In den vergangenen Monaten sind zahlreiche chinesische Automarken in Europa und auch in der Schweiz gestartet. Künftig wird etwa auch Geely als eigenständige Marke hierzulande vertreten sein. Die Auswahl an Automarken hat sich damit massiv erweitert. Die regelrechte Flut an neuen chinesischen Herstellern hinterlässt inzwischen auch bei den Marktanteilen in den wichtigsten europäischen Märkten deutliche Spuren.
Inzwischen kommen die chinesischen Automarken wie BYD, Geely (Smart, Polestar, Volvo, Zeekr, Lynk & Co), Leapmotor oder Xpeng auf einen Marktanteil von über 10,7 Prozent in den wichtigsten europäischen Märkten. Damit haben die chinesischen Hersteller ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. Ein Wachstum, das die etablierten europäischen Automarken durchaus ernst nehmen müssen bzw. sollten.
Natürlich entfallen knapp 90 Prozent des europäischen Automarktes weiterhin auf andere Hersteller, wobei rund 65 Prozent auf europäische Marken entfallen. Doch sollte sich die aktuelle Entwicklung fortsetzen, dürften zahlreiche europäische Hersteller weitere Marktanteile an chinesische Marken verlieren. Damit könnten sich chinesische Automarken in naher Zukunft zumindest den zweiten Platz beim Marktanteil in Europa sichern.
Denn aktuell entfallen rund 65 Prozent des Marktanteils auf europäische Hersteller, 10,7 Prozent auf japanische und 7 Prozent auf südkoreanische Marken. Die chinesischen Autobauer haben die Südkoreaner damit innerhalb erstaunlich kurzer Zeit überholt und liegen inzwischen praktisch auf Augenhöhe mit den japanischen Herstellern. Ihren rasanten Aufstieg verdanken die chinesischen Marken nicht zuletzt einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Gleichzeitig können viele etablierte Hersteller beim Entwicklungstempo mit der chinesischen Konkurrenz schlichtweg nicht mithalten.