BYD hat im September 2026 insgesamt 463’600 Elektroautos und Plug-in-Hybride verkauft, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht. Gegenüber den 396’300 Fahrzeugen im Vorjahresmonat entspricht dies einem Wachstum von knapp 17 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das internationale Geschäft: BYD exportierte über 154 Prozent mehr Fahrzeuge als im September 2025.
Dabei entwickelten sich die beiden Antriebsarten unterschiedlich:
- Elektroautos: 273’100 Verkäufe, ein Plus von 33,21 Prozent
- Plug-in-Hybride: 183’600 Verkäufe, ein Minus von 2,36 Prozent
- Exporte: insgesamt 180’700 Fahrzeuge mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb
Aus den Zahlen geht zudem hervor, dass BYD mehr Elektroautos als Plug-in-Hybride verkauft hat. Das ist ein starkes Signal für den rein elektrischen Antrieb und dürfte zumindest teilweise auch mit den weltweit hohen Treibstoffpreisen zusammenhängen. Wie sich die Exporte auf Elektroautos und Plug-in-Hybride verteilen, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor.
So sieht es in der Schweiz aus
In der Schweiz entfallen laut BYD-Schweiz-Chef Ferdinando D’Apice derzeit rund 40 Prozent der Verkäufe auf vollelektrische Modelle und 60 Prozent auf Plug-in-Hybride. Für BYD stellt diese Verteilung jedoch kein Problem dar. Das Unternehmen möchte in erster Linie jene Antriebsarten anbieten, die von den Kundinnen und Kunden nachgefragt werden.
Auch in anderen Ländern dürften Plug-in-Hybride derzeit noch die Nase vorn haben. Damit sich dieses Verhältnis zugunsten vollelektrischer Modelle verschiebt, muss BYD künftig verstärkt auf aktuelle Elektroautos sowie den Ausbau des eigenen Flash-Charging-Netzwerks und des Händlernetzes setzen. Genau das soll laut D’Apice geschehen: Noch in diesem Jahr sind in der Schweiz 20 Flash-Charging-Schnellladestationen geplant. Gleichzeitig soll das Händlernetz von derzeit 31 auf insgesamt 55 Partner wachsen.
Weltweit hat sich BYD das Ziel gesetzt, zu den fünf grössten Autoherstellern aufzusteigen. In der Schweiz möchte das Unternehmen sogar einen Platz unter den drei meistverkauften Marken erreichen. Beides sind ambitionierte Vorhaben – insbesondere auf dem Schweizer Markt, wo etablierte Hersteller wie Volkswagen (inkl. Konzernmarken), BMW und Mercedes-Benz die Spitzenplätze belegen.