Vollelektrische Supersportwagen haben es nicht leicht. Das hat etwa Porsche mit dem Taycan hautnah erlebt, der sich nicht wunschgemäss verkauft. Dennoch möchte nun auch Ferrari mit dem vollelektrischen Luce den Schritt wagen, der nun offiziell vorgestellt wurde. Mit einem Preis von ab 550.000 Euro ist dieser nochmals deutlich teurer als der Porsche Taycan.

Die Leistungsdaten des Ferrari Luce sind auf den ersten Blick beeindruckend. Der Luce liefert eine Systemleistung von 1050 PS und beschleunigt in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Allerdings muss man erwähnen, dass andere Hersteller, darunter etwa Xiaomi mit dem SU7 Ultra, diese Werte teilweise deutlich übertreffen – und das zu einem viel günstigeren Preis.

Aber okay, Xiaomi hat natürlich nicht den gleichen Stellenwert wie Ferrari. Beim italienischen Super-Sportwagenhersteller spielt das Design natürlich eine entscheidende Rolle. Es stammt vom ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive und polarisiert. Mit anderen Worten: Es kommt nicht bei allen gut an. Für viele sieht das Aussendesign zu futuristisch aus und erinnert nicht an einen Ferrari.

Das lassen wir mal so stehen. Abgesehen von der Systemleistung gab Ferrari auc hdie Grösse der integrierten Batterie bekannt. Mit 122 kWh fällt dieser ziemlich gross aus, bietet dann aber doch nur eine Reichweite von maximal 450 Kilometern. Am Schnelllader (DC) lässt sich die Batterie mit bis zu 350 kW aufladen. Das ist zwar gut, aber geht inzwischen auch deutlich besser.
Jedenfalls darf man gespannt sein, wie sich der Ferrari Luce auf der Rennstrecke macht und wie der vollelektrische Super-Sportwagen dann letztlich beim gehobenen Klientel von Ferrari ankommt.