Mit dem Luce hat der italienische Luxus-Sportwagen- und Rennwagenhersteller Ferrari bei seiner Vorstellung ziemlich viel Spott geerntet. Zugegeben, das Design des Luce ist gewagt und dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen. Dennoch deuten die bisherigen Verkaufszahlen darauf hin, dass der elektrische Ferrari durchaus auf Interesse stösst. Zudem fallen auch die ersten Fahrberichte positiv aus und bescheinigen dem Luce sehr gute Fahreigenschaften.
So oder so: Das erste Serienfahrzeug des Ferrari Luce hat bei einer Auktion von RM Sotheby's nun einen neuen Rekord erzielt. Der Ferrari Luce mit Chassisnummer 0 und exklusiven Materialien wurde für sage und schreibe 40 Millionen US-Dollar versteigert. Zum Vergleich: Regulär kostet der Ferrari Luce rund 500'000 bis 600'000 US-Dollar. Damit wurde für das Einzelstück rund das 70- bis 80-Fache des regulären Verkaufspreises bezahlt.
Die Rekordsumme wird übrigens an die gemeinnützige The Ferrari Foundation gespendet. Sie zeigt jedoch eindrücklich, dass durchaus ein (hohes) Interesse am Luce besteht. Die entscheidende Frage ist allerdings, welche Kundengruppe Ferrari mit seinem ersten vollelektrischen Modell tatsächlich anspricht. Sind es die eingefleischten Ferrari-Kunden oder richtet sich der Luce vielmehr an eine völlig neue Kundschaft?
Bisherigen Informationen zufolge scheint der Ferrari Luce insbesondere in China auf grosses Interesse zu stossen. Einerseits ist das wenig überraschend, schliesslich sind Elektroautos im chinesischen Markt weit verbreitet. Andererseits steht Ferrari dort vor einer besonderen Herausforderung: Aus China stammen zahlreiche deutlich günstigere Elektroautos, die teilweise mit modernerer Technik und umfangreicherer Ausstattung aufwarten.