian (Schwarz) nun komplett matt gehalten ist – inklusive Gehäuserahmen. Das sieht wirklich schick aus. Google muss man zudem zugutehalten, dass sich der Hersteller bei den Farbvarianten etwas traut. Besonders angetan hat es mir die Variante in Olive. Ich habe sie zwar noch nie live gesehen, auf den Pressebildern sieht sie jedenfalls extrem gut aus. Wer es noch etwas bunter mag, der sollte sich das Pixel 11 ansehen.

Bei den Abmessungen hat sich gegenüber dem Vorgängermodell mehr oder weniger nichts verändert. Dafür konnte Google das Gewicht des Pixel 11 Pro XL nochmals reduzieren. Statt 232 Gramm bringt es nun 226 Gramm auf die Waage. Das sieht zwar auf dem Datenblatt nicht nach besonders viel aus, macht sich im Alltag aber dennoch bemerkbar. Die Haptik ist hochwertig, zudem liegt das Pixel 11 Pro XL angenehm und sicher in der Hand.

Das Display lässt sich dank seiner hohen Helligkeit problemlos bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen | Bild: vybe

Display

Google verbaut im Pixel 11 Pro XL ein 6,8 Zoll grosses AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2992 × 1344 Pixeln und einer adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz. Gegenüber dem Vorgänger wurde die Spitzenhelligkeit um 10 Prozent auf nunmehr bis zu 3600 Nits erhöht. Damit lässt sich das ansonsten ausgezeichnete Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesen.

Erwähnenswert ist beim Display auch die neue Anti-Kratz-Beschichtung. In der Vergangenheit zeigten sich Pixel-Smartphones besonders anfällig für Mikrokratzer. Obwohl ich die Vorgängermodelle jeweils mit äusserster Vorsicht behandelt habe, waren schon nach kurzer Dauer bei genauer Betrachtung erste feine Kratzer zu erkennen. Genau das soll die neue Beschichtung verhindern. Nach vier Wochen Nutzung kann ich vorsichtig sagen: Sie scheint tatsächlich etwas zu bringen. Denn feine Kratzer konnte ich auf dem Display bislang keine ausmachen.

Gerade bei Flaggschiff-Smartphones fallen die Displayränder inzwischen meist extrem dünn aus. Beim Pixel 11 Pro XL sind sie zwar keineswegs übermässig breit, im Vergleich zu einigen Konkurrenzmodellen aber dennoch deutlich sichtbarer. Dafür arbeitet der direkt ins Display integrierte Fingerabdrucksensor schnell und zuverlässig.

Leistung und Ausstattung

In den letzten Jahren passte eine hohe Leistung nicht so ganz zu den Pixel-Smartphones. Google setzt seit Jahren auf einen eigenen Chipsatz, der zumindest in Benchmarks nie mit den Top-Chips von Qualcomm oder MediaTek mithalten konnte. Im Pixel 11 Pro XL kommt nun der neue Tensor G6 zum Einsatz, der über eine komplett neue Architektur verfügt und auch ein neues 5G-Modem von MediaTek integriert.

Vorweg: Nein, auch der Tensor G6 erreicht nicht die Werte eines Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es dennoch ein Leistungsplus von ca. 15 Prozent in den gängigsten Benchmarks. Gegenüber Qualcomm liegt Google damit weiterhin teils deutlich zurück. Wer mich kennt, weiss allerdings, dass ich kein grosser Fan von reinen Benchmark-Werten bin. Letztlich zählt für mich, wie gut das Gerät im Alltag performt.

Verstecktes Downgrade: Basismodell mit weniger Arbeitsspeicher

Und beim Pixel 11 Pro XL gibt es diesbezüglich nichts auszusetzen. Das Gerät läuft im Alltag absolut flüssig, unter anderem dank 12 bzw. 16 GB Arbeitsspeicher. Beim Arbeitsspeicher gibt es in diesem Jahr effektiv ein verstecktes Downgrade: Das Pixel 11 Pro XL ist nicht mehr standardmässig mit 16 GB RAM ausgestattet. Das Basismodell mit 256 GB Speicher kommt nur noch mit 12 GB RAM. Erst ab 512 GB und 1 TB Speicher gibt es wieder 16 GB RAM. Der Grund dafür dürfte bei den hohen Kosten für Speicherchips liegen. Immerhin streicht Google dafür das 128-GB-Modell, das einfach nicht mehr zeitgemäss war.

Google verspricht, dass auch das Modell mit 256 GB Speicher und 12 GB RAM gegenüber dem Vorgänger mit 16 GB RAM einen Leistungssprung macht. Da wir für diesen Test das Modell mit 512 GB Speicher erhalten haben, können wir diese Aussage allerdings nicht näher verifizieren. Grundsätzlich sollte man die 12 GB RAM aber nicht überbewerten. Selbst ein Galaxy S26 Ultra kommt standardmässig mit 12 GB RAM aus und ist damit mehr als performant unterwegs.

Einfache Games wie etwa Golf Blitz laufen auch auf dem Pixel 11 Pro XL problemlos | Bild: vybe

Leistung in grafikintensiven Games und KI

Wer jedoch bei grafikintensiven Games immer die höchste Framerate erreichen möchte, sollte sich nach einem anderen Smartphone umsehen. Das zählt definitiv nicht zu den Stärken der Pixel-Serie. Zwar kommt auch in diesem Jahr eine etwas leistungsfähigere Grafikeinheit (GPU) zum Einsatz, doch im Vergleich zur Konkurrenz liegt sie weiterhin teilweise deutlich zurück. Zudem hat die neue Pixel-11-Serie offenbar mit einigen bekannten Games Probleme. Dazu gehört auch das extrem populäre Genshin Impact, das aufgrund einer fehlerhaften Farbdarstellung zumindest zum Marktstart auf den neuen Pixel-Modellen unspielbar ist.

Google hat den Fokus beim Tensor G6, der übrigens weiterhin im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, auf die hauseigene TPU gelegt. Sie kümmert sich um die Berechnungen für Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Laut Google liefert die neue TPU eine um 50 Prozent höhere Leistung. Davon profitieren auch die neuen KI-Funktionen der Pixel-11-Serie, die vermutlich aufgrund des neuen TPUs teilweise exklusiv den neuen Modellen vorbehalten bleiben.

Das WLAN-Modul verrichtet einen guten Dienst und sorgt für hohe Geschwindigkeiten | Bild: vybe

Das NFC-Modul ist endlich an richtiger Stelle

Manchmal kann es ganz schön mühsam sein, wenn man nicht genau weiss, wo die Hersteller das NFC-Modul verbaut haben. Bei Google befand sich der Chip bisher in der Nähe der Kamera auf der Rückseite. Beim Pixel 11 Pro XL ist das Modul nun noch etwas weiter nach oben in Richtung Geräterand gewandert. Genau dort, wo ich es auch erwarten würde. Denn gerade beim kontaktlosen Bezahlen macht diese Positionierung aus meiner Sicht am meisten Sinn.

Hinsichtlich der Konnektivität liefert das Pixel 11 Pro XL genau das, was man von einem Flaggschiff-Smartphone im Jahr 2026 erwartet. Unterstützt werden Wi-Fi 7, Bluetooth 6, UWB und auch Thread. Natürlich ist auch 5G an Bord. Wie bereits erwähnt, setzt Google dabei auf ein neues Modem von MediaTek und nicht mehr auf eines von Samsung. Das neue Modem soll höhere Geschwindigkeiten bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch ermöglichen. Im Test konnte ich hinsichtlich Geschwindigkeit und Empfangsleistung allerdings keine grossen Unterschiede feststellen.

HiLight in Aktion | Bild: vybe

HiLight ist kein Highlight

Beim Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL verzichtet Google auf den Temperatursensor und integriert stattdessen als neues Highlight eine mehrfarbige LED in das rückseitige Kameramodul. Diese dient einerseits als Blitzlicht, kann andererseits aber auch verschiedene Farben darstellen. Was zunächst nach einer mehr oder weniger klassischen Benachrichtigungs-LED klingt, ist zum aktuellen Zeitpunkt leider noch keine.

Derzeit leuchtet HiLight lediglich, wenn Gemini per Sprachbefehl aktiviert wird oder ein Anruf von einem zuvor festgelegten Kontakt eingeht. Auf andere Benachrichtigungen wie Nachrichten oder E-Mails reagiert die LED hingegen nicht. Hinzu kommt, dass ich mein Smartphone nur selten mit dem Display nach unten ablege, wodurch die Position für mich ohnehin eher unpraktisch ist. Auch der Funktionsumfang fällt schlicht zu begrenzt aus. Ein echtes Highlight ist HiLight damit bei Weitem nicht.

Kamera

Wer sich ein neues Smartphone für über 1000 Franken kauft, hat in der Regel auch hohe Erwartungen an die Kamera. Ein Punkt, bei dem die Pixel-Serie in der Vergangenheit stets überzeugen konnte. Zwar gibt es inzwischen noch stärkere Kandidaten, darunter etwa das Xiaomi 17 Ultra oder das Oppo Find X9 Ultra, doch Google konnte bisher zumindest mit den besten Kameras auf dem Markt mithalten.

Beim Pixel 11 Pro XL setzt Google erneut auf ein Triple-Kamera-Setup, bestehend aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera, einer 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einer 48-Megapixel-Telekamera. Auf dem Datenblatt sieht es zunächst nach einem klassischen Copy-paste des Vorgängermodells aus. Ganz so ist es aber nicht: Google verbaut einen neuen Sensor für die Hauptkamera und auch für die Telekamera. Unverändert bleiben hingegen die Ultraweitwinkelkamera und Selfiekamera.

Im Test überzeugte die Hauptkamera bei guten Lichtverhältnissen mit hoher Schärfe und vielen Details. Besonders hervorzuheben sind die Verbesserungen bei Nacht im Modus «Nachtsicht». Bei schwierigen Lichtverhältnissen werden die Aufnahmen nach dem Auslösen mithilfe der Software nachträglich optimiert. Dank des leistungsstärkeren Prozessors geschieht das spürbar schneller als bisher. Das Resultat kann sich Qualitativ sehen lassen.

Das Upgrade der Telekamera macht sich nicht nur auf dem Datenblatt bemerkbar, sondern resultiert auch in besseren Bildern. Dank des grösseren Sensors liefert die 5-fach optische Telekamera äusserst detailreiche und scharfe Aufnahmen. Selbst bei einer 10-fachen Vergrösserung bleiben die Bilder auf einem hohen Niveau. Dank des grösseren Sensors profitiert die Telekamera auch bei Nachtaufnahmen von einer deutlich besseren Qualität. Im Vergleich zum Vorgänger stellt die neue Telekamera damit eine deutliche Verbesserung dar.

Mit «Pro Zoom» lassen sich neu Aufnahmen mit bis zu 120-facher Vergrösserung machen. Hier kommt entsprechend auch einiges an KI zum Einsatz. Das funktioniert teilweise gar nicht mal so schlecht. Aus meiner Sicht sind diese extrem hohen Zoombereiche unterm Strich aber eher eine Spielerei. Bei Gebäuden kann die KI noch für durchaus brauchbare Aufnahmen sorgen. Sobald allerdings Menschen auf dem Bild zu sehen sind, sieht das Ergebnis oftmals ziemlich gruselig aus.

Übrigens, kann beim Pixel 11 Pro XL nun auch die Telekamera für Portraitaufnahmen genutzt werden. Sprich, auch stark herangezoomte Sujets lassen sich mit dem beliebten Bokeh-Effekt verfeinern.

Kein Upgrade gibt es bei der Ultraweitwinkelkamera. Entsprechend bleibt auch die Bildqualität weitestgehend unverändert. Im Vergleich zur Haupt- und Telekamera fällt sie dann auch wenig überraschend etwas ab. Besonders zu den Rändern hin verlieren die Aufnahmen an Schärfe und Details. Bei der Farbwiedergabe ist die Ultraweitwinkelkamera hingegen konsistent mit den beiden anderen Kameras.

Bei Videoaufnahmen hinkte Google lange der Konkurrenz hinterher. Das hat sich spätestens seit dem Pixel 10 Pro (XL) geändert. Auch das Pixel 11 Pro XL macht gute bis sehr gute Videos mit bis zu 8K-Auflösung. Die 8K-Aufnahmen haben allerdings einen kleinen Haken: Sie werden zunächst in der Cloud und nicht lokal verarbeitet. Dasselbe gilt für den Super-Stabil-Modus, der ebenfalls auf die Rechenleistung der KI-Cloud angewiesen ist.

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Neue Software-Funktionen für die Kamera

Dank der zusätzlichen Rechenleistung des Tensor G6 führt Google zahlreiche neue Software-Funktionen für die Kamera ein. Den Anfang machen die «Magischen Aufnahmen», einen Modus, den wir unter anderem auch schon bei Samsung gesehen haben. Dabei werden Videos mit einer Länge von maximal 30 Sekunden aufgezeichnet. Anschliessend erstellt die KI automatisch eine Auswahl der besten Bilder und fasst diese zusammen.

Für Creators integriert Google in die Kamera-App einige hilfreiche neue Funktionen. Dazu gehört etwa ein Teleprompter, der automatisch nach unten scrollt, während man spricht. Ebenfalls lässt sich ein virtueller Rahmen rund um das Video einblenden, der den optimalen Bildausschnitt visualisiert. Dazu kommt eine Anzeige des Lautstärkepegels, mit der sich direkt während der Aufnahme überprüfen lässt, ob der Ton passt.

Mittels neuer Kamera Looks lässt Google dem Nutzer mehr Spielraum beim Aussehen der Fotos. Es sind somit quasi Filter, die sich voreinstellen lassen. Wem beispielsweise der standardmässig aktive Pixel-Look nicht gefällt, kann so die Farbwiedergabe und Belichtung rasch und unkompliziert anpassen. Wer etwas weitergehen möchte, kann auch einen eigenen Stil zusammenstellen.

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Software und KI

Das Pixel 11 Pro XL kommt ab Werk wenig überraschend mit dem aktuellen Android 17. Wer eine möglichst cleane Benutzeroberfläche bevorzugt, ist bei Google jedenfalls an der richtigen Adresse. Das gilt auch für alle, die über mehrere Jahre Software-Updates erwarten. Google verspricht weiterhin insgesamt sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates für das Flaggschiff-Smartphone.

Bei Google spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine grosse Rolle - wie mittlerweile wohl bei jedem Unternehmen. Unter «Gemini Intelligence» fasst Google zahlreiche KI-Dienste und -Funktionen zusammen. Vieles von dem, was Google auf dem Pixel-Event an neuen KI-Features vorgestellt hat, ist allerdings in Europa noch gar nicht verfügbar und dürfte hierzulande auch nicht so schnell verfügbar werden.

Erwähnenswert ist der neue bzw. verbesserte Desktop-Modus. Das Smartphone lässt sich einfach an einen externen Monitor anschliessen, woraufhin auf Wunsch der Desktop-Modus startet. Das funktioniert im Test einwandfrei. Maus und Tastatur können selbstverständlich ebenfalls via Bluetooth gekoppelt werden. Bei der Pixel-11-Generation werden neu zudem Monitore mit 4K-Auflösung unterstützt.

Pixel 11 Pro XL hat für Qi2-Charging die Magnete direkt integriert | Bild: vybe

Akku und Laufzeit

Während chinesische Hersteller dank Silizium-Kohlenstoff-Akkus in ihren Smartphones teilweise schon fast utopische Akkukapazitäten verbauen, bleibt Google bei der herkömmlichen Akku-Technologie. Entsprechend gibt es auch bei der Kapazität kein Upgrade. Im Gegenteil: Mit 5115 mAh fällt der Akku sogar etwas kleiner aus als beim Pixel 10 Pro XL, das über 5200 mAh verfügt.

Die gute Nachricht: Trotz des kleineren Akkus erreicht das Pixel 11 Pro XL spürbar bessere Laufzeiten als sein Vorgängermodell. Zu verdanken ist dies dem neuen Tensor G6 und vermutlich auch dem deutlich effizienteren 5G-Modem. Letztlich komme ich mit einem vollen Akku problemlos über den Tag. Und ich würde mich selbst eher zur «Power-User»-Fraktion zählen.

Wie immer gilt bei der Akkulaufzeit aber: Das Nutzungsverhalten spielt eine entscheidende Rolle. Wer hauptsächlich Games auf dem Pixel 11 Pro XL spielt, muss entsprechend früher wieder zum Ladegerät. Das ist letztlich aber bei jedem Smartphone so. Dank Schnellladen lässt sich das Pixel 11 Pro XL in einer halben Stunde auf immerhin gut 70 Prozent aufladen. Kabellos wird Qi2.2 inklusive integrierter Magnete mit 25 Watt unterstützt.

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Das Testfazit zum Google Pixel 11 Pro XL

Das Pixel 11 Pro XL hat mir in den vergangenen Wochen vor allem als Gesamtpaket gefallen. Es liegt trotz seiner Grösse gut in der Hand, das helle Display überzeugt auch draussen und im Alltag läuft alles flüssig. Dazu kommen die bessere Akkulaufzeit und eine Kamera, auf die ich mich in jeder Situation verlassen konnte. Besonders die neue Telekamera ist ein spürbarer Fortschritt: Sie liefert auch bei stärkerem Zoom und wenig Licht überzeugende Bilder.

Ganz ohne Schwächen ist Googles Topmodell aber nicht. Für grafikintensive Games gibt es zweifellos leistungsfähigere Smartphones, die Ultraweitwinkelkamera fällt gegenüber den anderen beiden Kameras ab und HiLight (die neue Benachrichtigungs-LED) bietet derzeit schlicht zu wenig, um im Alltag einen Nutzen zu haben. Auch von den angekündigten KI-Funktionen kommt in der Schweiz bislang nur ein Teil an.

Mit dem Pixel 11 Pro XL liefert Google kein grundlegend überarbeitetes Smartphone, bessert mit der verbesserten Telekamera und der längeren Akkulaufzeit aber in zwei wichtigen Punkten nach. Wer bereits ein Pixel 9 Pro XL oder 10 Pro XL nutzt, bekommt wohl zu wenig Gründe für einen Wechsel. Von einem älteren Pixel kommend, dürfte man hingegen die Fortschritte deutlich merken.