Der Geely Monjaro EM-i feierte auf dem Pariser Autosalon seine Europapremiere.
Der Geely Monjaro EM-i feierte auf dem Pariser Autosalon seine Europapremiere | Bild: vybe
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Geely holt Google ins Auto: Maps, Play Store und Gemini kommen ab 2027

Google-Dienste sollen künftig auch bei Geely, Lynk & Co und Zeekr direkt im Auto verfügbar sein. Welches Modell 2027 den Anfang macht, bleibt offen.

Bruno Rivas
Bruno Rivas

Geely nimmt in Europa zunehmend Fahrt auf und hat kürzlich auch den Markteintritt in der Schweiz gefeiert. Auf dem Pariser Autosalon kündigte der chinesische Autobauer mit dem Monjaro EM-i zudem ein neues Flaggschiff-SUV an. Nun will Geely auch das digitale Erlebnis im Auto verbessern: In künftigen Modellen ausserhalb Chinas sollen Google Maps, der Play Store und Gemini direkt ins Infotainmentsystem integriert werden.

Dafür hat Geely eine globale strategische Partnerschaft mit Google angekündigt. Die sogenannten Google Automotive Services sollen in allen dafür vorgesehenen Fahrzeugen der Geely-Marken auf Märkten ausserhalb Chinas verfügbar sein, in denen Google seine Dienste anbietet. Das erste entsprechend ausgestattete Modell ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant. Welches Fahrzeug den Anfang macht, liess Geely bisher jedoch offen.

Bei Polestar ist Android Automotive bereits länger im Einsatz.
Bei Polestar ist Android Automotive bereits länger im Einsatz. | Bild: Polestar

Googles Dienste sollen somit ab 2027 nicht nur in Fahrzeugen der Marke Geely Einzug halten, sondern auch bei den Konzernmarken Lynk & Co und Zeekr. Volvo und Polestar, die ebenfalls mit Geely verbunden sind, setzen bereits heute auf Android Automotive mit integrierten Google-Diensten. Einen konkreten Fahrplan für den Wechsel zu Google, werden im Laufe der Einführung bekannt gegeben.

«Die Menschen erwarten in ihren Autos zunehmend denselben Komfort und dieselbe Konnektivität, die sie aus ihrem Alltag gewohnt sind», sagte Dr. Shen Yuan, Senior Vice President und Chief Technology Officer bei ZGH. «Durch unsere Partnerschaft mit Google bringen wir digitale Dienste direkt in unsere Fahrzeuge, um ein nahtloseres, intuitiveres und angenehmeres Fahrerlebnis zu schaffen.»

Chinesische Marken setzen immer öfter auf Google

Die in China verbreiteten Infotainmentsysteme sind stark auf die dortigen Dienste und Nutzungsgewohnheiten ausgerichtet. Für Europa lassen sie sich deshalb nicht ohne Weiteres übernehmen. Mit integrierten Google-Diensten bietet Geely seiner europäischen Kundschaft eine vertraute Bedienung und bekannte Apps. Das dürfte den Einstieg erleichtern und den Anpassungsbedarf im Alltag reduzieren.

Geely ist dabei nicht der einzige chinesische Autobauer, der diesen Weg einschlägt. Auch BYD setzt bei seinen für Europa bestimmten Modellen auf eine Google-Lösung mit Diensten wie Maps und Gemini. Aus Herstellersicht ist das nachvollziehbar: Eine etablierte Softwareplattform zu nutzen, dürfte weniger Aufwand verursachen, als ein eigenes Infotainmentsystem umfassend für Europa anzupassen. Für die Kundschaft ergibt sich ein vertrautes Nutzungserlebnis – eine Win-win-Situation also.

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