Nach einem längeren Testzeitraum hat Tesla es geschafft: Das US-amerikanische Unternehmen hat in den Niederlanden die Zulassung für FSD Supervised (Überwacht) erhalten. Damit ist die Niederlande das erste europäische Land, das Teslas Fahrassistenzsystem Full Self-Driving mit entsprechender Überwachung zulässt. Autonomes Fahren ist das jedoch (noch) nicht.
Bei „Full Self-Driving Supervised” darf der Fahrer die Hände vom Steuer nehmen, muss aber dennoch jederzeit aktiv ins Geschehen eingreifen können. Es ist also nicht erlaubt, sich einen Film anzuschauen oder ein gutes Buch zu lesen. Das nun zugelassene Fahrassistenzsystem ist somit in Kategorie 3 (von 5) eingestuft und setzt eine aktive Überwachung voraus.
Für Tesla stellt dies eigenen Angaben zufolge dennoch einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg in eine Zukunft mit erhöhter Verkehrssicherheit auf dem Kontinent dar. Das kann man so sehen, doch so richtig revolutionär ist das Fahrassistenzsystem, das letztlich auf integrierte Kameras und KI setzt, dann doch nicht. Unter anderem BMW und Mercedes haben die Zulassung für Level 3 Fahrassistenzsysteme unter anderem in Deutschland auch schon erhalten.
Mit FSD wirbt Tesla gefühlt seit einer halben Ewigkeit. Käufer:innen eines neuen Teslas könnten die Option gegen einen einmaligen Aufpreis von weit über 7000 Franken gleich dazu bestellen. Nutzen konnten sie es bisher aber nicht. Mit der Zulassung in den Niederlanden dürfte es nun aber schneller gehen. Weitere europäische Länder dürften in den kommenden Monaten dazu kommen.
Übrigens, künftig wird man das FSD-Paket nicht mehr gegen eine einmalige Gebühr dazu kaufen können. Neu verlangt Tesla für FSD eine monatliche Gebühr von 99 Euro.