Das Pixel 11 Pro. Es ist eines von vier Modellen aus der neuen Pixel-11-Reihe.
Das Pixel 11 Pro. Es ist eines von vier Modellen aus der neuen Pixel-11-Reihe. | Bild: Google
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Google Pixel 11: Das sind die neuen Smartphones für die Schweiz

Pascal Scherrer
Pascal Scherrer

Google schickt seine nächste Smartphone-Generation ins Rennen. Bereits zuvor war durch etliche Leaks so gut wie alles bekannt. Die Pixel-11-Serie besteht aus vier Modellen: Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold. Auf den ersten Blick bleibt vieles vertraut. Unter der Haube gibt es mit dem Tensor G6 jedoch einen neuen Chip, dazu überarbeitete Kameras und neue KI-Funktionen.

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Die ganz grosse Hardware-Revolution bleibt dabei aus. Google verbessert seine Smartphones vor allem punktuell und verlangt dafür in der Schweiz mindestens 899 Franken. Die Pro-Modelle knacken teilweise deutlich die Marke von 1000 Franken.

Pixel 11 bekommt erneut drei Kameras

Das Pixel 11 ist in vier verschiedenen Farben erhältlich.
Das Pixel 11 ist in der Schweiz vier verschiedenen Farben erhältlich. | Bild: Google

Das normale Pixel 11 bleibt mit seinem 6,3-Zoll-OLED vergleichsweise kompakt. Das Display löst mit 1080 × 2424 Pixeln auf und arbeitet mit einer variablen Bildwiederholrate zwischen 60 und 120 Hertz. Google gibt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits an. Geschützt wird der Bildschirm durch Gorilla Glass Victus 2.

Interessanter ist die Kamera. Auf der Rückseite stecken eine 48-Megapixel-Hauptkamera, eine Ultraweitwinkelkamera mit 13 Megapixeln sowie ein Teleobjektiv mit 10,8 Megapixeln. Letzteres bietet einen fünffachen optischen Zoom. Digital sind mit Googles «Super Zoom» bis zu 30-fache Vergrösserungen möglich. Die Selfie-Kamera löst mit 10,5 Megapixeln auf.
Im Inneren arbeitet der neue Tensor G6 zusammen mit 12 GB Arbeitsspeicher. Google verbaut einen Akku mit einer typischen Kapazität von 4985 mAh. Kabelgebunden sollen nach rund 30 Minuten bis zu 55 Prozent erreicht werden. Kabellos lädt das Smartphone über Pixelsnap beziehungsweise Qi2.2 mit bis zu 25 Watt.

In der Schweiz gibt es das Gerät mit 256 oder 512 GB Speicher. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 899 beziehungsweise 999 Franken.

Pixel 11 Pro und Pro XL: gleiche Kamera, andere Grösse

Beim Pixel 11 Pro bleibt Google beim handlichen 6,3-Zoll-Format, verbaut aber ein höher auflösendes LTPO-OLED mit 1280 × 2856 Pixeln. Die Bildwiederholrate kann zwischen 1 und 120 Hertz geregelt werden. Bis zu 3600 Nits Spitzenhelligkeit verspricht der Hersteller. Das Pixel 11 Pro XL bietet im Wesentlichen die gleiche Display-Technik, wächst aber auf 6,8 Zoll und 1344 × 2992 Pixel.

Auch die Kameras sind bei den beiden Pro-Modellen identisch. Google kombiniert eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln mit einer 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einem 48-Megapixel-Teleobjektiv. Der optische Zoom reicht bis Faktor fünf, der softwaregestützte «Pro Zoom» sogar bis Faktor 120.

Vorne sitzt eine deutlich höher auflösende 42-Megapixel-Kamera.
Beide Modelle setzen ebenfalls auf den Tensor G6 und werden je nach Speichervariante mit 12 oder 16 GB RAM angeboten. Der Akku fällt interessanterweise beim kleineren Pro mit 4850 mAh minimal kleiner aus als beim normalen Modell. Beim XL sind es 5115 mAh.

Auch die Pro-Modell unterstützt kabelloses Pixelsnap-Laden mit bis zu 25 Watt. Das XL lädt am Kabel schneller: Google verspricht bis zu 75 Prozent nach rund 30 Minuten mit einem geeigneten 45-Watt-PPS-Netzteil.

Neu ist zudem das sogenannte «HiLight». Dabei handelt es sich um ein farbiges Licht in der Kamerainsel der Pro-Geräte. Es kann beispielsweise eingehende Anrufe und Nachrichten signalisieren oder den Status von Gemini anzeigen. Den Temperatursensor der vorherigen Pro-Modelle hat Google dagegen gestrichen.

Preislich macht Google einen deutlichen Sprung gegenüber dem Basismodell. Diese Preiserhöhung hatte der Konzern schon im Vorfeld bestätigt. Das Pixel 11 Pro kostet in der Schweiz mit 256 GB 1049 Franken, mit 512 GB 1149 Franken und mit 1 TB 1369 Franken. Beim Pixel 11 Pro XL werden 1249, 1349 beziehungsweise 1569 Franken fällig.

Pixel 11 Pro Fold wird leichter

Auch das faltbare Modell erhält ein Update. Das Pixel 11 Pro Fold besitzt aussen ein 6,5 Zoll grosses Display, während sich im Inneren ein 8-Zoll-OLED entfaltet.

Beide Bildschirme unterstützen bis zu 120 Hertz. Mit einem Gewicht von 239 Gramm ist das Foldable deutlich leichter als sein Vorgänger, der noch 258 Gramm auf die Waage brachte.

Das Pixel 11 Pro Fold unterscheidet sich optisch nicht sonderlich vom Vorgänger.
Das Pixel 11 Pro Fold unterscheidet sich optisch nicht sonderlich vom Vorgänger. | Bild: Google

Beim Kamera-System bleibt das faltbare Modell unterhalb der beiden klassischen Pro-Versionen. Verbaut sind 48 Megapixel für die Hauptkamera, 10,5 Megapixel beim Ultraweitwinkel und 10,8 Megapixel beim Teleobjektiv. Auch hier gibt es einen fünffachen optischen Zoom. Der Akku fasst 4806 mAh, dazu kommen 16 GB Arbeitsspeicher und der Tensor G6.

Neu ist ausserdem eine IP68-Zertifizierung. Damit verbessert Google den Schutz gegen Staub und Wasser gegenüber dem Vorgänger. Das «HiLight» ist ebenfalls mit dabei.

Billig wird das Foldable ebenfalls nicht. In der Schweiz verlangt Google 1799 Franken mit 256 GB Speicher. Die Version mit 512 GB kostet 1899 Franken, für 1 TB werden 2119 Franken fällig.

Tensor G6 und neue Kamera-KI

Bei allen vier Smartphones setzt Google auf den Tensor G6. Damit bleibt das Unternehmen seiner Strategie treu, Hard- und Software möglichst eng miteinander zu verzahnen. Wie gross der Leistungssprung gegenüber dem Tensor G5 tatsächlich ausfällt, müssen unabhängige Tests erst zeigen. Gerade bei der reinen Performance konnte Googles eigener Chip in den vergangenen Jahren nicht immer mit den schnellsten Smartphone-Prozessoren mithalten.

Eine grössere Rolle spielen deshalb erneut die Software-Funktionen. «Pixel Looks» bietet verschiedene Bildstile, die bereits vor der Aufnahme ausgewählt werden können. Noch spannender klingt «Magic Capture»: Dabei kann das Smartphone eine Videosequenz von bis zu zwei Minuten analysieren und mithilfe von Gemini passende Einzelbilder daraus vorschlagen.

Zusätzlich nennt Google unter anderem einen Kamera-Coach, «Add Me», Nachtaufnahmen, Astrofotografie und verschiedene KI-Werkzeuge zur anschliessenden Bildbearbeitung. Das Pixel 11 erhält dabei nicht sämtliche Pro-Funktionen: Die beiden klassischen Pro-Geräte bieten etwa manuelle Kameraeinstellungen und den deutlich stärkeren 120-fachen Zoom.

Ausgeliefert werden Pixel 11, Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL mit Android 17. Google verspricht sieben Jahre Updates ab dem Verkaufsstart.